Adventures of Mana – im Test (PSV)

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Das ist mal eine willkommene Überraschung: Nachdem Adventures of Mana seit ein paar Monaten in den diversen App- und PlayStores erhältlich ist, taucht das Remake des Game-Boy-Klassikers Mystic Quest (im Rest der Welt auch als Final Fantasy Adventure oder Seiken Densetsu bekannt) jetzt im PSN-Store für die PS Vita auf! Statt wie bei der ersten Neuauflage der ersten Mana-Episode (Sword of Mana auf dem Game Boy Advance) den Klassiker von 1991 komplett neu zu interpretieren, hält man sich hier fast sklavisch an das Game-Boy-Original: Spielablauf und Konzept entsprechen dem Vorbild quasi 1:1 und die neu eingespielte Musik könnt Ihr auf Wunsch durch die alten Chiptunes ersetzen. Lediglich an die bunte, aber nicht sonderlich detaillierte Smartphone-Grafik seid Ihr hier gebunden.

Als ehemaliger Gladiator flieht Ihr vor einem bösartigen Despoten und dessen Hofmagier. Schon nach kurzer Zeit trefft Ihr eine junge Frau, mit der Ihr Euch gemeinsam auf die Suche nach dem Mana-Baum macht. Im Vergleich zu modernen Fantasy-Abenteuern tritt die Handlung mehr in den Hintergrund und lässt Euch genügend Freiraum, die Welt zu erforschen und mit ständig neuen Gegenständen und Waffen herumzuspielen. Im Gegensatz zu den sehr ähnlichen Zelda-Spielen ist der Rollenspiel-Aspekt hier ausgeprägter: Besiegte Gegner hinterlassen nicht nur Geld und manchmal Gegenstände. Ihr verdient auch Erfahrungspunkte, levelt fröhlich auf und bei jedem Stufenanstieg wählt Ihr aus, welche Werte sich primär verbessern sollen. Interessant ist außerdem: Natürlich steuert Ihr die Vita-Fassung von Adventures of Mana klassisch mit Knöpfen und Analogstick/Steuerkreuz, allerdings könnt Ihr auch die Touch-Steuerung der Smartphone-Vorlage verwenden – wenn Ihr das denn wollt.

Thomas Nickel meint: Schon auf dem Smartphone hat mich dieses Remake gereizt – jetzt bin ich heilfroh, dass ich gewartet habe und Adventures of Mana auf der Vita mit einer vernünftigen Steuerung genießen kann. Klar ist natürlich eine Menge Nostalgie im Spiel: Schon als die ersten Noten des Titellieds erklingen, macht sich ein wohliges Gefühl breit. Und gerade all jene, die bereits das Original auf dem Game Boy kennen und schätzen, fühlen sich trotz der manchmal etwas kruden Mobile-Grafik sofort wie zu Hause. Allerdings mag sich das Abenteuer durch das einfache Kampfsystem und die knappen Dialoge gerade für moderne Spieler ab und an etwas altbacken und ziellos anfühlen: wilde Combos und Spezialattacken sowie von Erinnerungsfunktionen und Kartenmarkern zum nächsten Ziel gestoßen zu werden? All das gibt es hier (zum Glück) nicht.

Spielerisch nahezu exakte Neuauflage des Klassikers von 1991 – teilweise etwas sperrig, aber charmant.

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For Honor – Kensei, Raider und Warden im Trailer

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Ubisoft hat jetzt drei Trailer zu For Honor veröffentlicht, welche die Klassen Kensei, Raider und Warden näher vorstellen. Der Actiontitel erscheint am 14. Februar 2017 für PS4 und Xbox One.

Call of Duty: Infinite Warfare – Termin für die Multiplayer-Beta

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Activision gibt bekannt, dass die Multiplayer-Beta von Call of Duty: Infinite Warfare am 14. Oktober startet. Teilnehmen können zunächst alle Vorbesteller der PS4-Version des Ego-Shooters. Weitere Details dazu werden noch bekanntgegeben.

Call of Duty: Infinite Warfare erscheint dann bekanntlich am 4. November für PS4 und Xbox One.

World of Final Fantasy – Trailer von der PAX West 2016

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Oben seht Ihr einen kurzen Trailer zu World of Final Fantasy, der von der PAX West 2016 stammt. Das Rollenspiel erscheint hierzulande am 28. Oktober für PS4 und Vita.

Uncharted – Verfilmung wird nicht im kommenden Juni anlaufen

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Die Website Comingsoon.net berichtet, dass die Verfilmung von Uncharted nicht im kommenden Juni in den Kinos anlaufen wird. Demnach habe Sony den Streifen aus dem Release-Kalender gestrichen und bis dato nicht neu terminiert.

Ursprünglich sollte die Produktion der Uncharted-Verfilmung im vergangenen Jahr beginnen und im Juni 2016 anlaufen. Dann wurde diese jedoch um ein Jahr verschoben, bevor sie jetzt eben plötzlich ohne Termin dastand.

Call of Duty 4: Modern Warfare – neuer Multiplayer-Reveal-Trailer zur Remastered-Version

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Oben seht Ihr den neuen Multiplayer-Reveal-Trailer zur Remastered-Version von Call of Duty 4: Modern Warfare. Käufer der Call of Duty: Infinite Warfare Special Editions bekommen diese bekanntlich am 4. November gratis dazu geschenkt.

Außerdem gibt es eine weitere frohe Kunde: Es werden doch alle 16 alten Multiplayer-Maps mit dabei sein, wenn auch sechs davon erst im Laufe des Jahres als Update dazu kommen.

Neue Spiele der Woche: 5. bis 11. September 2016

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Jede Woche buhlen neue Videospiele um die Gunst der Käufer – in dieser Übersicht wollen wir Euch kompakt und komfortabel nach Systemen sortiert zeigen, was gerade neu in die Läden kommt und spätestens Freitags überall zu haben sein sollte.

Dabei gilt: Irrtümer und kurzfristige Verschiebungen lassen sich nicht ausschließen, wir bemühen uns aber, das Sortiment möglichst korrekt aufzulisten. Außerdem beschränken wir uns in der Regel (Ausnahmen kann’s also geben) auf die regulären Fassungen von neuen Spielen, die als physikalische Datenträger und offiziell hierzulande erhältlich sind.

Diese Woche erscheint…

…für PlayStation 4:

  • Assault Suit Leynos (Rising Star Games)
  • Lumo (Rising Star Games)
  • Touhou Genso Rondo Bullet Ballet (NIS America)

…für PlayStation Vita:

  • Lumo (Rising Star Games)

World Heroes – im Klassik-Test (SNES)

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Meinung & Wertung

Ingo Zaborowski meint: Wie oft Capcoms Megaseller schon kopiert wurde, läßt sich nicht mehr an den Händen abzählen. Leider gehört Sunsofts Prügel-Aufguß zu den durchschnittlichen Vertretern des Genres. Von der beeindruckenden Zeichentrick-Grafik des Neo-Geo-Originals ist kaum ein Pixel geblieben, auch die Musik wurde auf das Nötigste zusammengestutzt. Dafür stimmen die Animationen der Hauptdarsteller sowie das witzige Geschehen im Hintergrund. Den Street Fighter 2-Vorbildern können die World Heroes trotz großer Ähnlichkeit nicht das Wasser reichen. Wenig ausgereift ist die Steuerung, außerdem geht der taktische Aspekt im allgemeinen Tumult unter: Manchmal reicht es, wild herumzuspringen und blind auf den Widersacher einzuschlagen. Wer sich nichts sehnlicher wünscht als die Umsezung einer Neo-Geo-Prügelei, warten besser auf Art of Fighting.

Mißlungener Versuch, das aufwendige Automatenvorbild auf Heimformat zurechtzustutzen. Spielerisch nicht erwähnenswert.

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Akte BPjM – Moonstone

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Anfang der 1990er zeigte Mindscape mit Moonstone: A Hard Days Knight nicht nur, wie man Rollenspielelemente wie die Suche nach Ausrüstung, Erfahrungspunkte und NPCs mit Echtzeitkämpfen verbindet, sondern auch, wie man diese Gefechte möglichst blutig und detailliert darstellt. Ein klarer Fall für den Index.

Moonstone

Entwickler: Mindscape, USA
Hersteller: Mindscape
System: Amiga
Veröffentlichung: 1991
Indizierungstermin: 14. April 1992
Indizierte Versionen: Amiga
Index-Liste: A

Als einer von vier Rittern macht Ihr Euch auf, in einem Fantasyreich vier Schlüssel zu finden, welche den Weg zum legendären Mondstein freigeben. Dazu reist Ihr auf einer Übersichtskarte durch verschiedene Landesteile. Entweder besucht Ihr NPCs oder eine Stadt, um Ausrüstung zu kaufen oder beim Würfelspiel mitzumachen, oder Ihr trefft auf Monster oder andere Ritter und tretet in Barbarian-Manier gegen sie an. Besonders brutal dargestellt wird Euer eigener Tod, wenn Ihr im Kampf versagt. Mal werdet Ihr erhängt, mal erstickt oder verbrannt. Feinde mit Klingenwaffen trennen Euch den Kopf ab, der in hohem Bogen davonfliegt, während Blut im Puls-Rhythmus aus der Wunde pumpt.

»Beide Antragsteller verweisen […] auf die Ein- und Ausübung brutaler Kampfhandlungen, die den größten Teil der Spielhandlungen ausmache. Dabei seien Tötungs- und Verletzungsakte derart detailgetreu und blutig aufbereitet, dass das Spielprogramm in dieser Hinsicht einschlägige Software […] an Drastik und Exzessivität weitaus übertreffe.«       

Auszüge aus der Indizierungs­entscheidung Nr. 4300 (V) vom 14.04.1992

”Die sozialethische Desorientierung rührt hier insbesondere aus der Einübung des gezielten Tötens. Der Spieler ist […] gezwungen, zahlreiche Gegner auf grausamste Art und Weise zu ’zerstückeln’, da ihm sonst ein ähnlich blutrünstiges Ende bzw. der Abbruch des Spieles droht. Ein derartiges Vorgehen wird auf mehrfache Art und Weise belohnt.
(…)
Ein reaktionsschnelles, bedenkenloses Töten der Gegner wird dem Akteur folglich, durch das nicht beeinflussbare Programmschema, aufgezwungen. Möglichkeiten des Ausweichens oder ähnlich nonaggressiver Konfliktlösungen existieren nicht.
(…)
Da sich der Spieler im stetigen Kampf um das eigene Überleben befindet, wird er gefühlsmäßig intensiv in das Spielgeschehen einbezogen. […] [D]ie Wunden der eigenen Spielfigur werden derart drastisch und realistisch dargestellt, dass die erlittene Niederlage ungleich schwerer verkraftet werden kann. Die Art der Steuerung verlangt somit stetige Konzentration, schnelle und zuverlässige Reizaufnahme sowie mittelmäßige bis hohe Leistungen im Bereich der Feinmotorik. Eine kritische kognitive Bewertung des aggressiven Spielinhaltes ist dem Spieler aufgrund einer derart hohen, ununterbrochenen psychophysischen Beanspruchung nicht möglich.
(…)
Dabei sieht das Entscheidungsgremium die jugendgefährdende Wirkung […] nicht so sehr in der Möglichkeit, Heranwachsende könnten das Gespielte und im Spiel gefühlsmäßig intensiv Miterlebte in der alltäglichen Lebenswirklichkeit umsetzen. Die Jugendgefährdung ist […] darin zu sehen, dass der Spieler […] gezwungen ist, lebendige, teilweise menschliche Hindernisse reflexartig, nahezu instinktiv, auf grausame, menschenunwürdige Art und Weise auszuschalten. In diesem spielerischen Einüben des Tötens ist die Gefahr zu sehen, dass der Respekt vor dem Leben und der körperlichen Unversehrtheit […] herabgesetzt wird.”

Gegen die gewaltsamen und detailliert gezeigten Tode, die Euren Ritter in Moonstone ereilen, ist die Enthauptungsdarstellung in Barbarian ein Kindergeburtstag. Nach einem Gefecht gegen Sumpfmonster, Drachen oder einen der anderen Ritter zieren liter­weise Blut den Boden, während der Unterlegene mit Sicherheit gerade auf die ein oder andere Art verstümmelt wird. Klar dass die BPjM hier einschritt, um den Titel aus den Kaufhausregalen zu verbannen, auch weil die Fachpresse das Spiel positiv bewertete. Interessant ist, wie viel Bedeutung das Gremium der hohen Schwierigkeit des Spiels beimisst. Weil man sich ständig konzentrieren und die Angriffsarten der einzelnen Monster gut kennen muss, um keine Treffer zu kassieren, ist eine kritische Bewertung des Geschehens auf dem Bildschirm nicht möglich, schreibt die BPjM. Da stellt sich die Frage, ob die Beurteilung gnädiger ausgefallen wäre, wäre das Spiel leichter und Feinde beiläufig ausschaltbar. Natürlich würde dieser Umstand nicht den Hauptkritikpunkt des Gremiums schmälern: Da es keine alternativen ­Lösungswege gibt, ist der Spieler gezwungen, zu töten. Die Gefahr, dass er dadurch den Respekt vor dem Leben verliert, bleibt bestehen.

Moonstone, das man auch im Vierspieler-Hotseat-Modus spielen kann, beinhaltet übrigens im Hauptmenü eine Option, die Gewaltdarstellung abzuschalten. Auf diesen Punkt nimmt die Indizierungsentscheidung aber nicht Bezug. 

Du fragst Dich schon ewig, warum ein bestimmtes Spiel indiziert wurde? Dann schreib uns Deine Anregung an leserpost@maniac.de und wir gehen der Sache nach!

Fatal Fury Special – im Klassik-Test (Neo Geo)

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Meinung & Wertung

Ingo Zaborowski meint: Recycling nach dem Capcom-Schema: Statt Fatal Fury mit neuen Ideen, Kämpfern und Hintergründen aufzumotzen, modifiziert SNK das Spiel zu einer Art Champion Edition. Wer nicht erwarten kann, mit dem grobschlächtig animierten Fettwanst Axel Hawk über das Parkett zu gleiten, mag zugreifen – wer jedoch mit größeren Verbesserungen zum zweiten Teil gerechnet hat, wirft sein Geld aus dem Fenster. Die Designer haben’s nicht für nötig befunden, die mäßigen Bewegungsabläufe der Spielfiguren zu überarbeiten, auch die Spielbarkeit blieb unberührt. Im Kampf selbst seid Ihr zeitweise nicht auf geschicktes Handling des Steuerknüppels, sondern auf bedinungsloses Einprügeln auf den Feuerknopf angewiesen. Wollen wir hoffen, daß Super Fatal Fury 2 mehr zu bieten hat – und das kommt bestimmt…

“Fatal Fury”-Version der “Champion Edition”. Kein spielerischer Quantensprung zum zweiten Teil der Serie.

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