Wo seht ihr unsere Welt in 20 – 30 Jahren?
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captain carot vor vor 11 years, 4 months aktualisiert.
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5. Dezember 2014 um 22:50 #901595
RavingrabbidTeilnehmerHi Leute,
Die Überschrift spricht ja eigentlich für sich, trotzdem führe ich das jetzt mal etwas präziser aus.
Bei all den Hiobsbotschaften, die man manchmal so vernimmt, fragt sich der eine oder andere vielleicht, wie unsere Welt in etwa 20 oder 30 Jahren aussehen könnte.
Der drohende 3. Weltkrieg, eine an der Tür klopfende neue Weltwirtschaftskrise, die nur darauf wartet 2015 endlich reingelassen zu werden, immer weiter entwickelte Technologien, die einen immer höheren Stellenwert im Alltag einnehmen, Durchbrüche in Medizin und Genforschung, die verminderte Wichtigkeit von Religion und Kirche in der westlichen Welt etc. usw.
Aber es muss nicht alles düster sein (auch wenn ich persönlich eher pessimistisch eingestellt bin, was eine rosige Zukunft angeht).
Selbstverständlich dürft ihr in dem Thread auch euren Senf dazugeben und dabei es ist vollkommen euch überlassen, ob nun eine Utopie, Dystopie oder irgendwas dazwischen zeichnet.
Ihr dürft auch gerne ein bisschen übertreiben und selbstredend auch mit Humor an die Sache rangehen.Es gibt nur eine einzige Bedingung: Es sollte nicht komplett unrealistisch werden und schon noch irgendwie nachvollziehbar sein.
Also Leute, tobt euch aus und freue mich auf eure Beiträge

Übrigens muss das alles nicht unbedingt auf das Weltgeschehen bezogen sein. Wenn ihr wollt, dürft auch kein ein Zukunftsszenario darüber erstellen, wie ihr euch das Zocken in 20 – 30 Jahren vorstellt.Haut rein.
5. Dezember 2014 um 23:08 #1210497
RavingrabbidTeilnehmerIch mach den mal den Anfang.
Persönlich halte ich für gar nicht mal so unmöglich, dass zu dieser Zeit autokratische Systeme unter den politischen Regierungsmethoden dominieren werden. Warum? Nun, weil folgende Generationen in ihrer Selbstständigkeit und ihren autonomen, selbstbestimmten Denken immer mehr eingeschränkt werden. Jeder wird sich bald selbst der Nächste sein und kein Auge mehr für seine Mitmenschen haben. Das Hetzen von einem Erfolg zum anderen, die uns als solche von unserer Kommerz-und konsumorientierten Gesellschaft und dem Arbeitsmarkt vorgekaut werden, wird möglicherweise bald Alltag sein.
Die immer weiter fortschreitende Technik wird wohl ihr übriges dazu tun. Arbeitsbereiche, die sonst von Menschen ausgefüllt wurden, könnten bald komplett von KI’s und Maschinen übernommen werden. Auch der kreative Bereich. Und es ist gut möglich, dass diese Bots ihre Jobs effizienter, ausdauernder und perfekter machen werden als es je ein Mensch hätte tun können. Der Druck auf die Arbeitskraft Mensch wird somit immer größer, worauf wir unsere vorgebenen Ziele erfüllen müssen (!), um überhaupt noch Chancen in der “Gesellschaft” zu haben. Fehlertoleranz am besten so gering wie möglich, mit dem Gewissen im Hinterkopf, dass man jederzeit substituierbar ist.
Doch auch in unserem Privatleben werden wir uns immer mehr in die Abhängigkeit von Technik und Maschinen begeben.
Die Wegfindung zum Restaurant? Autofahren? Kochen? Wäsche waschen? usw.
All das wird wohl bald nicht mehr nötig sein, da es von robotischen Arbeitshelfern erledigt werden wird.
Klingt unrealistisch? Nicht unbedingt, wo wir doch heute schon in einer Gesellschaft leben, die das Internet, Clouds und Suchmaschinen als digitale Gedächtnisablage verwendet. Selbstständiges Erinnern ist eben nicht mehr so wichtig. Genauso wenig, wie es irgendwann vielleicht auch selbstständiges Handeln und Denken sein wird. Und dies führt dazu, dass die Massen in diesem Fall leicht kontrolliebar sein werden, was es autokratischen Systemen erleichtert Fuß zu fassen. Und möglicherweise würden die meisten es noch nicht einmal merken, da diese sich nach wie vor unter dem Deckmantel der Demokratie verkaufen würden.6. Dezember 2014 um 0:51 #1210498
ChrisKongTeilnehmerInteressantes Thema.
Das Problem an deiner Ausführung, es berücksichtigt den Faktor Mensch zu wenig. Weil eines, da kannst du Gift drauf nehmen, jede extreme Strömung erzeugt eine Gegenreaktion.
So denke ich, wird Religion im Westen eher wieder an Bedeutung gewinnen, gerade als Gegenpol zu den Radikalen anderer Glaubensrichtungen.Auch von einer Roboterherrschaft sind wir weit entfernt. Es macht sich schon im jetztigen Stadium sehr viel Ablehnung und Unmut breit und ohne Akzeptanz, oder gesellschaftliche Apathie, wird ein rigoroser Wandel kaum ein Thema sein.
Letzten Endes will am Abend das Essen auf dem Tisch sein, wenns nur noch Kriege geben würde, wer bestellt dann die Felder, macht die Musik und Filme, etc.
Durch eine Bedrohung von Aussen, wäre so ein Szenario denkbar. Aber der Mensch selbst strebt schon eine gewisse Harmonie an, nur steht er sich selbst dabei im Weg. Warum wohl gibts gerade in ärmeren Regionen Konflikte, in reicheren wenige bis gar keine?
Wenn man den Mensch an den Rand der Existenz drängt, dann wird er sich wehren.
Und genauso kannst du doch schon jetzt erkennen, dass es einen Gegentrend gibt, zu immer mehr Industrialisierung. Der Mensch will wieder wissen, woher sein Essen kommt. Ich kann dir sagen, das war vor Jahren überhaupt nicht der Fall.
Je mehr Lösungen da sind, desto unwahrscheinlicher werden Kriege und Konflikte von globalen Ausmassen, aber ausschliessen kann man sie nie wirklich. Was wenn Morgen Europa unbewohnbar wird? Wohin mit all den Menschen?
Aber auch da kann man nie genau sagen, wie der Mensch reagieren wird. So zeigt sich nach grossen Katastrophen auch viel Solidarität.
Meine Prognose, die Auf und Ab Bewegung bleibt, Krise, dann wieder Aufbruchstimmung, wie es schon immer war. Jede neue Technologie kann sowohl zum Guten, wie auch zum Schlechten eingesetzt werden.
6. Dezember 2014 um 7:01 #1210499
captain carotTeilnehmerUm die Sonne kreisend.
Bin kein Schwarzseher. Neben China wird Indien wirtschaftlich stärker. Beide werden E-Autos pushen. Die Geselschaft wird vllt. mal endlich den Umgang mit neuen Medien lernen. Umweltprobleme werden bleiben und der Klimawandel weiter eine große Rolle spielen.Kurzum wird es immer wieder Verschiebungen auf der Welt geben und doch bleibt irgendwo alles beim alten.
6. Dezember 2014 um 7:41 #1210500
LunaticTeilnehmerWürde mich wundern wenn die Erde bzw. der auf ihr lebende Mensch in 20-30 Jahren überhaupt noch existiert…
6. Dezember 2014 um 8:13 #1210501
ChrisKongTeilnehmercaptain carot wrote:Um die Sonne kreisend.
Erklär das mal den Fanboys, die sehen glaube ich eine XBox oder PS4 im Zentrum.
6. Dezember 2014 um 8:51 #1210502
LofwyrTeilnehmerDas lässt sich schnell beantworten. Die gleichen Idioten herrschen, die gleichen Deppen lassen sich beeinflussen und die Technik wird fortschrittlicher. Die letzten paar tausend Jahre hat sich die Menschheit nicht wirklich viel weiterentwickelt. Zumindest geistig. Warum sollte sich da was ändern?
Der Aufstand der Maschinen wird wohl erst später kommen. Und zwar genau dann wenn die erste echte KI YouTube Kommentare und Fanboy Posts liest.
Und die M! Games Website hat mal fertig geladen.
6. Dezember 2014 um 9:20 #1210503
RavingrabbidTeilnehmerJa, mit dem was du sagst hast du sicherlich recht, aber meine Ausführung gerät auch etwas dystopisch. Vermutlich, weil ich kurz vorher den neuen Terminator-Trailer gesehen habe xD
Einen dritten Weltkrieg halte ich auch nicht für unbedingt wahrscheinlich, obwohl ja zurzeit schon ziemlich viele Kriesenherde global am Brodeln sind.
Nordkorea scheint dabei auch kaum eine Bedrohung zu sein, scheint der Gischtzwerg Kim doch von der Bildfläche verschwunden und auch die Drohgebärden erinnerten eher an die Reaktionen eines überfressenen, trotzigen Kleinkindes.@carot
Indien wird aber auch sehr bald schon das bevölkerungsreichste Land der Erde sein, wobei sich die Standards in Hygenie und Gesundheit kaum ändern werden. Die Slums werden immer größer, die Seuchengefahr ebenfalls, Elend und Hunger werden zunehmen usw.
Mal sehen inwiefern die zunehmende Produktion an E-Autos dem Land wirtschaftlichen Aufschwung geben wird. Denn selbst, wenn die Produktionen auf Hochtouren laufen bedeutet das nicht automatisch Wohlstand. Für China gilt eigentlich das gleiche, nur ist da ein leichter Aufwärtstrend in Schen Wohlstand zu verzeichnen. Allerdings sind die auch nach wie vor die größten Umweltverpester.6. Dezember 2014 um 14:37 #1210504
ChrisKongTeilnehmer@Rabbid
Der Trailer zum neuen Terminator war nicht dystopisch, sondern idiotisch, du verwechselst da was. Da fällt mir grad Idiocrazy ein mit President Comacho.

Na so weit von der Realität entfernt ist auch diese Zukunft nicht.
))Hier mal eine nette Statistik zu den Bevölkerungszahlen, ist von 2013. Mal sehen, ob Indien China schon dieses Jahr überholt haben wird.
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1722/umfrage/bevoelkerungsreichste-laender-der-welt/
6. Dezember 2014 um 15:12 #1210505
captain carotTeilnehmerQuote:@carotIndien wird aber auch sehr bald schon das bevölkerungsreichste Land der Erde sein, wobei sich die Standards in Hygenie und Gesundheit kaum ändern werden. Die Slums werden immer größer, die Seuchengefahr ebenfalls, Elend und Hunger werden zunehmen usw.
Mal sehen inwiefern die zunehmende Produktion an E-Autos dem Land wirtschaftlichen Aufschwung geben wird. Denn selbst, wenn die Produktionen auf Hochtouren laufen bedeutet das nicht automatisch Wohlstand. Für China gilt eigentlich das gleiche, nur ist da ein leichter Aufwärtstrend in Schen Wohlstand zu verzeichnen. Allerdings sind die auch nach wie vor die größten Umweltverpester.Indien punktet mittlerweile enorm. Und arm, samt ‘Slums’ waren hier auch mal sehr viele. Damals galt Deutschland als Land für minderwertige Billigprodukte. Auch in England gab es Massenarmut und Slums. Insofern sollte man sich mal klar sein, dass i.d.R. von Aufschwung nach und nach immer mehr Menschen profitieren.
Auch Umweltverschmutzung war hier mal ein ganz großes Thema. Übrigens teilweise bis weit in die Achtziger hinein. Von all dem Industriedreck in der DDR ganz zu schweigen. Wenn man bedenkt, dass gerade China immer mehr gegen Umweltverschmutzung vorgeht, auch wenn man dort noch weit von mitteleuropäischem Niveau entfert ist, dann könnten die in zwanzig, dreißig Jahren einen enorm hohen Stand erreicht haben. Insofern seh ich effeltiv keinen Grund für reine Schwarzmalerei.Wie viel man an Hygienestandards und Ernährung auch mit einfachsten Mitteln ändern kann: Gab neulich entweder auf ARTE oder ZDF Neo eine interessante Doku in Bangladesh, übrigens von einer erfolgreichen Unternehmerin ins Leben gerufen, das bisher sehr erfolgreich ist. Beeindruckend, wie viel da mit einfachsten Mitteln machbar ist. Und das fing mit Dingen wie sicheren holzbefeuerten Öfen gegen Brandverletzungen, Brunnen für sauberes Wasser auch bei Überflutungen… an, ging über gesunde Ernährung und Hebammen zu Krankenschwestern Ausbildung bis zu einem Arztschiff.
Der Fehler liegt eher darin, immer eigene Standards als ultimativ anzulegen. DAS führt nur dazu, dass man blind gegenüber völlig anderen Ansätzen wird.Auch dass die Menschen dümmer werden glaube ich bei weitem nicht. Allerdings, dass wir noch lernen müssen, mit all den neuen Medien umzugehen. Stichwort Smartphoneauthisten.
6. Dezember 2014 um 17:29 #1210506
ChrisKongTeilnehmerDas mit den Smartphones sieht auf den ersten Blick schlimmer aus, als es ist. Klar ist es das Tool des 21. Jahrhunderts, aber wir sind weit davon entfernt, dass man sich nur noch digital trifft. Im Gegenteil, flexibler und schneller organisiert war man noch nie.
6. Dezember 2014 um 18:04 #1210507
captain carotTeilnehmerHab selber ein Smartphone, ist eher die Frage, wie man das nutzt. Sauer aufstoßen tun ja primär die Leute, die sich permanent mit dem Dingen beschäftigen.
6. Dezember 2014 um 18:37 #1210508
ChrisKongTeilnehmerIch kann gut von mir behaupten, dass ich es manchmal extra liegen lasse, wenn ich weggehe oder beschäftigt bin, zum Sklaven sollte man sich nicht machen lassen.
6. Dezember 2014 um 20:56 #1210509
RavingrabbidTeilnehmerBei meiner These, dass die Folgegenerationen in ihrer Selbstständigkeit aufgrund technischer Helferlein eingeschränkt sein werden, bleibe ich aber.
Klar sagt man nein, aber das auch nur weil man dabei vielleicht von sich selbst ausgeht.
Die kommenden Generationen, die von anfang an damit aufwachsen kennen das gar nicht anders und die werden auch wohl nivht so leicht darauf verzichten wollen wie wir. Die Entwicklung beobachte ich bei Teens ja heute schon. Da wird mal schnell das Smartphone gezückt, um 14 durch 2 zu rechnen oder um einfachste englische Vokabeln zu googlen.6. Dezember 2014 um 21:14 #1210510
ChrisKongTeilnehmerGenauso aber kann man sagen, dass andere Kompetenzen zunehmen.^^ Wissen ist verfügbar, 24h rund um die Uhr.
Die Menschen probieren vermehrt Dinge aus, anstatt nur einfach machen zu lassen. Beispiel Urban Gardening/Farming. Die heutige Generation tauscht sich aus übers Netz, gegenseitig Unterstützung geben ist schwer angesagt, Hilfeseiten im Trend.
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