BloodRayne: Betrayal – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Manche Lizenzen sind auf den ersten Blick extrem undankbar: Nehmen wir zum Beispiel BloodRayne: Die Reihe um die Halb­vampirin Rayne machte stets durch den Mix aus Nazis, Blut und blanken Brüsten denn durch spielerische Qualitäten von sich reden. Drei unterirdische Verfilmungen aus dem Gruselkabinett des Uwe Boll gaben ihr schließlich den Rest. Dem Entwickler WayForward gebührt also unser Respekt, dass er sich an dermaßen vorbelasteter Materie versucht – und großes Lob für die Tatsache, dass er der bleichen Heldin endlich ein gutes Spiel auf den knackigen Leib schneidert!

Bei Raynes Comeback blieben die Kalifornier ihren Stärken treu und inszenieren BloodRayne: Betrayal als dynamisches 2D-Actionspiel. Das wirkt auf den ersten Blick wie eine HD-Variante von diversen Castle­vanias, tatsächlich spielt sich der Download-Titel aber eher wie ein zweidimensionales Devil May Cry. Anstatt ein großes, zusammenhängendes Vampirschloss zu erforschen, schlagt Ihr Euch mit Unterarmklingen, Reißzähnen und Pistole durch lineare Levels. Oft dürft Ihr erst weiterziehen, wenn Ihr einen Bildschirm komplett von (mitunter nachwachsenden) ­Widersachern befreit habt.

Rayne beherrscht eine Menge Angriffsvariationen und greift vielfach auf ihre Vampirfähigkeiten zurück: Geht Eure Lebensenergie zur Neige, könnt Ihr menschliche Gegner anzapfen und Euch so regenerieren. Alternativ kostet Ihr nur einen kleinen Schluck und lasst Euer Opfer als wandelnde Bombe auf seine Kollegen los. Anfangs sind die Steuerung und Raynes geringe Griffreichweite gewöhnungsbedürftig, bald schnetzelt Ihr aber recht souverän durch die herrlich anzusehenden 2D-Szenarien.

Der Schwierigkeitsgrad ist von Beginn an knackig: Die Gegner agieren aggressiv und greifen häufig aus der Distanz an – nur wenn Ihr Raynes gesamtes Move-Repertoire einzusetzen wisst, habt Ihr eine Chance. Vor allem manche Plattform-Herausforderung wird Euch Nerven kosten: Denn im Spielverlauf zieht das Tempo ordentlich an und verlangt Euch perfekt getimte Präzisionssprünge ab. Den Schmerz des regelmäßigen Versagens lindert da die Freude ob der tollen Technik: Das Scrolling ist butterweich, die Steuerung reagiert prompt und sämtliche Sprites sind wunderschön handgezeichnet und geschmeidig animiert. Insbesondere ­Rayne gehört zu den elegantesten ­Figuren, die dieses Jahr über die Bildschirme hopsen.

Nur entfernt mit ”Castlevania” vergleichbare, toll aussehende und bockschwere 2D-Action.

Singleplayer80
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99Bullets – im Klassik-Test (DSi)

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Was erst wie ein Vertikal­shooter alter Schule wirkt, ist tatsächlich ein cleverer ­Puzzle-Action-Mix. Ihr sollt mit ­Eurem Roboter so viele Gegner wie möglich abschießen, müsst aber mit 99 Geschossen auskommen – und erwischt Euch ein Gegner, verliert Ihr wertvolle Munition.

Erfahrene Ballerfans wundern sich, doch bald erkennen sie, dass der wahre Reiz hier eher in kluger Planung als bei einem nervösen Feuerdaumen liegt.

Reizvoller Action-Puzzle-Mix, bei dem Ihr mit viel Grips auf Shoot’em-Up-Tour geht.

Singleplayer50
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Street Fighter III: 3rd Strike Online Edition – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Mit Street Fighter III 3rd Strike ­lieferte Capcom vor gut zehn Jahren den wohl komplexesten 2D-Prügler der ­Firmengeschichte ab. Die dritte Iteration von Street Fighter III erweiterte nicht nur das Kämpfer­feld um neue Gesichter und brachte Chun-Li zurück, auch die Balance und das Kampfsystem zeugten von beeindruckender Feinarbeit. Leider war damals das Interesse an 2D-Prüglern ziemlich erloschen, so dass 3rd Strike (Arcade, DC, PS2) trotz wunderbarer Animationen nicht an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen konnte. Trotzdem ist das Spiel gerade unter Beat’em-Up-Profis bis heute beliebt – und eben die dürften sich besonders über den Download-Release des Klassikers freuen; Einsteiger hingegen sind eventuell überfordert.

Denn viele der neuen Figuren spielen sich extrem komplex und müssen von Grund auf neu erlernt werden, faszinierende Elemente wie das spielentscheidende Parry-System könnt Ihr nur mit perfektem ­Timing gezielt einsetzen. Wer nicht schon eine Menge 3rd Strike-­Erfahrung mitbringt, kann sich auf einen längeren Lernprozess einstellen. Als Ausgleich ist das Spiel großzügig mit Wohltaten: Über so gut wie jede ­Eurer Aktionen wird Buch geführt – so kassiert Ihr regelmäßig Belohnungspunkte, mit denen Ihr Artworks und Konzeptzeichnungen freischaltet.

Schade nur, das Capcom nicht die bedeutend schöneren Backgrounds der beiden Vorgänger mit eingebaut und so ein umfassendes Street ­Fighter III-Paket geschnürt hat. Trotzdem: Erfahrene Prügler laden diese sehr gelungene Umsetzung sofort runter, schalten die meist albernen oder unnötigen Grafikfilter aus und freuen sich dank sauberer Programmierung auf motivierende, gut funktionierende Online-Duelle. Beschwert Euch aber nicht bei uns, wenn Ihr erst einmal kräftig auf die Nuss ­bekommt!

Der Beat’em-Up-Klassiker hat nichts an Qualität verloren und ist immer noch ein Fall für Könner.

Singleplayer85
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3D Classics: Xevious – im Klassik-Test (3DS)

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Wieso ­Xevious vielerorts immer noch als Spielhallen-Klassiker gehandelt wird, mag uns nicht einleuchten: Das dröge Vertikal-Shoot’em-Up war schon in den 1980er-Jahren langweilig und ging mit fadem Spielablauf und fieser Dudelmusik auf die Nerven.

Auf dem 3DS gibt es links und rechts des Schlachtfelds plastische Wolken als ’Einfassung’, der aufdringliche Tiefeneffekt strengt die Augen an. Xevious ist nur mit dicker rosa Brille genießbar, aber selbst dann viel zu teuer.

Extrem gealterter Shoot’em-Up-Oldie, der auch mit 3D-Effekten kaum noch Spaß macht.

Singleplayer30
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Aggelos 2 – im Test (PS5)

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Wertung

  • 2 große Karten
  • 13 Bosse

Rundum gelungenes 2D-Abenteuer im besten ”Wonder Boy”-Stil komplett mit spaßigen Mechaniken und stimmiger Präsentation.

Singleplayer85
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Luma Island – konkret terminiert

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Entwickler Feel Free Games kündigt an, dass Luma Island am 2. Dezember für PS5 und Xbox Series X erscheint und zeigt einen neuen Release Date Trailer dazu. In den Konsolenfassungen enthalten sind ein Koop-Modus für die zu vier Spieler und Cross-Platform-Unterstützung.

Luma Island war im September enthüllt worden (wir berichteten).

Captain America: Super Soldier – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Wertung

  • 19 Kapitel
  • 6 bis 8 Stunden Spieldauer
  • englische Original-Sprecher
  • gesammelte Objekte schalten neue Herausforderungen frei

Eigentlich spaßiges Action-Spiel, das aber durch leblose Figuren, ruckelige Grafik und arg simple Rätsel an Charme verliert.

Singleplayer65
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Fate/Extra Record – weiterer Charakter-Trailer

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Screenshot von Fate/Extra Record

Publisher Aniplex sowie die beiden Entwickler Meteorise und Type-Moon versorgen uns mit einem neuen Charakter-Trailer zu Fate/Extra Record. Darin stellt man die Shinji-Fraktion vor, welche aus Matou Shinji (gesprochen von Hiroshi Kamiya) und Shinji Matous Diener (gesprochen von Urara Takano) besteht.

Fate/Extra Record erscheint am 28. Januar 2027 für PS4, PS5, Switch und Switch 2.

Romancing SaGa 2: Revenge of the Seven – Millionenmarke geknackt

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Square Enix gibt bekannt, dass Romancing SaGa 2: Revenge of the Seven inzwischen die Millionenmarke geknackt hat. Hierbei sind verpackte und digitale Versionen des Rollenspiels berücksichtigt.

Romancing SaGa 2: Revenge of the Seven ist für alle aktuellen Systeme und den PC erhältlich.

RetroSpace – im Test (PS5)

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Wertung

+ verschachtelte Spielwelt
+ viele ineinandergreifende Mechaniken
+ originelles Klonfehler-Speichern

– ruckelt
– hakelige Schusswechsel
– nutzlose Karte

Unterhaltsamer Weltraum-­Horror im Retro-Look mit cleveren Einfällen, aber auch holpriger Technik.

Singleplayer70
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