| Spiel: | The Binding of Isaac: Rebirth |
| Publisher: | Nicalis |
| Developer: | Edmund McMillan |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | PS4, PSV |
| Erhältlich für: | PS4, PSV |
| USK: | |
| Erschienen in: | 12 / 2014 |
Weil die Mutter des kleinen Isaac zu viel christliches Fernsehen sieht, glaubt sie, Gott habe ihr befohlen, ihren sündigen Sohn zu töten. Der versucht die Flucht durch den Keller dieser entpuppt sich bei jedem Neustart als zufällig generiertes Labyrinth im Stil klassischer Zelda-Spiele, gefüllt mit Monstern. Isaacs einzige Waffe sind seine Tränen, die er nach Twinstick-Manier in vier Richtungen vergießt. Unterwegs findet er Gegenstände, die sie stärker machen, das Schussmuster modifizieren und seine Energie erhöhen. Fünf Stockwerke mit dicken Bossen warten vor dem Showdown mit der durchgeknallten Mutter.
Grafisch ist bei The Binding of Isaac Minimalismus Trumpf, auch spielerisch wirkt das exzentrische Abenteuer simpel: Bis auf eine Schultertaste zum Ablegen von Bomben werden keine Knöpfe benötigt, ein Stick dient zum Laufen, einer zum Schießen. Mit Erklärungen hält sich das Spiel vornehm zurück und lässt Euch selbst herausfinden, was ein Gegenstand bewirkt. Der Zufall macht die Flucht manchmal kompliziert: Mal findet Ihr sehr früh einen extrem nützlichen Gegenstand, mal müsst Ihr lange suchen. Und auch wenn Ihr Euch gerade stark fühlt, wenn Ihr einen Raum mit vielen gefährlichen Gegnern betretet, kann es passieren, dass Eure Lebensenergie schnell dezimiert wird. Übermäßig schlimm ist das aber nicht, setzt The Binding of Isaac doch ohnehin auf mehrfaches Durchspielen Ihr kommt schnell voran, es gibt immer wieder Neues zu entdecken, und je nach Vorgehen erlebt Ihr einen anderen Ausgang der Geschichte.
Thomas Nickel meint: Die verstörende Thematik von Isaac hebt sich stark von der üblichen Spielekost ab, Grafik wie Spielablauf sieht man die Handschrift des Meat Boy-Mitschöpfers Ed McMillan an: ein exzentrischer Designer, mit dem NES aufgewachsen, einer Vorliebe für verstörende Monster und dem Bedürfnis, sich mit seinen Games auszudrücken. Spielerisch liegt ein Vergleich mit Zelda zwar nahe, doch der Fokus ist ein ganz anderer. Anfangs fühlt sich die Schuss-Mechanik nicht allzu gut an und die Steuerung wirkt nervös, doch bei jedem neuen Anlauf kommt Ihr besser mit Isaacs Eigenheiten zurecht. Schade nur, dass der Faktor Glück durch die zufällig aufgebauten Labyrinthe eine nicht unerhebliche Rolle spielt.
Thematisch starker, spielerisch interessanter, entfernter Zelda-Ahne.
| Singleplayer | ![]() | 8 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |















