Guerrilla Games’ Action-Adventure bietet nicht nur einen Rollenspiel-Einschlag mit Erfahrungspunkten und Crafting, sondern auch die schönste Grafik seit Uncharted 4: A Thief’s End. Punkt. Die offene Welt, in der Menschen nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette stehen und in der abgefahrene Maschinenwesen ihrem Tagwerk nachgehen wie einst die Dinosaurier, ist Heimat unserer Heldin Aloy. Die kämpft mit Pfeil und Bogen, Energiestab und diversen Fallen gegen die tierhaften Roboter. Einerseits, um aus den Maschinen Rohstoffe zu gewinnen und andererseits, um das Geheimnis ihrer Welt zu lüften – denn einige der zwei-, vier- und mehrbeinigen Roboter verhalten sich äußerst aggressiv, und hinter der für sie sichtbaren und von den Ältesten ihres Stammes propagierten Realität, scheint sich etwas anderes zu verbergen. Was passierte mit den menschlichen Vorfahren? Wieso kam es zur Katastrophe? Diese Fragen konnten wir beim Probespiel der gamescom-Demo (entsprach der E3-Fassung) nicht klären. Allerdings durften wir ausgiebig die Spielmechaniken testen, kämpfen, rennen, einen mechanischen Büffel einfangen und zähmen, Ausrüstung craften und über die sagenhaft modellierte Welt staunen. Einiges erinnert dabei sogar an die Geschmeidigkeit eines Dark Souls: Aloy sprintet, rollt, zielt im Laufen zentimetergenau auf die verwundbaren Stellen der Maschinen – der Kampf gegen den super-aggressiven “Corruptor”, der Bäume niederreißt, Felsen nach uns wirft, wie eine Spinne in die Höhe schnellt und auf uns niederrauscht, ist hochspannend und hochspaßig zugleich. Die Kontrollen sind jetzt schon ausgereift, die Grafik ist bis auf wenige Draw-ins und Slowdowns poliert und die angedeutete, tiefer liegende Storyebene macht neugierig – hier kommt definitiv ein Blockbuster, exklusiv für die PlayStation 4 im 1. Quartal 2017.