Ist ein Spiel nur so gut wie sein Finale? Nicht unbedingt, aber ein gelungener Schluss ist auf jeden Fall eine feine Sache. Deshalb haben wir diesmal eine Aufzählung von Enden parat, die besonders viel Eindruck hinterlassen haben – dass es sich dabei um SPOILER handeln kann, sei zur Sicherheit nochmals vorab erwähnt…
Destiny – wöchentliches Duell gegen Entwickler ab morgen
Bungie gibt auf seiner offiziellen Homepage bekannt, dass es in Destiny von nun an einmal wöchentlich Duelle zwischen Entwicklern und Spielern geben wird. Der Gewinner kann ein spezielles Emblem erhalten.
Wer von Deutschland aus teilnehmen will, muss im Besitz der PS4-Version und ein Nachtschwärmer sein: Die Kämpfe finden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 4-5 Uhr statt.
M!-Interview: Kiki Wolfkill und Dan Ayoub von 343 Industries – Halo, Master Chief & Co.
In London hatte Ken auch die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Vertretern von 343 Industriers – und die wussten einiges zu erzählen:
M!: Mit der Master Chief Collection hattet Ihr die Chance die altbekannten Orte und Erfahrungen des Halo-Universums neu zu erleben und für die Xbox One aufzubereiten. Wie war das für Euch und was hat Euch dabei am meisten Spaß bereitet?
Dan Ayoub: Es war klasse. Jeder im Team hat ja eine gewisse persönliche Beziehung mit den Spielen – jeder seine eigenen Highlights. Die Sache bei der wir aber gleichermaßen begeistert waren, war natürlich der Halo 2 Anniversary-Multiplayer. Das schöne dabei war die Möglichkeit, zurückzugehen und die jeweiligen Erfahrungen so aufzubereiten, dass sie sich wie ein moderner Titel anfühlen und spielen lassen.
Kiki Wolfkill: (lacht) Mein persönliches Highlight war der Moment in dem Dan mir Halo 4 zeigte. Ich dachte mir “Halo 4 kann doch gar nicht besser aussehen! – und doch, als Dan es mir in 1080p und 60 Fps präsentierte, war ich sofort begeistert!
Dan: Mein Moment war der, in dem ich die rennovierte Multiplayer-Map Zanzibar das erste mal zu Gesicht bekam und darauf spielte: Dasselbe alte Spielgefühl wie in Halo 2 und dazu die neue Grafik plus der flüssigen Bildrate – das war mein Highlight!
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M!: Auf der Pax Prime 2014 habt Ihr erstmals über die neuen Soundeffekte und die neue Musik gesprochen. Könnt Ihr mir eventuell etwas zum Aufnahme-Prozess erzählen und wer dafür verantwortlich war?
Dan: Wir hatten damals schon Ähnliches mit der Anniversary Edition von Halo: Combat Evolved gemacht, aber dieses mal ermöglichte uns die Power of Xbox One noch einen drauf zu setzen: Wir haben mit dem Skywalker-Orchestradie Musik komplett neu aufgenommen – unter anderem in Dolby Surround und neben den Waffengeräuschen haben wir auch die Ambient-Klänge komplett neu aufgenommen und umgesetzt. In unserem Hauptfokus stand aber wirklich das neue Sounddesign der Waffengeräusche – der Klangunterschied ist nun wie der zwischen Tag und Nacht.
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Destiny – offizielle Zahlen zum kommerziellen Erfolg
Destiny hat sich nach offiziellen Angaben von Activision zur besten neuen Spiele-Franchise bisher gemausert. Konkret wurde verkündet, dass damit innerhalb von fünf Tagen 325 Millionen Dollar eingenommen wurden. Außerdem hätten innerhalb der ersten Woche 100 Millionen Spielstunden und 137 Millionen Aktivitäten stattgefunden.
Auch in Japan stellte sich der Titel als Verkaufsmotor für Sony-Plattformen heraus: So kam die PS4-Version dort auf 91.277 abgesetzte Einheiten, während von der PS3-Fassung 49.503 Einheiten verkauft wurden. Zusammengezählt schaffte man also 140.780 abgesetzte Spiele. Microsofts Konsolen gingen dagegen komplett leer aus, weil Destiny in Japan exklusiv für PlayStation-Systeme erhältlich ist.
Das gleiche Bild bietet sich in den japanischen Hardwarecharts, wo die PS4 einen Sprung von 7.299 verkauften Konsolen in der Vorwoche auf 23.623 Konsolen hinlegte.
Nintendo eShop – neu am 18. September 2014
Wii U:
- Chimpuzzle Pro – 1,99 Euro
- Darts Up – 2,49 Euro
- Life Force (NES) – 4,99 Euro
3DS:
- The Keep – 9,99 Euro
- Donkey Kong Original Edition (quasi NES) – 4,99 Euro
PlayStation Store – neu am 17. September 2014
Playstation 4:
- Anomaly 2 – 13,99 Euro
- KickBeat Special Edition – 9,99 Euro
PlayStation Vita:
- Jetpack Joyride Ultra Bundle – 3,99 Euro
- Murasaki Baby – 9,99 Euro
- Run Like Hell! – 3,99 Euro
M!-Online-Preview: Halo: The Master Chief Collection
Vor kurzem lockte uns Microsoft nach London, um uns die hauseigenen Herbst-Highlights anspielen zu lassen – Ken war für M! vor Ort und sammelte ausführliche Impressionen.
Die werden wir Euch nach Ablauf der jeweiligen Embargos exklusiv online präsentieren, und das im flotten “Spiegelstrich-Style”! Heute haben wir…
The Halo Channel:
- Setzt auf Interaktion und bietet de Möglichkeit das Halo-Universum außerhalb des Spiels weiter zu erkunden
- Interface schaut hammermäßig cool und flüssig aus
- Online Halo Wiki – IMDB-ähnlich für die neue Halo Serie und die MCC
- Alles was Ihr über den Halo Channel freischaltet, überträgt sich auch in Halo 5 – was auch immer das heißen mag
- Reward-System: Durchs Schauen und Spielen schaltet ihr Episoden der Nightfall Serie und auch die sog. Second Stories frei – alternative Videoclips (gezeigter war 16 min lang) zur Serie, die zB. andere Perspektiven des bisher Gesehenen zeigt.
Halo: The Master Chief Collection:
- Alte & neue Grafik + Audio
- Switching zwischen neu und alt funktioniert tatsächlich sofort auf Knopfdruck
- Neue Audio wurde zwar während der Präsentation gezeigt und erläutert aber während dem spielbaren Kampagnenabschnitt von Halo 2 – Anniversary konnte ich keine Unterschiede bei zB. den SMGs feststellen
- Minimale FR-Einbrüche beim gespielten Halo 2 – Anniversary bei neuer Grafik – 5+ Gegner & alle inkklusive Spieler schießen. (Aber wirklich nur ganz minimal, kaum merklich)
- Halo 3 & 4 kriegen zwar kein Anniversary Update, dafür aber wurden etliche andere Elemente überarbeitet: 1080p, 60 FPS, Lighting & Shaders (deutlich merklich bei Nebel & Lens Flares)
- Blur Studio hat zusammen mit Bungie die neuen Halo 2 Anniversary-Cinematics entwickelt -> Sieht Top aus; hat Blizzard-Niveau!
Halo 2 – Anniversary (Multiplayer):
- Die angespielten neuen Maps (Zanzibar, Lockout und Shrine) schauen grafisch Top aus (Sogar die Bodentexturen!)
- Die neuen Waffensounds klingen klasse (Energieschwert, Sniper-Rifle)
- Manchmal setzen die Waffengeräusche aus/werden leiser wenn es zum Soundbrei beim Online Spielen kommt
- Im Multiplayer kann nicht zwischen alter und neuer Grafik/Sounds gewechselt werden.
- Spielgefühl bleibt wirklich dem 2ten Halo-Multiplayer-Teil treu -> Eigenes Spielgefühl, taktischeres Vorgehen um andere Waffen rechtzeitig zu finden, sich günstig zu positionieren, etc.
Thomas Was Alone auch für Wii U und Xbox One?
VG247 vermeldet mit Berufung auf eine USK-Freigabe, dass Thomas Was Alone auch für Wii U und Xbox One erscheinen könnte. Zuvor war das Spiel bereits von den Curve Studios auf PS3 und Vita portiert worden.
Eine PS4-Version wurde zwar nicht erwähnt, dennoch wäre es verwunderlich, wenn der Titel nicht auch für Sony Heimkonsole erscheinen würde. Außerdem hatte sich Entwickler Mike Bithell in der Vergangenheit bereits positiv zur PS4 geäußert.
Super Smash Bros. Wii U – neues Indiz für November-Veröffentlichung
Inzwischen ist ein neues Indiz für eine Veröffentlichung von Super Smash Bros. Wii U am 21. November aufgetaucht. Demnach berichtet GoNintendo, dass Nintendo France diesen Termin auf seiner offiziellen Website nannte, ihn kurz darauf aber wieder entfernte.
Zuvor hatte bereits ein vermeintlicher britischer Videospielhändler mit Berufung auf Promo-Material dieses Datum bei Twitter gepostet (wir berichteten).
The Swapper – im Test (PS3/PS4/PSV)
| Spiel: | The Swapper |
| Publisher: | Curve Studios |
| Developer: | Facepalm Games |
| Genre: | Denken |
| Getestet für: | PS3, PS4, PSV |
| Erhältlich für: | PS3, PS4, PSV |
| USK: | |
| Erschienen in: | 9 / 2014 |
Eine verlassene Raumstation dient als Schauplatz für ein bemerkenswertes Rätsel-Abenteuer, das mit Bravour den Spagat schafft, an dem so manch anderer ambitionierter Titel scheitert. The Swapper erzählt im Sci-Fi-Rahmen eine tiefgründige Geschichte samt philosophischer Anklänge sowie moralischer Fragen (das Klonen von Menschen ist nur ein Aspekt) und bindet gleichzeitig eine anspruchsvolle wie einfallsreiche Spielmechanik ein, die Euch heftig ins Grübeln bringen wird.
Anfangs wisst Ihr nicht, wie Euch geschieht: Ihr werdet unfreiwillig per Rettungskapsel auf den nahe gelegenen Planeten befördert und findet dort den namensgebenden Swapper ein mächtiges Werkzeug, mit dem Ihr physische Kopien von Euch erzeugt und Euer Bewusstsein in diese versetzt. Mittels eines Teleporters kehrt Ihr zurück zur Station, deren Personal auf einmal verschollen scheint. Nur einer Person lauft Ihr über den Weg, die aber ein seltsames Gebaren an den Tag legt. Und dann sind da noch die Felsen, die mit Euch auf mysteriöse Weise kommunizieren, wenn Ihr sie passiert…
The Swapper wirft viele Fragen auf, die durch das Aufspüren von Protokollen oder Tagebüchern in elektronischen Terminals langsam beantwortet werden, aber auch neue Denkanstöße geben. Kombiniert mit den Felsen-Botschaften entfaltet sich so ein komplexes Handlungs- und Gedankengerüst, das jede Menge Potenzial zum Grübeln und Diskutieren etwa über das Konzept der menschlichen Seele birgt. Erfreulicherweise wird dabei aber nicht vergessen, den Handlungsbogen auch für weniger philosophisch veranlagte Zocker befriedigend abzuschließen.
Beinahe als Geniestreich zählt derweil, dass The Swapper zudem nicht vernachlässigt, auch spielerisch gehobene Kost zu bieten: Was Ihr auf dem Weg durch die Raumstation an Rätseln vorgesetzt bekommt, kann sich ohne Frage sehen lassen. Bei der Erkundung marschiert Ihr beinahe wie in einem Metroidvania durch düstere Umgebungen, die gänzlich ohne Gegner und damit auch ohne Kampfsituationen auskommen.
Dafür erwarten Euch immer wieder Stellen, an denen Ihr nur mit strategischem Einsatz des Swappers und einer gehörigen Portion Grips weiterkommt. Euer Raumfahrer darf nur ein Stückchen weit springen und nicht besonders tief fallen größere Weiten bzw. Höhen überwindet Ihr, indem Ihr einen Klon erstellt und dann in diesen wechselt.
Für kniffligere Rätsel lassen sich bis zu vier Ebenbilder materialisieren und kontrollieren, was allerdings einen Haken hat: Die Klone kopieren Eure Bewegungen. Um also z.B. mehrere Bodenschalter zu aktivieren, genügt es deshalb meist nicht, ein Alter Ego darauf zu platzieren, weil dieses natürlich ebenfalls wegläuft, sobald Ihr Euch in Richtung Ausgang aufmacht. Noch dazu sorgen weitere Einschränkungen für zunehmend komplexere Hindernisse: Oft leuchten verschiedenfarbige Strahler die Umgebung aus, die das Klonen, Teleportieren oder gleich beides verhindern. Zudem müsst Ihr eine direkte Sichtlinie zu dem Platz haben, wo ein Abbild von Euch entstehen soll. Immerhin verlangsamt sich die Zeit beim Klon-Vorgang, was die Koordinierung in kniffligen Situationen leichter machen kann.
Das alles mag beim Lesen kompliziert klingen, doch in der Praxis sind die Swapper-Funktionen schnell begriffen was jedoch nicht heißt, dass sich Lösungsideen leicht umsetzen lassen. Habt Ihr aber erst mal den Dreh gefunden, wie ein auf den ersten Blick nicht zu entschlüsselndes Rätsel geknackt werden kann, ist das Erfolgsgefühl umso größer.
Zum großartigen Zusammenspiel zwischen Story und Spielverlauf gesellt sich eine sehens- und hörenswerte Inszenierung: Für die Umgebungs- und Charaktergrafiken haben die Entwickler alles aus echten Gegenständen handgefertigt und digital nachbearbeitet. Das beschert The Swapper einen coolen Look, der zudem von der gekonnt düsteren Beleuchtung profitiert. Auch die Soundkulisse mit dem klugen Einsatz von karg-sphärischen Synthie- und Pianoklängen trägt viel dazu bei, eine fremdartige Atmosphäre aufzubauen.
Ulrich Steppberger meint: Bei einem Videospiel ist es mir immer noch wichtig, dass der Aspekt Spiel stimmt und nicht zu sehr hinter der Geschichte zurückstecken muss. Ähnlich wie dem Indie-Urvater Braid gelingt es The Swapper meisterlich, in beiden Aspekten auf hohem Niveau zu punkten. Die Knobeleien sind ebenso fordernd wie befriedigend, auch wenn ich mir manchmal etwas weniger Pedanterie bei der Platzierung der Klone gewünscht hätte: Wenn man eine Aufgabe wiederholt neu starten muss, weil man sich um wenige Pixel vertan hat, kann das doch mal nerven. Meistens klappt aber alles wie am Schnürchen (so einem die Lösung klar wird) und die tolle Aufmachung wie auch die motivierend in Häppchen verabreichte Enthüllung der Story haben mich bis zum Ende gefesselt. Schade nur, dass es danach bis auf die Trophäenjagd keine Wiederspiel-Motivation gibt.
Forderende und reizvolle Sci-Fi-Abenteuerknoblei mit intelligentem Konzept.
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