Wie sich Militär und Unterhaltungsindustrie beeinflussen

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Spiele sowie kleine, nützliche Programme für Apples iPhone – die so genanten Apps – gibt es wie Sand am Meer. Doch wie weit die Einsatzmöglichkeiten moderner Technik reichen, zeigt die App Bullet Flight des US-amerikanischen Waffenherstellers Knight’s Armament Company. Mit Hilfe der vor einem knappen Jahr erschienenen Applikation können Soldaten Windrichtung und -geschwindigkeit sowie die Erdrotation einstellen und basierend auf diesen Daten ihr Zielfernrohr justieren. Laut Hersteller kommt die Anwendung bereits bei Scharfschützen der US-Armee in Afghanistan und im Irak zum Einsatz – Modern Warfare lässt grüßen!

Die Militärversion ist über iTunes verfügbar und kostet 23,99 Euro. Doch damit ist noch kein Ende in Sicht: Am 17. Dezember kündigte der US-Rüstungskonzern Raytheon eine Reihe weiterer militärischer Apps an, darunter ein Kompass, GPS sowie einen Beschleunigungsmesser und weitere taktische Finessen wie den One Force Tracker. Auf Basis von Satellitenbildern und Echtzeit-GPS würden damit Positionen von Personen und Fahrzeugen auf einer Karte markiert, berichtete die “New York Times”. Und wenn es trotz allem schief läuft, bleibt zumindest Guitar Hero für den Reha-Einsatz, wie wir an dieser Stelle berichteten.

Der britische “Guardian” erinnert daran, dass Raytheon die Unterhaltungsindustrie nicht zum ersten Mal als Vorbild für militärische Anwendungen benutzt: Demnach basieren die Steuerungsgeräte für unbemannte Überwachungsdrohnen in Krisengebieten auf dem Controller der Xbox 360. Dabei muss ich an Metal Gear Solid 4 denken, wo Protagonist Snake seinen Metal Gear Mk. II mittels Sixaxis-Pad manövriert. Auch die Projekte von Boston Dynamics und dem US-Rüstungskonzern DARPA sorgen bei Bekanntwerden für Furore – so ist Big Dog ein vierbeiniger Roboter, der unwegsames Gelände meistert – der erste reale Metal Gear? Doch die findigen Ingenieure setzen mit PETMAN noch eins drauf: Ein Roboter auf zwei Beinen, der selbst Stöße abfängt, ohne zu stürzen – sensationell!


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xisusx
13. Januar 2010 23:38

@Capitan CarotHast LEIDER recht! Der Grundgedanke von all dem von dir beschriebenem ist vermutlich der, das man sich selbst über denn anderen stellen möchte. Sich selber höher stellt, oder besser stellen. Einfach der Wunsch da ist mehr WERT zu sein als d

captain carot
13. Januar 2010 6:35

Rassenideologie, Nationalideologie, Religionsideologie, um mal drei Beispiele zu nennen.Und wie oft werden die hässlichen, dummen oder dicken gehänselt, gemobbt oder sonst as, weil sie nicht den allgemeinen Vorstellungen entsprechen?

xisusx
12. Januar 2010 23:13

Ideale= Ideologie= Ideotie@Capitan CarotMeist die SCHÖNEN führen irgentwennmal KRIEG gegen die HÄ?LICHEN? ???

captain carot
11. Januar 2010 14:34

@xisuex: Nein, am Schlimmsten ist die Idee von irgendwelchen Idealen. Idealer Glaube, ideale Rassenvorstellungen, Schönheitsideale…Na? Fällt was auf? Ideale sind sehr oft die Auslöser von Kriegen.

xisusx
11. Januar 2010 13:30

@capitan carot- Nein- die Schlimmste überhaupt!@Doom- Ja- Für Natur,Tier und Mensch wär andersRum besser.””Zitat”” würden damit Position von PERSONEN und Fahrzeugen auf einer Karte markiert”” und sowas soll für ALLE LEICHT ZUGÄNGLICH WERDEN??? Könnt ich euch

Digger Boomshot
9. Januar 2010 19:27

Man, das erinnert mich alles unangenehm an die Animatrix-Episode: “”Die zweite Renaissance””.Das hat alles mal ganz harmlos angefangen 😛

Dark Alucard
9. Januar 2010 14:11

Wuah, irgendwie sehr gruslig. Ich sehe schon ganze Roboterarmeen vor mir aufmarschieren die uns alle platt machen…

9. Januar 2010 0:03

Krieg ist scheisse, keine Frage…und doch:Nichts hat die Menschen, auf allen wissenschaftlichen Ebenen derart vorangebracht wie der Krieg. Wir wären heute hunderte, wenn nicht tausende von Jahren von dem Wissensstand entfernt, den wir heutzutage als selbstverständlich erachten, wenn wir nie Kriege geführt hätten.Ist das nicht ein Armutszeugnis???

captain carot
8. Januar 2010 20:34

Naja, der erste bewaffnete amerikanische Kampfroboter, so ein kleines Teil mit Kettenantrieb, wurde letztes Jahr wegen ständiger Probleme aus dem Verkehr gezogen. Die Lafette, auf die ein MG oder ein Granatwerfer installiert werden kann schwang im Einsatz wiederholt nach hinten auf die eigenen Truppen. ^^Hoffe für die Amis mal, das iPhone ist zuverlässiger. xDDavon abgesehen, Krieg im wahren Leben ist mehr als scheiße, eine der schlimmsten Erfindungen hoch entwickelter Säugetiere.

Xtremo
8. Januar 2010 17:16

[quote]krieg im realen leben is scheiße :-)[/quote]Darauf ein Amen!Technisch klingt das Ganze ja sehr toll, aber ein wenig erinnert mich das Ganze an Terminator 3, wo die Menschen total begeistert von der Technik sind und diese sich kurz darauf gegen sie richtet… na ob man sich hier nicht sein eigenes Grab schaufelt?

Svenni1992
8. Januar 2010 16:11

krieg im realen leben is scheiße 🙂

dmhvader
8. Januar 2010 16:06

Muuuhhh xD

chief wiggum
8. Januar 2010 13:52

[imgcomment image[/img]

NoLifeKing
8. Januar 2010 14:07

Gruslig…. aber irgendwie auch geil.Dann könn wir Roboter in den Krieg schicken und sie mit nem Xbox360 Pad steuern… sensationel.An dem Ding fehlen noch folgende Komponenten:- obendrauf ne Shotgun- links und rechts n Mini-MG- Minen zum hintenraus schmeißen- ausfahrbare Kettensäge :P- n Flammenwerfer- und ne Atomare Selbstzerstörung- und n besseres Aussehen[imgcomment image[/img]

SuperBrot007
8. Januar 2010 13:16

sensationell bis man mal derjenige ist, auf den das teil zu läuft und einen tötet!ich weiß auch nicht was ich davon halten soll…..aber so ist eben der technische fortschritt meist, aus den abfallprodukten des militärs kann auch oftmals was nützliches für die menschheit werden (internet, gps usw.)