| Spiel: | Pro Evolution Soccer 2016 |
| Publisher: | Konami |
| Developer: | Konami |
| Genre: | Sport |
| Getestet für: | PS4, XOne |
| Erhältlich für: | PS4, XOne |
| USK: | |
| Erschienen in: | 10 / 2015 |
Das neue PES ist ein launisches Wesen. Meistens begeistert es mit variablem Angriffsspiel, feinen Pässen, rabiaten Fouls und schickem Regen. Manchmal feuert Ihr aber auch aus Frust über zu zögerliche Verteidiger, kopflose Torwartaktionen und Pingpong-Fehlpass-Stafetten im eigenen Strafraum wütend das Pad in die Ecke.
Wichtig für das Spielgefühl ist wie schon im Vorjahr die Wahl des Teams. Die Elite mit Bayern, Madrid und Co. gibt sich keine Blöße. Die Abwehr-KI stellt Räume klüger zu als zuvor, Stürmer bieten sich an und laufen in Freiräume, bei der Annahme von Pässen und Flanken bewundert Ihr die neue Animationsvielfalt von Neymar, Müller und den anderen Topstars. Doch schon bei Mannschaften der mittleren 80er-Klasse wie Arsenal London geht Euch ab und zu der Hut hoch: Wenn die Defensive den Ball einfach nicht aus dem eigenen Strafraum bekommt oder bei der Stürmerverfolgung eine Denkpause einlegt bzw. der Torhüter ohne Euer Zutun aus seinem Hoheitsgebiet stürmt, schwillt der Kamm. Gott sei Dank ist das aber eher die Ausnahme als die Regel. Normalerweise erfreut Ihr Euch an effektiveren Tacklings in der Abwehr, spielt genauere Pässe und staunt über wuchtige Zweikämpfe, die endlich nicht mehr aus vorgefertigten Animationen bestehen. Im Vergleich dazu nimmt sich das schon sehr gute PES 2015 regelrecht hölzern aus. Für Stirnrunzeln sorgt einerseits der Schiedsrichter, der viel zu milde agiert und selbst bei brutalen Notbremsen höchstens Gelb zieht, andererseits der neue deutsche Sprecher. Marco Hagemann (kommentiert bei RTL die EM-Qualifikation) beerbt den zu FIFA abgewanderten Wolff Fuss, durfte aber kaum Neues einsprechen und was er sagt, ist emotionslos und oft schlicht falsch.
Abgesehen vom wieder gekachelten Hauptmenü gibt sich PES 2016 aufgeräumter als sein Vorgänger. In Meister-Liga und Werde zur Legende unterhält ein Newsfeed mit Spielerzitaten und Transferentwicklungen. PlayStation-Daddler freuen sich über die Möglichkeit, Embleme und Trikots via USB-Stick zu importieren und damit etwa die halb-offiziellen Teams aufzumöbeln.
Der Modus myClub wurde überarbeitet: Spieler verbessern durch Einsätze ihre Fähigkeiten und können trainiert werden. Außerdem gibt es mehr taktische Optionen und Trainerverträge verlängern sich beim Erfüllen gewisser Vorgaben automatisch das schont Euer GP-Konto.
Tobias Kujawa meint: Ich habe PES früher immer am PC gezockt. Dort gibt es eine fleißige Modder-Community, welche jedes Jahr mit Editier-Tools wenige Tage nach Release die komplette Bundesliga samt Teams, Trikots, Gesichtern und sogar Ansagen nachbildet und online zur Verfügung stellt. Dank der Bildimportierfunktion geht das ungefähr so jetzt auch auf meiner Konsole zwar nicht so mühelos, aber zumindest die englischen Teams werde ich mit neuen Hemden, Namen und Emblemen ausstatten. Wie es aussieht, werde ich nämlich viel Zeit mit PES 2016 verbringen. Das Angriffsspiel läuft schnell und variabel und in der Defensive habe ich mehr Zugriff als im letzten Jahr. Klar ärgern mich die gelegentlichen Aussetzer von Abwehr und Torwart sowie der deutsche Kommentar. Aber das kann ich verschmerzen.
Sascha Göddenhoff meint: An manchen Tagen hasse ich PES: Verteidiger führen statt eines angemessenen Tacklings einen Stepptanz auf und lassen Stürmer nahezu ungehindert einschieben. Den Ausgang mancher Zweikämpfe kann man anhand der Animationen voraussagen, mitunter spielen Kicker mit 80+-Werten Pässe wie in der Kreisliga. Doch es gibt mehr Tage, an denen ich PES 2016 liebe. Wenn Stürmer kunstvoll oder irgendwie gerade so den Ball ins Tor bringen, ein toller Steilpass die Verteidigung durchdringt und damit aus einem zuvor lahmen 0:0 noch einen verdienten Sieg macht. Dann sehe ich schöne Paraden der Torleute, variablen Spielaufbau und feine Dribblings. Immer schlecht sind die Schiedsrichter und der deutsche Kommentar in beiden Fällen wurde richtig geschlampt! Aber weil Spielablauf und Torraumszenen so variabel verlaufen, stecke ich auch in diesem Jahr wieder viel Zeit in myClub dessen neue Möglichkeiten gefallen mir nämlich sehr gut! Top ist der Editor, ein Flop die fehlende Berücksichtigung der Sommertransfers bis zum Release.
- deutsche Teams: Bayern, Wolfsburg, Gladbach, Nationalelf
- auf PS3 & PS4 Wappen und Trikots über USB-Stick importierbar
- manuelle Jubelanimationen
Im Vergleich zum Vorjahr wesentlich dynamischere und variablere Fußballsimulation, deren KI sich aber manchmal krasse Aussetzer erlaubt.
| Singleplayer | ![]() | 86 |
| Multiplayer | ![]() | |
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