Uncharted: The Nathan Drake Collection – im Test (PS4)

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Ende 2007 erfüllte sich für Sony ein Traum: Entwickler Naughty Dog erschuf mit Nathan Drake und dem Uncharted-Universum eine auf die älter werdende Mainstream-Zielgruppe ausgerichtete PlayStation-Marke, die mit jedem neuen Teil Millionen Spiele und Tausende Konsolen verkauft. Es gibt nur ein Problem dabei: die Wartezeiten zwischen den Episoden. Teil 4 ist für Mitte März 2016 auf PS4 geplant – satte 52 Monate nach dem letzten Heimkonsolen-Auftritt! Die finale Etappe dieser Durststrecke überbrückt Sony nun clever mit einer Collection, die alle drei PS3-Episoden (der PlayStation-Vita-Teil fehlt) in technisch massiv überarbeiteter Fassung bündelt – die perfekte Wegzehrung für die rasant wachsende PS4-Gemeinde?

Wer die Serie noch nicht kennt, hier ein Überblick: Nathan Drake, ein entfernter Nachfahre des berühmten Seefahrers Sir Francis Drake, jettet auf der Suche nach sagenumwobenen Schätzen um die Welt. Zusammen mit den beiden weiteren Hauptdarstellern (sowie diversen Nebenfiguren) Victor ”Sully” Sullivan (Nates Mentor) und der Reporterin Elena Fisher (wird Nates Freundin) jagt er nach dem Goldschatz von Eldorado (Teil 1), dem Cintamani-Stein (Teil 2) und der verlorenen Stadt Iram (Teil 3). Die Bandbreite der besuchten Lokalitäten ist dabei ebenso atemberaubend wie deren grafische Ausgestaltung: Ob verfallenes Schloss in Frankreich, Wüste in Saudi-Arabien, der Dschungel von Borneo, ein buddhistisches Kloster, die Unterwelt des Himalaya oder ein Basar in einer jemenitischen Stadt – die Schauplätze sind verschwenderisch gefüllt mit Details und verströmen durch die Bank Lebendigkeit. Wasserfälle rauschen und Bäche plätschern, Vögel flattern aufgeschreckt davon, Marktbesucher flanieren durch die Stände, Kinder spielen Ball und Verstecken, Gras wiegt sich im Wind, Topfpflanzen flattern im Luftzug von Helikopterrotoren und Steingebäude bersten unter Panzerbeschuss – kurzum: Die Uncharted-Serie zeichnet eine kurzweilige, glaubhafte Welt.

Unterstrichen wird dies durch Nates Animationen: Im Gegensatz zu vielen hüftsteifen Helden schlendert, joggt, taumelt, stolpert und rollt Euer Alter Ego, stützt sich mit den Händen an Hindernissen ab, schlägt nach Insekten, kratzt sich grübelnd am Kopf, schleppt sich erschöpft durch die Gegend usw. Seine ”Körper-Kunst” mag für den ein oder anderen sogar zu viel des Guten sein, bemerkenswert bleibt sie dennoch.

Schauwerte und aufwendig designte Örtlichkeiten zum Erforschen sind aber nur die eine Säule, die andere hört auf den Namen ”Action”. Das Fundament bildet hier die Deckungs-Shooter-Mechanik mit all ihren Kniffen – wie von Mauer zu Mauer hechten, Gegner von hinten über ein Objekt ziehen und ausknocken, (aus der Hüfte) blind oder via Zielkreuz (Waffe im Anschlag) feuern etc. Im Nahbereich gibt es per simplem Faustkampf (zwei Knöpfe) auf die Zwölf, mitunter wird auf Fahrzeugen gerangelt. Hinzu kommen Hüpf- und Kletterpassagen, entlang an bröckelnden Mauersimsen, per Seil über Abgründe und äffchengleich von Kronleuchter zu Kronleuchter – vollkommen unrealistisch, aber spaßig. Ein Highlight ist das Verhalten der KI-Feinde: Sie nutzen Deckungen clever, flankieren Euch und überraschen mit Frontalangriffen – die Feuergefechte gehören zu den spaßigsten und (auf höheren Schwierigkeitsstufen) forderndsten im Abenteuer-Genre.

Was Entwickler Naughty Dog – auch aus heutiger Sicht – exzellent gelingt, ist die Balance aus Action und Erkunden, aus Tempo auf- und wieder herausnehmen. Einen interaktiven Indiana-Jones-Film erleben, ohne Ladezeiten-Bremse und untermalt von erstklassiger Musik sowie hervorragenden Soundeffekten – es gibt definitiv schlechtere Freizeitbeschäftigungen!

Bluepoint Games hat bei der PS4-Portierung ganze Arbeit geleistet: 1080p-Auflösung, (fast immer) konstante 60 fps, aufgepeppte Texturen, aufwendigere Beleuchtung, über alle Teile hinweg konsistente Steuerung, neue Schwierigkeitsstufen, eine Speedrun-Option und ein Fotomodus hieven Uncharted 1 bis 3 gelungen in die Jetztzeit. Der fehlende Multiplayer-Part lässt sich verschmerzen.

Oliver Schultes meint: Erstaunlich, wie frisch sich die Uncharted-Teile nach dem Remastering anfühlen: Die Steuerung flutscht, die 1080p/60fps-Grafik glänzt, der Action/Erforschen-Mix motiviert und die überzogen-flapsige Indiana-Jones-Attitüde sorgt für gute Laune. Besonders krass ist der Unterschied damals/heute bei Teil 1, der aufgrund optimierter Technik (anno 2007 ruckelte und zerriss das Bild) und modernisierten Kontrollen (dank optimierter Framerate zielt es sich butterweich) am meisten profitiert. Wer genau hinsieht, entdeckt zwar die ein oder andere magere Textur oder gar eine unscharfe Hintergrundtapete (Bergpanorama in Teil 2, Dorf in Nepal), auch geht die Bildrate an einigen wenigen Stellen etwas in die Knie – unterm Strich bleibt aber eine kompetente PS4-Portierung, die sowohl Serien-Neulinge als auch -Kenner gelungen auf Teil 4 vorbereitet. Warum keine 90er-Wertung? Weil die Uncharted-Collection ”nur” unkomplizierten Schlauch-Shooter-Spaß bietet – anno 2015 ein Tick zu wenig.

  • die drei PS3-Teile aufgehübscht im Paket
  • jeweils nur Singleplayer-Part enthalten
  • neu: Fotomodus
  • alle Episoden technisch aufgepeppt und in puncto Steuerung einander angepasst

Vollversorgung für Abenteuer-Fans: technisch kompetent auf PS4 portiert, inhaltlich eine superbe Mischung aus Action und Erforschen.

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Star Wars Battlefront – Beta wird verlängert

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Frohe Kunde für Sternenkrieger, die sich in den letzten Tagen in der Galaxie herumgetrieben haben: Wie Electronic Arts im eigenen Star Wars-Blog verkündet, wird die Beta von Star Wars Battlefront auf PS4 und Xbox One etwas verlängert.

Ganz genau läuft die Online-Ballerei nun noch bis inklusve dem 13. Oktober (also morgigen Dienstag und damit einen Tag länger), um “einige extreme Szenarien” zu testen, was für Spieler u.a. dazu führen kann, dass sie aus Matches fliegen oder die Verbindung verlieren – aber besser jetzt als dann ab dem 17. November, oder?

Xbox One – Phil Spencer über Xbox-Kompatibilität, Kinect & mehr

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Im Rahmen eines Gamdes-Festival in Brazilien hat Xbox-Boss Phil Spencer ausführlich mit der dortigen Gizmodo-Niederlassung zu allen möglichen Themen rund um die Xbox One geplaudert. Da unsere Portugisisch-Kenntnisse sehr begrenzt sind, empfehlen wir Euch die Google-Übersetzung des Transkripts – oder Ihr lest einfach bequem unsere kompakte ZUsammenfassung der wichtigsten Infos:

  • Wenn er sich für seine Konsole eine Spiele-Marke der Konkurrenz aussuchen könnte, würde er Mario nehmen und davon insbesondere Mario Kart, weil dessen Online-Komponente ideal zu Xbox Live passen würde.
  • Microsoft hat keine Handheld-Pläne und schaut eher auf den Mobile-Markt, wo man gerade auch durch den Kauf von Minecraft schon gut dabei ist.
  • Für Kinect unterstützt man daran interessierte Entwickler weiterhin, Microsoft selbst hat aber keine Ankündigungen für Spiele dazu.
  • Eine “Slim”-Variante der Xbox One hält Spencer irgendwann für realistisch, aber noch länger nicht.
  • Die Xbox-360-Komaptibiliät für Xbox One ist seit etwa einem Jahr in der Entwicklung. Anfangs beschäftigte man sich lange mit fundamentalen Problemen wie der stark unterschiedlichen Hardware-Architektur der beiden Geräte, es dauerte rund acht Monate, bis machbare Mittel und Wege gefunden wurde. Im Januar oder Februar war die Realisierung soweit vorangeschritten, dass die Vorstellung auf der E3 möglich wurde.
  • Spencer würde weiterhin gerne auch Spiele der ersten Xbox-Konsole kompatibel machen (und Xbox-360-Spiele kompatibel für den PC), aber die Prioritätem liegen derzeit eben woanders und es gibt auch noch viele andere Wünsche der User, explizit nennt er dabei eigene Soundtracks

Neue Spiele der Woche: 12. bis 18. Oktober 2015

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Jede Woche buhlen neue Videospiele um die Gunst der Käufer – in dieser Übersicht wollen wir Euch kompakt und komfortabel nach Systemen sortiert zeigen, was gerade neu in die Läden kommt und spätestens Freitags überall zu haben sein sollte.

Dabei gilt: Irrtümer und kurzfristige Verschiebungen lassen sich nicht ausschließen, wir bemühen uns aber, das Sortiment möglichst korrekt aufzulisten. Außerdem beschränken wir uns in der Regel (Ausnahmen kann’s also geben) auf die regulären Fassungen von neuen Spielen, die als physikalische Datenträger und offiziell hierzulande erhältlich sind.

Diese Woche erscheint…

…für PlayStation 3:

  • Tales of Zestiria (Bandai-Namco)

…für PlayStation 4:

  • Back to the Future: 30th Anniversary Edition (Telltale Games)
  • Disgaea 5: Alliance of Vengeance (Kalypso)
  • Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe (Square Enix)
  • Tales of Zestiria (Bandai-Namco)
  • The Talos Principle (Bandai-Namco)
  • Wasteland 2: Director’s Cut (Deep Silver)

…für Xbox One:

  • Back to the Future: 30th Anniversary Edition (Telltale Games)
  • Wasteland 2: Director’s Cut (Deep Silver)

…PlayStation Vita:

  • Dungeon Travelers 2 (NIS America)

…Nintendo 3DS:

  • Dragon Ball Z: Extreme Butoden (Bandai-Namco)

Legend of Kay Anniversary – im Test (PS4)

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Wertung

  • nette, aber naive Spielwelt
  • spaßige deutsche Synchronisation
  • entspannter Schwierigkeitsgrad
  • für ein Spiel von 2005 kaum altbacken
  • kämpfen, rennen, hüpfen, Minispiele

Kann man auch 2015 noch gut spielen: sympathisches Katzenabenteuer mit flotten Fights und auch sonst viel zu tun – zum schlanken Preis.

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Battlefield: Hardline – ab 14. Oktober auch per EA Access spielbar

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VG247 berichtet, dass Battlefield: Hardline ab dem 14. Oktober, also nächsten Mittwoch, auch per EA Access gespielt werden kann. Der Abo-Dienst ist momentan nur per Xbox One nutzbar, soll aber irghendwann auch auf andere Plattformen ausgeweitet werden.

Andere EA-Access-Titel sind etwa Dragon Age: Inquisition, FIFA 15, Battlefield 4 oder Plants vs. Zombies Garden Warfare. Außerdem wird/wurde darüber mitunter früherer Zugang zu (seinerzeit) noch nicht veröffentlichten Vollversionen, wie zum Beispiel Need For Speed, Star Wars Battlefront und NBA Live 16 gewährt.

Xbox Game Store – neu am 9. Oktober 2015

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Xbox One:

  • Transformers: Devastation – 49,99 Euro

PlayStation Store – neu am 9. Oktober 2015

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PlayStation 4:

  • Grand Ages: Medieval – 59,99 Euro
  • Transformers: Devastation – 49,99 Euro

Shovel Knight – drei schlechte Nachrichten und eine Wiedergutmachung

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Per offizieller Website verkündete Yacht Club Games jetzt gleich drei schlechte Nachrichten zu Shovel Knight: Demnach wird dessen physische Version in Europa erst am 30. Oktober erscheinen, jedoch nicht für Xbox One und fünf Dollar mehr kosten (25 statt 20 Dollar, was uns allerdings wenig tangieren dürfte: zumindest bei Amazon stand seit Beginn an 25 Euro als Preis). Die Einstellung der Xbox-One-Fassung ist zwar noch nicht final, aber offenbar für die nächste Zeit definitiv.

Als kleine Wiedergutmachung für diese drei Schreckensnachrichten wird jeder physischen Verkaufsversion ein digitales Exemplar des Soundtracks beigelegt.

Beatbuddy: Tale of the Guardians – im Test (XOne/Wii U)

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Endlich ist Beatbuddy da angekommen, wo er hingehört: Der blaue Musikus aus dem Hamburger Entwicklerstudio Threaks durfte sich bisher nur auf PC (natürlicher Feind der Konsole) und Mobile-Geräten (natürlicher Feind der präzisen Kontrolle) herumtreiben, nun findet er aber auf Xbox One und Wii U eine passende Heimat.

Um drohendes Ungemach von der Welt abzuwenden, muss Beatbuddy durch eine kunterbunte Welt navigieren und dem schurkischen Prinz Maestro das Handwerk legen. Sechs Regionen durchquert Ihr auf der Reise, die allesamt mit ausgesprochen hübsch gezeichneten und farbenfrohen Umgebungen aufwarten, auch die Animationen von Freund und Feind gefallen mit ihrer Detailverliebtheit. Eigentlicher Star des Spiels ist aber der Soundtrack, der ein breites Elektronik-Spektrum mit Einflüssen von Swing über Chiptune sowie Oper und Märschen abdeckt und stets zum aktiven Mitgrooven einlädt. Dazu passt, dass sich die Klänge nahtlos ins Geschehen einfügen: Viele Feinde agieren im Takt zu einzelnen Musikinstrumenten, einigen größeren Brocken haut Ihr im passenden Rhythmus auf die Glocke, um sie auszuknocken. Durch diesen gelungenen Kniff wird die Reise, die Ihr mal schwimmend und mal mit einer etwas klapprigen Tauchkugel absolviert, ordentlich aufgewertet: Denn wenn man sehr kritisch sein will und die schicke Inszenierung beiseite lässt, ist Beatbuddy im Grunde ein gewöhnliches 2D-Abenteuer mit gelungenen, aber meist nicht sonderlich innovativen Geschicklichkeits- und Rätseleinlagen. Aber wie heißt es so schön: Der Ton macht die Musik beziehungsweise hier die Inszenierung das Spiel – und die überzeugt rundum.

Ulrich Steppberger meint: Beatbuddy mag spielerisch kein Ausbund an Originalität sein, aber das stört mich in diesem Fall wirklich nicht: Denn die schick gezeichnete Grafik mit ihrem farbenfrohen Design und vor allem der tolle Soundtrack samt der aktiven Einbindung ins Geschehen sorgt einfach für Spaß. So begleitet man den kleinen Star gerne auf seinem etwa fünf Stunden langen Abenteuer, das es geschickt versteht, hin und wieder frische Elemente einzustreuen. Auch die Rätsel sind gut gemacht, die Fahreinlagen eine sinnvolle Abwechslung und mit einem Analogstick steuert es sich einwandfrei – diese musikalische Reise macht Laune.

Kurzweiliges 2D-Abenteuer mit sehr feinem Soundtrack.

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