Warum regt mich Call of Duty eigentlich mittlerweile so auf, obwohl es mir als Spiel einfach egal ist?
Home › Foren › Games-Talk › Warum regt mich Call of Duty eigentlich mittlerweile so auf, obwohl es mir als Spiel einfach egal ist?
- Dieses Thema hat 26 Antworten, 18 Teilnehmer, und wurde zuletzt von
Spitzpisser vor vor 14 years, 2 months aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
25. Januar 2012 um 11:23 #899553
captain carotTeilnehmerIch geb´s zu. Mittlerweile heisst es ja all zu gerne Call of Duty hier, Modern Warfare da. Eigentlich sollte mir das doch genauso egal sein wie die Spiele selbst.
Ist es aber, mittlerweile, nicht mehr. Warum eigentlich?
Der schlichte Grund ist, mittlerweile wird fast alles von Industrievertretern und auch vielen Journalisten mit Call of Duty verglichen. Das geht soweit, dass manch einer sogar Rollenspiele oder Rennspiele mit CoD vergleicht. Hier die packende Inszenierung, da die Kämpfe, dort die fette Action. Keiner fragt aber, will ich das überhaupt überall?
Klar, Call of Duty ist derzeit ungemein erfolgreich. Selbst Skyrim muss sich hinter den Verkaufszahlen von Modern Warfare 3 verstecken.
Klar, Call of Duty macht auch vielen Menschen Spaß, sonst würden sie es nämlich nicht kaufen.
Das heisst aber erstmal nicht, dass alle CoD Käufer auch ein RPG kaufen würden, weil es Dutysiert wurde, liebe Industrie. Ein RPG wird gekauft, weil es ein Rollenspiel mit seinen Eigenheiten ist. Gibt man die auf, verliert man auch seine bisherigen Kunden.
Genausowenig will jeder genau die Art von Action in einem Actiontitel.
Auf andere Bereiche umgesetzt würde das bedeuten, alle Musiker werden an Lady Gaga und Justin Bieber gemessen. Tut´s gerade weh?
Oder the Kings Speech mit Avatar. Bauchschmerzen?Mein Problem ist gar nicht Call of Duty, sondern unfaire bis völlig unsinnige Vergleiche und Maßstäbe, durch die die Spieleindustrie und auch die Fachjournalisten zumindest teilweise kindisch und unreif wirken. Übrigens besonders dann, wenn die gleichen Leute mehr Eigenständigkeit, mehr Kreativität und mehr Vielschchtigkeit fordern.
Ich weiß nicht, wie es bei anderen aussieht, für mich ist Call of Duty nicht das Maß der Dinge, ich will der Reihe ihre Qualitäten aber auch nicht absprechen. Unter´m Strich passiert mit der Dauervergleicherei aber nicht nur genau das, teilweise verliere ich sogar, vllt. völlig ungerechtfertigt, das Interesse an Spielen, die man mit dem vermeintlichen Übergame vergleicht.
P.S.: Liebe Vergleicher, Super Mario Land 3D ist, an den Hardwareverkäufen gemessen, tatsächlich erfolgreicher als Call od Duty. Soll sich nun jedes Spiel eine Scheibe davon abschneiden?
25. Januar 2012 um 11:40 #1043367
Max SnakeTeilnehmerIst genauso wie Metro 2033 ist ein Fallout 3 – Klon, obwohl mit dem beiden Titel nicht zu tun haben.
25. Januar 2012 um 11:54 #1043368
Black KaindarTeilnehmerIch denke das die Produzenten vor allem auf die Verkaufszahlen schielen. Was ich wirklich schade daran finde ist, dass die Verkaufszahlen nicht den Ehrgeiz in den Entwicklern weckt zu sagen “Okay die haben ihre Actionkracher, wir machen jetzt unser bestes RPG ever!” sondern sie eher dazu übergehen zu sagen “Okay wir haben eine sehr beliebt Marke (RE, FF) und vercallofdtuyen das ganze einfach etwas. So müssen wir uns keinen Kopf um neue Charaktere, Welten oder gar Gameplaymöglichkeiten machen.
Der neidvolle Blick auf Call of Duty weckt in meinen Augen leider nicht den Ehrgeiz anderer Entwicklungsfirmen sondern macht sie fauler!25. Januar 2012 um 12:45 #1043369
Digger BoomshotTeilnehmercaptain carot wrote:Warum regt mich Call of Duty eigentlich mittlerweile so auf, obwohl es mir als Spiel einfach egal ist?Weils gerade “in” ist?^^
Spaß beiseite, das würde ich dir nicht unterstellen, aber da gibts Leute…*lol*25. Januar 2012 um 14:12 #1043370
captain carotTeilnehmer@SoAD: Das wäre was. Da hätte ich aus Prinzip Mario Land 3D und Skyrim auch nicht spielen dürfen. Sowas halte ich für Blödsinn. Ich würde CoD spielen, wenn ich´s mögen würde, allerdings glaube ich nicht, dass ich mir dann eines zum Release und Vollpreis holen würde.
Aber diese teilweise bescheuerten Vergleiche in letzter Zeit würden mich genauso aufregen, wenn ich Fan der Reihe wäre.
25. Januar 2012 um 17:05 #1043371
PennratteTeilnehmerDas ewige Vergleichen kann schon nerven. Z.B. wenn ich von den Resi-Machern höre das sie mit Operation Raccoon City die CoD Zielgruppe ansprechen wollen. Da sieht man wie weit der Einfluss der Serie reicht!
…Hat man echt Rennspiele mit CoD vergleichen? ^^
25. Januar 2012 um 17:12 #1043372
IKARUDENSHINTeilnehmerGenerell hab ich nichts gegen Call of Duty. Ich finde sogar, dass es im Multiplayer richtig Spaß macht. Allerdings reizt mich die Kampagne überhaupt nicht. Ich habe zwar öfter schonmal bei einem Freund ein paar Kapitel gesehen, aber es wirkt einfach nicht so sehr auf mich. Hinzu kommt der geringe Umfang der Kampagne. Ich kaufe mir kein Spiel, dass nach ca. 6h vorbei ist. Auch gefällt mir das ganze Kriegs-Szenario nicht. Ich habe das Gefühl, es wird einfach nur noch Wert auf möglichst krasse Gewaltdarstellung gelegt. Für mich sind die Call of Duty Teile nichts anderes als jährliche Updates wie Fifa und PES. Man muss sich wohl daran gewöhnen, dass jedes Jahr ein neuer Teil herauskommt. Wenn ich der Entwickler wäre, würde ich es auch so machen, solange die Leute es kaufen.
Mich wundert es aber doch schon ein wenig wie hoch die Verkaufszahlen sind, denn für mich fühlen sich fast alle Call of Duty Teile gleich an. Ich als Egoshooter-Laie, kann aber auch nur vom Multiplayer sprechen.Wenn man ein Spiel Genreübergreifend zum Non-plus-ultra erklärt, dann ist das meiner Meinung nach einfach völlig dumm. Man kann ein Rennspiel sicher nicht mit einem RPG oder Actionspiel vergleichen. Was man vergleichen kann sind Grafik und Sound. Und selbst da finde ich es noch teilweise unstritten, denn jedes Spiel hat seine eigenen grafischen Scwerpunkte. Für mich bleibt es ein guter Shooter für Zockerabende mit den Freunden. Mich selbst interessiert Call of Duty aber nicht die Bohne.
25. Januar 2012 um 17:32 #1043373
AnonymInaktivCall of Duty ist für mich einfach nur ein Spiel unter vielen, auf welches ich keine Lust habe. Einfach nur weil es mich persönlich nicht anspricht. Da spiele ich lieber das, wozu ich Lust habe und verschwende auch keine einzige weitere Sekunde damit, an Call Of Duty (Oder andere Spiele, die mir persönlich nicht gefallen) zu denken, oder mich damit irgendwie auseinanderzusetzen.
Die Verkaufszahlen interessieren mich nicht und so verhält es sich auch mit den Wertungen der CoD Spiele. Es ist mir schlichtweg egal. Nicht weil es Call Of Duty ist, sondern weil ich einfach nur das Spiele, auf was ich Bock habe. Mehr interessiert mich da nicht.Ich glaube dies war gerade auch das erste und einzige mal, wo ich Call Of Duty überhaupt in einem Beitrag erwähne, bzw etwas dazu schreibe xD
25. Januar 2012 um 19:52 #1043374
BoushhTeilnehmerIKARUDENSHIN wrote:. Hinzu kommt der geringe Umfang der Kampagne. Ich kaufe mir kein Spiel, dass nach ca. 6h vorbei ist. Auch gefällt mir das ganze Kriegs-Szenario nicht. Ich habe das Gefühl, es wird einfach nur noch Wert auf möglichst krasse Gewaltdarstellung gelegt. Für mich sind die Call of Duty Teile nichts anderes als jährliche Updates wie Fifa und PES….…Mich selbst interessiert Call of Duty aber nicht die Bohne.
Das sehe ich ganz genau so. Ich lege grossen Wert auf eine unterhaltsame Kampagne, und COD hat gerade in diesem Bereich doch grosse Defizite. Die Levelschläuche sind dermassen eng, das ich COD schon als Railshooter bezeichnen würde. Dann doch lieber Shooter in denen taktisches Vorgehen möglich und auch nötig ist.
COD ist ein Fast- Food Shooter der mich nicht sättigt, ich vermisse in der heutigen Zeit anspruchsvollere Ballereien a la ” Delta Force” etc.25. Januar 2012 um 20:03 #1043375
outTeilnehmerDas Hauptproblem meiner Meinung nach ist, das Call of Duty nicht wegen seiner Qualität Vorbild für viele Hersteller ist, sondern nur wegen seiner Verkaufszahlen.
Und damit ist eigentlich alles gesagt.
25. Januar 2012 um 21:52 #1043376
greenwadeTeilnehmercaptain carot wrote:Ich geb´s zu. Mittlerweile heisst es ja all zu gerne Call of Duty hier, Modern Warfare da. Eigentlich sollte mir das doch genauso egal sein wie die Spiele selbst.Ist es aber, mittlerweile, nicht mehr. Warum eigentlich?
Der schlichte Grund ist, mittlerweile wird fast alles von Industrievertretern und auch vielen Journalisten mit Call of Duty verglichen. Das geht soweit, dass manch einer sogar Rollenspiele oder Rennspiele mit CoD vergleicht. Hier die packende Inszenierung, da die Kämpfe, dort die fette Action. Keiner fragt aber, will ich das überhaupt überall?
Klar, Call of Duty ist derzeit ungemein erfolgreich. Selbst Skyrim muss sich hinter den Verkaufszahlen von Modern Warfare 3 verstecken.
Klar, Call of Duty macht auch vielen Menschen Spaß, sonst würden sie es nämlich nicht kaufen.
Das heisst aber erstmal nicht, dass alle CoD Käufer auch ein RPG kaufen würden, weil es Dutysiert wurde, liebe Industrie. Ein RPG wird gekauft, weil es ein Rollenspiel mit seinen Eigenheiten ist. Gibt man die auf, verliert man auch seine bisherigen Kunden.
Genausowenig will jeder genau die Art von Action in einem Actiontitel.
Auf andere Bereiche umgesetzt würde das bedeuten, alle Musiker werden an Lady Gaga und Justin Bieber gemessen. Tut´s gerade weh?
Oder the Kings Speech mit Avatar. Bauchschmerzen?Mein Problem ist gar nicht Call of Duty, sondern unfaire bis völlig unsinnige Vergleiche und Maßstäbe, durch die die Spieleindustrie und auch die Fachjournalisten zumindest teilweise kindisch und unreif wirken. Übrigens besonders dann, wenn die gleichen Leute mehr Eigenständigkeit, mehr Kreativität und mehr Vielschchtigkeit fordern.
Ich weiß nicht, wie es bei anderen aussieht, für mich ist Call of Duty nicht das Maß der Dinge, ich will der Reihe ihre Qualitäten aber auch nicht absprechen. Unter´m Strich passiert mit der Dauervergleicherei aber nicht nur genau das, teilweise verliere ich sogar, vllt. völlig ungerechtfertigt, das Interesse an Spielen, die man mit dem vermeintlichen Übergame vergleicht.
P.S.: Liebe Vergleicher, Super Mario Land 3D ist, an den Hardwareverkäufen gemessen, tatsächlich erfolgreicher als Call od Duty. Soll sich nun jedes Spiel eine Scheibe davon abschneiden?
das ist das gleiche wie mit der open world geschichte. müssen ego-shooter GTAisiert werden?
26. Januar 2012 um 0:20 #1043377
Kuruno_86TeilnehmerDie Karotte hat vollkommen recht.
Das vergleichen und vor allem der Versuch mit CoD zu konkurrieren nimmt langsam überhand. RPGs haben nix, aber auch gar nix, mit einen 4 Std. Shootergame zu tun und ich wüsste auch nicht was beide Genres voneinander lernen könnten.
Um mal den Film vergleich aufzugreifen. Eine Stargate Folge würde ja auch keiner ernsthaft mit 2001: Space Odessy vergleichen, nur weil beide im Fernseher laufen.Das zeigt doch nur, dass die Frage ob Games Kunst sind, seitens der Publisher eigentlich keine ist bzw. nie eine war. Spiele sind Produkte die verkauft werden müssen
Wirkliches kreatives Denken ist dabei leider viel zu selten.26. Januar 2012 um 9:22 #1043378
captain carotTeilnehmer@Greenwade: Natürlich hat man seinerzeit auch gerne mal auf GTA geschielt. Aber nie dermaßen extrem. Und genauso sind andere Zweige der Unterhaltungsindustrie nicht frei von Hypes. Ohne Avatar hätten wir wohl in den letzten Jahren nicht den gleichen 3D Hype gehabt wie jetzt. Gleichzeitig misst sich nicht jedes Filmstudio an Avatar und will seine Filme daran anlehnen.
26. Januar 2012 um 15:18 #1043379
LofwyrTeilnehmerDas mit den Vergleichen ist wohl eine Krankheit der Gamesbranche. In anderen Medien ist das nicht so krass.Das ist eigentlich überall so. Was sich am besten verkauft wird als Standard gehandelt und alles andere darf sich dran messen egal wie abwegig das ist.26. Januar 2012 um 15:34 #1043380
SpitzpisserTeilnehmerIch sehe hier Dein Problem nicht ganz Carrot. Actiongames sind nunmal beliebt, ob primitiv oder nicht. Ja auch ich zocke CoD und es macht mir einen heiden Spass, deswegen wird es aber nciht als Mass aller Dinge bezeichnet. Und man kauft auch kein Rollenspiel, weil es sich eben um ein Spiel mit den Eigenheiten eines Rollenspiels handelt. Man kauft ein Spiel, weil es einem spass macht selbiges zu spielen.
Quervergleiche wird es immer geben. Es mag vereinzelt Dinge geben, wie die Steuerung Beispielsweise die man durchaus zum Vergleich heranziehen kann. Skyrim bekäme eine exakte und akkurat reagierende Steuerung gut, könnte sich da also ohne weiteres etwas von CoD borgen. Damit meine ich nicht, das Skyrim mit 60 Bildern pro Sekunde über den Screen huschen muss. Im übrigen habe ich mir Skyrim gekauft, weil ich die Amtosphäre des Games mag, weil es einfach spass macht die Welt zu erkunden und nicht, weil es die Eigenheiten eines Rollenspiels aufweist.
Mir persönlich ist es völlig schnurz, welches Spiel wie erfolgreich ist. CoD find ich geil, weil es laune macht mit Freunden zusammen eine zünftige online Runde aufs Parkett zu legen. Mario, weil es einfach süss ist, die Melodien sich unweigerlich ins Gehirn fressen und die fordernden heiteren Levels immer wieder verzücken. Ich habe den Eindruck, das Du da etwas zuviel hinein interpretierst. Oder vielleicht magst Du einem oberflächlichen Bummdätschkracher den Erfolg nicht gönnen, ich weis es nicht. Und mein Post ist auch nicht böse gemeint, auch wenn dies so klingen mag gell, ich hoffe Du verstehst mich da nicht falsch!
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.







