Taiko no Tatsujin V Version – im Test (PSV)

0
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Selbst zur Blütezeit der Musikspiele blieb die in Japan sehr populäre Taiko no Tatsujin-Serie fast gänzlich ihrer Heimat vorbehalten – nur ein Teil wagte sich anno 2004 als Taiko Drum Master für die PS2 in die USA. Nach Urzeiten erscheint nun mit der V Version für die Vita wieder eine Episode, die ohne Regionalsperre versehen ist und damit auch für neugierige Musikanten im Westen zugänglich ist – mehr oder weniger. Denn wer sich die Trommelei anschaut, erkennt im Handumdrehen, dass der Mainstream-Appeal außerhalb Japans eher minimal sein dürfte: Die schrill-farbenfrohe Optik knallt aufs Auge, die umfangreiche Songauswahl presst wuselige J-Pop- und Vocaloid-Tanzhymnen ins Ohr und selbst die Spielesoundtracks folgen weitgehend dem Muster: Außer Ace Combat und Ridge Racer (teils im Lounge-artigen Remix) kennt Ihr wohl kaum etwas. Vor allem aber sind Text und Sprache natürlich japanisch, was den interessanten Abenteuer-Modus mit z.B. flexibleren Aufgaben und Aufrüstoptionen großteils unzugänglich macht. Bleibt also vor allem das Basis-Spiel mit seiner simplen wie spaßigen Logik: Weil kein physisches Zubehör wie in der Spielhalle dabei ist, simulieren Knöpfe Fell und Rand einer Taiko-Trommel, die Ihr je nach Farbe und Größe vorbeiscrollender Symbole einzeln oder zusammen drückt. Das funktioniert gut, ist schnell kapiert und verlangt bei fordernden Songs jede Menge Geschick und Koordination.

Ulrich Steppberger meint: Auch mit schnöder Knopf-Steuerung macht das virtuelle Trommeln ordentlich Laune, sofern man die krawallig-poppigen Fernost-Klänge verkraftet. Aber die ganz große Begeisterung mag bei mir aus zwei Gründen nicht ausbrechen: Zum einen ist das Zwei-Tasten-Prinzip eben doch ziemlich schlicht (auch wenn höhere Schwierigkeitsstufen mächtig fordern), zum anderen bleibt die reizvollste Sache – der Abenteuer-Modus – durch die Sprachbarriere bedauerlicherweise nur sehr bedingt zugänglich.

  • mindestens 77 Songs
  • umfangreicher Abenteuer-Modus
  • viele Charaktermodifikationen möglich
  • unkomplizierte Steuerung

Sympathisch-schriller Trommelspaß mit viel flotter Musik, dessen interessantester Modus aber wegen der Sprachbarriere nur bedingt nutzbar ist.

Singleplayer71
Multiplayer
Grafik
Sound

Rhythm Tengoku: The Best Plus – im Test (3DS)

0
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Der Fuß wippt, der Kopf nickt, die Finger klopfen rhythmisch auf A, B und Steuerkreuz herum. Willkommen bei Rhythm Tengoku: The Best Plus, dem neuesten Ableger der optisch vollkommen abgedrehten und spielerisch herausfordernden Musikserie. Der Untertitel sagt es schon: Der 3DS-Titel ist eine Art ”Best of”, die meisten der Knopfdrück-Disziplinen kennen Fans schon aus dem ein oder anderen alten Serienteil. Zum ersten Mal werden die Mini-Herausforderungen von einer Story zusammengehalten, Japanisch-Unkundige klicken die bunten Bildchen und Textblasen einfach weg und gelangen unkompliziert zum nächsten Spielehäppchen. In denen ist der Ablauf immer gleich: In einer Proberunde lernt Ihr die einzelnen Komponenten eines Songs kennen und dürft üben, mit welchem Timing Ihr auf welche Taste drücken müsst. Wer zu oft daneben haut, bekommt auf dem unteren 3DS-Bildschirm ein Schema mit Pausen und dem richtigen Druckzeitpunkt angezeigt, normalerweise seht Ihr dort nur, ob Ihr zu früh, zu spät oder genau richtig klickt. Anschließend wendet Ihr das Erlernte in einem kurzen groovigen Musikstück an – viele davon werden Euch garantiert tagelang im Gehörgang hängen. Abseits des Story-Modus versucht Ihr Euch an der Perfect-Kampagne (in der Ihr immer richtig drücken müsst), kauft mit verdienten Münzen im Shop ein oder widmet Euch allein oder mit bis zu drei Freunden dem ”Challenge Train”, in dem es Minispiele gibt, die nicht in der Story vorkommen.

Tobias Kujawa meint: Auf Wii gehört Beat the Beat zu meinen Favoriten, der neue 3DS-Ableger merzt sogar noch einige Schwächen aus: Das Spiel sagt mir, was ich falsch mache und lässt mich auch weiterkommen, wenn ich (ausnahmsweise) mal nur eine durchschnittliche Leistung abliefere. Die Sprachbarriere ist kein Problem, das Spielprinzip erklärt sich von selbst. Schade, dass der 3DS eine Ländersperre hat – ohne japanisches Handheld könnt Ihr mit dem Modul deshalb nichts anfangen.

  • über 100 Rhythmus-Herausforderungen, etwa 70 stammen aus den Vorgängern
  • Story-Modus + Minispiel-Challenges für bis zu 4 Spieler

Ein Rhythmus, bei dem man mit muss: Auch Spieler ohne Japanisch-Kenntnisse grooven zum Takt der coolen Musik auf den Knöpfen herum.

Singleplayer80
Multiplayer
Grafik
Sound

Nintendo – Patentklage gegen das Unternehmen erstmals abgewiesen

3

VG247 vermeldet, dass jetzt zum ersten Mal überhaupt eine Patentklage gegen Nintendo abgewiesen wurde. Konkret hatte die Quintal Research Group geklagt, weil acht Nintendo-Plattformen (als Beispiele wurden hier 3DS, DS, DSi und Game Boy Advance genannt) angeblich ein Patent von ihnen verletzten.

Devon Pritchard, General Counsel und SVP of Business Affairs bei Nintendo of America, zeigte sich wenig überraschend erfreut über die Abweisung. Nintendo werde auch in Zukunft dafür kämpfen, dass Ihre Innovationen nicht von Patentklagen zunichte gemacht würden.

gamescom – Ubisoft-Aufgebot bekannt

2

Auch Ubisoft hat jetzt sein diesjähriges gamescom-Aufgebot bekanntgegeben. Folgende Spiele sind dabei:

  • Assassin’s Creed Syndicate
  • Rainbow Six Siege
  • The Division
  • For Honor
  • Anno 2205
  • Might and Magic Heroes 7
  • Just Dance 2016
  • Trackmania Turbo
  • Rabbids Virtual Reality Ride
  • The Crew (“Wild-Run”-Erweiterung)

Außerdem sind ein Cosplay-Contest, ein Just Dance World Cup und ein Showmatch mit Rainbow Six Siege geplant.

Japan-Charts vom 13. bis 19. Juli 2015

5

Diese Spiele haben sich in Japan vergangene Woche am besten verkauft::

  1. [3DS] Yo-kai Watch Busters: Red Cat Team / White Dog Squad (Nintendo, 07/11/15) – 220,998 (914,536)
  2. [PS4] Batman: Arkham Knight (Warner Bros., 07/16/15) – 48,802 (NEU)
  3. [Wii U] Yoshi’s Woolly World (Nintendo, 07/16/15) – 31,158 (NEU)
  4. [3DS] The Great Ace Attorney (Capcom, 07/09/15) – 23,917 (159,607)
  5. [Wii U] Splatoon (Nintendo, 05/28/15) – 22,557 (430,869)
  6. [3DS] Fire Emblem Fates: Birthright / Conquest (Nintendo, 06/25/15) – 18,499 (363,752)
  7. [3DS] Rhythm Heaven: The Best+ (Nintendo, 06/11/15) – 17,650 (343,493)
  8. [PSV] Taiko Drum Master: V Version (Bandai Namco, 07/09/15) – 12,581 (58,681)
  9. [PSV] Minecraft: PlayStation Vita Edition (SCE, 03/19/15) – 9,878 (253,306)
  10. [PS4] Godzilla (Bandai Namco, 07/16/15) – 7,729 (NEU)
  11. [Wii U] Mario Kart 8 (Nintendo, 05/29/14) – 6,995 (1,067,437)
  12. [3DS] Pokemon Omega Ruby / Alpha Sapphire (Pokemon, 11/21/14) – 5,357 (2,663,019)
  13. [3DS] Chou Tousouchuu Atsumare! Saikyou no Tousou Monotachi (Bandai Namco, 07/09/15) – 4,948 (18,520)
  14. [3DS] Animal Crossing: New Leaf (Nintendo, 11/08/12) – 4,740 (4,001,701)
  15. [PSV] I DOLL U (Idea Factory, 07/16/15) – 3,615 (NEU)
  16. [3DS] Dragon Ball Z: Extreme Butoden (Bandai Namco, 06/11/15) – 3,094 (113,181)
  17. [PS4] The Witcher 3: Wild Hunt (Spike Chunsoft, 05/21/15) – 2,919 (131,333)
  18. [3DS] Super Smash Bros. for Nintendo 3DS (Nintendo, 09/13/14) – 2,740 (2,259,067)
  19. [3DS] Girls Mode 3: Kira Kira Code (Nintendo, 04/16/15) – 2,714 (167,149)
  20. [PS4] Devil May Cry 4: Special Edition (Capcom, 06/18/15) – 2,445 (52,462)

Und diese Konsolen gingen über den Ladentisch:

  1. PS4 – 24,266 (15,779)
  2. New 3DS XL – 19,432 (21,069)
  3. PS Vita – 13,190 (13,632)
  4. Wii U – 11,028 (10,789)
  5. New 3DS – 5,437 (5,551)
  6. PS3 – 2,947 (2,979)
  7. 3DS – 1,376 (1,184)
  8. 3DS XL – 726 (899)
  9. PS Vita TV – 618 (613)
  10. Xbox One – 242 (149)

Rise of the Tomb Raider – Square Enix verrät PS4-Termin

61

Endlich ist es raus: Dass Rise of the Tomb Raider über kurz oder lang doch auch für die PS4 erscheinen würde, war bereits schnell klar, nachdem sich die zur letztjährigen gamescom angekündigte Xbox-Exklusivität als zeitlich begrenzt entpuppte – und jetzt wissen wir dank einer Pressemitteilung von Square Enix auch, wie lange es genau dauern wird.

Demnach haben Xbox-Abenteurer ein Jahr lang Lara Crofts Gunst konsolen-exklusiv, danach sind “Ende 2016” auch PS4-Besitzer dran – mutmaßlich relativ zeitnah zum 10. November 2016, denn genau da läuft das Zeitfenster ab.

Wer nicht solange warten will und eine Xbox-Aversion hat, für den bleibt noch eine andere, frühere Option: Die PC-Fassung “für Windows 10 und Steam” (heißt das also kein Windows 7/8 mehr?) erscheint schon Anfang 2016, allerdings wurde dafür kein exakter Termin genannt.

Paperbound – im Test (PS4)

0
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Schere, Bombe, Papier, die Fetzen fliegen hier: In Paperbound feuert Ihr explosives Tintenfass und Schneidewerkzeug auf bis zu drei Gegenspieler oder Ihr bratet ihnen im Nahkampf eins über. Außerdem springt Ihr nicht nur, sondern lasst Euch auf Tastendruck von der Decke gen Boden fallen oder schwebt in die umgekehrte Richtung. Gezielt wird mit dem rechten Stick, angreifen könnt Ihr auch im Flug – das macht die Runden äußerst schnell. Auf thematisch unterschiedlichen Karten fegt Ihr in den Modi ”Jeder gegen jeden” oder ”Team” über den Schirm, allerdings nur mit Couch-Kollegen. Überfordern Euch anfangs noch Steuerung und Tempo, habt Ihr bald den Dreh raus und damit auch Spaß – trotz mäßiger Grafik und flachem Sound.

Fetziger Mehrspieler-Rabatz, der etwas Eingewöhnung verlangt.

Singleplayer7
Multiplayer
Grafik
Sound

Rare Replay – Download kann bis zu 50 GB groß sein

48

Einer Listung im Xbox Store ist zu entnehmen, dass Ihr mindestens 11,26 GB auf der Festplatte Eurer Xbox One freihaben müsst, wenn Ihr Rare Replay installieren wollt. Dies umfasst alle Spiele, die vor der Xbox-360-Ära erschienen sind.

Sollten alle Titel heruntergeladen werden, müssen sogar 50 GB auf der Xbox-One-Platte zur Verfügung stehen, was Rare Replay zu einem echten Schwergewicht macht. Die Größe erklärt sich mit den in der Compilation vorhandenen Xbox-360-Titeln. Ob die bei der physischen Verison auf der Blu-ray dabei sind oder dann auch erst digital “nachgeholt” werden, ist noch nicht endgültig klar, aber angesichts obiger Größenangabe mutmaßen wir letzteres.

Rare Replay erscheint am 4. August exklusiv für Xbox One.

CEO von Square Enix: Neue Marke kann erst ab drei Teilen als Erfolg gewertet werden

29

Yosuke Matsuda, CEO bei Square Enix, hat jetzt in der Weekly Famitsu (später berichtete Kotaku davon) über die Etablierung neuer Marken gesprochen. Dabei vertrat er die Meinung, dass diese in der Regel erst ab dem dritten Teil als Erfolg bezeichnet könnten.

Oft sei laut Matsuda auch die Tendenz zu beobachten, dass bei den ersten beiden Serienteilen noch mit mehr Flexibilität und Experimentierwille gearbeitet werde. Erst beim dritten Ableger gelte die Marke dann als “erwachsen genug”, um deren Maßstäbe zu erweitern.

Man benötige folglich drei Teile, um zu beurteilen, ob eine neue Marke erfolgreich sei. Wenn dies auch dem dritten Teil gelinge, sei alles gut, so Matsuda.

Splatoon – im Test (Wii U)

127
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Ein Third-Person-Shooter mit USK-Freigabe ”ab 6 Jahren” – das kriegt nur Nintendo gebacken! Und das ist nicht schnippisch gemeint: Big N hat es geschafft, eine actiongeladene Schießerei zu entwickeln, die total harmlos und familienfreundlich ist. Schließlich ballert Ihr hier nur mit bunter Tinte – alienartige Gegner lösen sich in einen großen Schwall Farbe auf, anstatt den Boden mit Blut zu besudeln.

Splatoon wurde von Teilen des Animal Crossing-Teams entwickelt und setzt Euch ein gewöhnungsbedürftiges Charakterdesign vor. Die ”Inklings” getauften Wesen sind eine Mischung aus Mensch, Tintenfisch und Alien – und sehen etwas unleidig aus. Im Solo-Modus bekommt Ihr es mit comichaften Oktopusschurken zu tun eine stimmige Welt oder Hintergrundgeschichte baut Splatoon aber nicht auf. Trotzdem empfehlen wir Euch den Genuss des Solo-Parts, bevor Ihr Euch in die Online-Duelle stürzt – denn hier verinnerlicht Ihr die Bewegungsabläufe und stoßt obendrein auf spielmechanische Kniffe, die im Multiplayer-Modus gar nicht vorkommen.

Von einer blockig aufgebauten Oberwelt aus absolviert Ihr kurze Farbaction-Einsätze in voneinander getrennten, recht abstrakt gehaltenen Umgebungen: Ihr streift also weder durch eine richtige Spielwelt noch gibt es Bäume, Hügel, Höhlen oder Gebäude. Stattdessen streunt Euer Inkling über in der Luft schwebende Levelbauten, die ein wenig an Super Mario 3D World-Levels oder die DLC-Stages von Mirror’s Edge erinnern. Geballert wird auf knautschige Feinde (die schnell explodieren) und den Boden – denn sobald eine Fläche mit Eurer Farbe bekleckst ist, kann Euer Inkling darin eintauchen, herumhopsen und sich viel schneller bewegen. Zudem geht Ihr so vor Gegnern in Deckung – ein wirklich launiges und durchdachtes Konzept. Gewürzt werden die gut 30 Levels mit manch bunter Idee: Ihr baut aus Farbschwämmen Brücken, flüchtet vor feindlichen Farbduschen und liefert Euch mit Bossen schmierige Schlachten.

Der Mehrspieler-Modus ist rasch erklärt: Zwei Teams à vier Spieler treten in einer Arena gegeneinander an. Die Mannschaft, die nach drei Minuten mehr Levelfläche mit ihrer Farbe bestrichen hat, gewinnt. Feinde abzuballern bringt zwar Erfahrungspunkte und schwächt das gegnerische Team – für die Endabrechung spielen Kills jedoch keine Rolle.

Wer draufgeht, taucht am Startpunkt seines Teams wieder auf und kann per Touchscreen-Tipper (dort ist die Levelkarte zu sehen) direkt zu einem Kollegen hopsen – eine kluge Idee, die unüberlegt eingesetzt aber rasch zum erneuten Ableben führt.

Ihr nutzt eine Reihe von Farbklecks-MGs, verschiedenen Granaten, Sniper-Gewehren oder einen Farbroller – sicher die ungewöhnlichste Waffe (stark im Nahkampf). Gekauft werden die Ballermänner mit erspielten Erfahrungspunkten dasselbe gilt für Klamotten, die kleine Boni (mehr Speed, mehr Schaden, weniger Farbverbrauch etc.) mitbringen. Stichwort Farbverbrauch: Ihr könnt nicht ewig feuern – wer seinen Tank leergeballert hat, muss kurz in der eigenen Farbe abtauchen, um aufzutanken.

Zusätzlich zum beschriebenen Färbe-mehr-Fläche-ein-Modus gibt es für Online-Spieler ab Level 10 (den Ihr nach ca. fünf Stunden erreicht) die Variante ”Herrschaft” – hier müsst Ihr nach ”King of the Hill”-Manier ein kleines Gebiet einfärben und gegen Feinde verteidigen.

Wer offline Farbschlachten austragen will, der kann in den (dann zu weitläufigen) Arenen des Online-Modus 1-gegen-1-Duelle austragen: Einer daddelt per zweitem Controller am TV, der andere auf dem GamePad-Screen – gefeuert wird hier auf den Feind sowie auf farbige Ballons und der Sieger nach Punkten gekürt.

Thomas Nickel meint: Ich gebe zu: Normalerweise mache ich um Mehrspieler-Shooter einen großen Bogen. Militarismus ist mir ein Graus, Headshots und Kehlenschlitzer finde ich abstoßend. Vielleicht trifft Splatoon deswegen so meinen Nerv, könnte die Farbschlacht in Sachen Inszenierung und Tonfall doch kaum weiter vom Balleralltag entfernt sein. Zwar gibt sich das Game in Sachen spielerischer Freiheit und Optionen noch spartanisch, die vorhandenen Karten, Waffen und Modi sind aber durchdacht und hervorragend aufeinander abgestimmt. Die Tintenfisch-Mechanik macht riesigen Spaß, die treibende Musik finde ich super und grafisch gefällt nicht nur die blitzsaubere Bildrate, sondern auch der herrlich plastische Farbeffekt. Und im Gegensatz zu meinem Testerkollegen komme ich auch prima mit der Bewegungssteuerung zurecht.

Matthias Schmid meint: Coole Demo – wann kommt das vollständige Spiel? Dieses Fazit mag höhnisch klingen, fasst aber mein Splatoon-Erlebnis gut zusammen. Denn eigentlich wäre das Spiel klasse: Die Steuerung flutscht (das Zielen ist etwas ungenau, das passt aber zum Einfärbe-Spielziel), die Online-Matches sind rasant, der Nasse-Farbe-Effekt ist super und die deutsche Übersetzung neckisch. Auch die Ideen des Solo-Parts überzeugen – besonders das Abtauchen und Verstecken in Farbpfützen. Doch dieser Teil von Splatoon ist viel zu kurz, fühlt sich wie ein überlanges Tutorial aus dem Nintendo-Editor an. Viel schwerer wiegen aber die Versäumnisse im Online-Modus: Die Anzahl der Arenen (5!) ist ein Witz, zudem sind im Standardkampf stets nur zwei spielbar (welche, das wechselt alle paar Stunden) – wo bleibt da die Abwechslung? Auch die Warte-Lobby ist ein Graus: Hier kann ich keine Waffen ändern, keine Mitspieler anklicken, Chatten auch nicht. Nicht mal ins Menü darf ich zurück! Stattdessen speist man mich mit einem Pixel-Hüpfspielchen als Zeitvertreib ab, bis das Match startet – das passiert nämlich nur bei voller Spielerzahl. Außerdem: Warum darf ich nichts einstellen? Bots? Spielzeit? Teamgröße? Spielziel? Lieblingsfarbe? Karte? Nichts! Mir scheint,
Big N hat in den letzten zehn Jahren keinen Online-Shooter angerührt. Und der zweite Spielmodus (der erst ab Rang 10 verfügbar wird) ist dem Standardkampf zu ähnlich. Noch ein Wort zur dudeligen, immer gleichen Musik von Splatoon: Die hat in der Redaktion für wütende Reaktionen gesorgt. Oder wie Olli sagt: eines Nintendo-Spiels unwürdig!

  • Solo: 5 Welten mit 32 Levels
  • Multi zum Start: 5 Arenen, 2 Spielmodi
  • 1 gegen 1: 1 Spieler am TV, 1 am GamePad
  • Bewegungs- oder Doppelstick-Steuerung
  • kein Voicechat im Online-Modus

Spielerisch fetzige Multi­player-Farbschlacht mit großen Defiziten bei Umfang, Abwechslung und Bedien­komfort. Für Solisten nur nett.

Singleplayer69
Multiplayer
Grafik
Sound

Neueste Beiträge

Shift at Midnight – im Test (Xbox Series X)

Seite 1 In diesem Koop-Horrortitel trifft der Indie-Klassiker Papers, Please auf das Friendslop-Genre. Ihr arbeitet allein oder mit bis zu zwei Freunden als Kassierer in...

Peak – für PS5, XSX & Switch 2 vorgestellt

https://www.youtube.com/watch?v=OsO0Dpt9OPs Aggro Crab und Landfall haben Peak für PS5, Xbox Series X und Switch 2 in Aussicht gestellt. Das Gerücht einer bevorstehenden Ankündigung hatte schon...

Guns of Eschaton – konkret terminiert

https://www.youtube.com/watch?v=s0Oy3C-9bXE Publisher 4Divinity und Entwickler Esschatology Entertainment geben bekannt, dass Guns of Eschaton am 8. Dezember für PS5 und Xbox Series X erscheint. Ein neuer...
Cover Artwork Terminator 2D mit Redakteurs-Augen Montage

Tops & Flops – T-800!

  Der ultimative Wochenrückblick der Skynet-Redaktion - und was war das für eine Woche! Sebastian hat tatsächlich zum ersten Mal "The Terminator" gesehen! Und hier...
Screenshot zu Control Resonant

Control Resonant – erfreuliche Verkaufszahlen

Remedy hatte jetzt erfreuliche Neuigkeiten zu den Verkaufszahlen von Control Resonant. Demnach konnte man hier mittlerweile weltweit die Millionenmarke knacken. Control Resonant erschien am 24....