
Meinung
Robert Bannert meint: Unkomplizierte und effektvolle Action-Stangenware für Freunde der Vorlage: Sieht man von der hingeschluderten und grafisch größtenteils langweiligen PS2-Fassung ab, lässt das erste offizielle X-Men-Filmspiel kaum Wünsche offen. Die Versoftung bemüht sich mit ihrer angenehm zugänglichen Steuerung konsequent darum, so viele Fans wie möglich zu bedienen und ihnen genau das zu bieten, was man von Mutanten aus echtem Schrot und Korn erwartet: Nonstop-Gekloppe, cooler Look, brachialer Tamtam-Sound und farbenfrohe, Vorlagen-getreue Grafikpracht. Das bieten in dieser kompakten Form bisher so wenige Vertreter des ”Hau in die Fresse“-Genres, dass Ihr kleine Schönheitsfehler wie einige zu fummlige Kombos und die peinlich platten Comic-Einspielungen gerne entschuldigt. Weniger verzeihlich sind da schon die vergleichsweise plumpen und oft unnötig frustigen Iceman-Levels. Aber was soll’s: Echte X-Men-Freunde werden die Investition ins dumpfe, aber spaßige Xbox- bzw. Xbox-360-Geschnetzel nicht bereuen – zumal knapp 30 Level und reichlich freispielbare Extras ausreichend Beschäftigung bieten.








