Golden Axe
Im Juni 1989 hält Golden Axe Einzug in die Spielhallen. Inspieriert von Barbarenfilmen wie dem famosen “Conan” und dessen meist weit schwächeren Nachahmern treten drei Helden gegen den Bösewicht Death Adder an. Ax Battler in der knappen blauen Badehose ist dabei dem berühmt-berüchtigten Conan nachempfunden und Bikini-Amazone Tyris Flare erinnert an Red Sonja, während Axtzwerg Gilius Thunderhead eher an High-Fantasy Mark Tolkien erinnert. Gegner und Welt bedienen sich allerdings primär am Genre der Low- oder Heroic Fantasy: Die Welt wirkt urtümlich, die Gegnerdesigns kommen barbarenhaft rüber. Auch die schuppigen Reittiere lassen die Welt von Golden Axe sehr urtümlich wirken. Grafisch ist die Arcade-Fassung die schönste Inkarnation von Golden Axe.
Kurz darauf erscheint die Portierung für Mega Drive – die hält sich grafisch und spielerisch sehr eng an das Original, bietet aber mehr Umfang, der letzte Level und der finale Boss Death Bringer tauchen in der Automatenfassung nicht auf. Dafür bleiben besiegte Gegner nicht liegen, das Intro wurde gekürzt und es gibt ein paar weniger Schreie. Egal, gerade zu zwei sorgt Golden Axe damals wie heute für spaßige Prügel-Sessions.