Microsoft ist es auch im Juli nicht gelungen, in den USA das Ruder rumzureißen: Auch im vergangenen Monat hatte also die PS4 die Nase vorne. Das belegen die aktuellen NPD-Zahlen, welche etwa bei VG247 nachgelesen werden können. Exakte Summen werden dabeinicht genannt, aber Sony sprach unlängst offiziell von zehn Millionen verkauften PS4-Konsolen weltweit, während Microsoft fünf Millionen verschifften Xbox-One-Einheiten (allerdings zum Stand April) angab.
Hervorzuheben wäre in jedem Fall, dass Sony jetzt auch in Kombination mit dem zurückliegenden Modell, also der PS3, in den USA die Führung vor Xbox 360 und Xbox One übernahm. Bedenkt man die starke Marktposition der Xbox 360 in Nordamerika, ist dies eine deutliche Ansage. Allerdings muss auch betont werden, dass die PS4 in rund 100 Gebieten erhältlich ist, während die Xbox One bisher nur auf knapp über ein Dutzend kommt.
Generell verdoppelten sich laut den NPD-Zahlen die Hardwareabsätze im Vergleich zum Juli 2013, was angesichts des Generationenwechsels jedoch keine Überraschung sein dürfte. Interessanter ist da schon, dass man im Vergleich zur selben Lebensspanne von PS3 und Xbox 360 um 80 Prozent vorne liegt. Das Konsolenupgrade diesmal geht also schneller vonstatten als damals.
Und Nintendo? Da war man kurzsilbig: Wii U legt zu, 3DS verkauft sich wunderbar.
An der Softwarefront war die Sony-Dominanz noch deutlicher zu erkennen, wobei hier traditionell nur die klassischen Händlerverkäufe berücksichtigt wurden und Second-Hand-Absätze und Digitalvertrieb keine Erwähnung fanden. Aber seht einfach mal selbst:
- The Last of Us (PS3, PS4)
- Minecraft (PS3, Xbox 360)
- FIFA 14 (PS3, PS4, Vita, Xbox 360, Xbox One)
- Watch Dogs (PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One)
- Mario Kart 8 (Wii U)
- Call of Duty: Ghosts (PC, PS3, PS4, Wii U, Xbox 360, Xbox One)
- Grand Theft Auto V (PS3, Xbox 360)
- Sniper Elite III (PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One)
- NBA 2K14 (PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One)
- Lego Marvel Super Heroes (3DS, DS, PC, PS3, PS4, Vita, Wii U, Xbox 360, Xbox One)
Bemerkenswert ist hier, dass mit The Last of Us in der PS3- und PS4-Version ein Exklusivtitel an der Spitze liegt und sämtliche Multiformatentwicklungen auf die Plätze verweist – eine Seltenheit im Reich der Videospiele. Generell wurde von Sony gesagt, dass PS4-Software “in auffallendem Maße” (by a considerable margin) vor der Xbox One liege.
Abschließend noch ein paar Übersichtszahlen:
Die Einnahmen stiegen im Jahresvergleich um 16 Prozent von 443,1 auf 514,3 Millionen Dollar, die Hardwareumsätze gar, wie oben angedeutet, um 100 Prozent auf 198,8 Millionen Dollar. Im Softwaresektor wurden mit 178,2 Millionen Dollar zwar 15 Prozent weniger ausgegeben, was aber angesichts abnehmender Last-Gen- und weniger Next-Gen-Veröffentlichungen keine Überraschung war.