gamescom 2014 – Besucherrekord verfehlt

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Die offiziellen Besucherzahlen der gamescom 2014 sind da – und sie fallen gemischt aus. Denn nachdem die vergangenen Jahre stets neue Rekorde aufgestellt wurden und insbesondere letztes Jahr ein massiver Sprung nach oben gelang, gab es diesmal einen leichten Rückgang: “Nur” 335.000 Besucher wurden verzeichnet, das sind 5.000 weniger als noch 2013.

Da zudem bei den Fachbesuchern diesmal 31.500 statt zuvor 29.600 gezählt wurden, haben also vor allem “normale” Spieler auf die Messe verzichtet – voll genug war’s allerdings ohne Zweifel trotzdem noch, auch wenn die Messe behauptet, dass “dank deutlich verkürzter Wartezeiten an den Spielstationen” (…) die Aufenthaltsqualität für die Besucher” besser geworden wäre.

So oder so, nächstes Jahr geht’s weiter – dann vom 5. bis 9. August 2014.

USA: PS4 auch im Juli vorne

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Microsoft ist es auch im Juli nicht gelungen, in den USA das Ruder rumzureißen: Auch im vergangenen Monat hatte also die PS4 die Nase vorne. Das belegen die aktuellen NPD-Zahlen, welche etwa bei VG247 nachgelesen werden können. Exakte Summen werden dabeinicht genannt, aber Sony sprach unlängst offiziell von zehn Millionen verkauften PS4-Konsolen weltweit, während Microsoft  fünf Millionen verschifften Xbox-One-Einheiten (allerdings zum Stand April) angab.

Hervorzuheben wäre in jedem Fall, dass Sony jetzt auch in Kombination mit dem zurückliegenden Modell, also der PS3, in den USA die Führung vor Xbox 360 und Xbox One übernahm. Bedenkt man die starke Marktposition der Xbox 360 in Nordamerika, ist dies eine deutliche Ansage. Allerdings muss auch betont werden, dass die PS4 in rund 100 Gebieten erhältlich ist, während die Xbox One bisher nur auf knapp über ein Dutzend kommt.

Generell verdoppelten sich laut den NPD-Zahlen die Hardwareabsätze im Vergleich zum Juli 2013, was angesichts des Generationenwechsels jedoch keine Überraschung sein dürfte. Interessanter ist da schon, dass man im Vergleich zur selben Lebensspanne von PS3 und Xbox 360 um 80 Prozent vorne liegt. Das Konsolenupgrade diesmal geht also schneller vonstatten als damals.

Und Nintendo? Da war man kurzsilbig: Wii U legt zu, 3DS verkauft sich wunderbar.

An der Softwarefront war die Sony-Dominanz noch deutlicher zu erkennen, wobei hier traditionell nur die klassischen Händlerverkäufe berücksichtigt wurden und Second-Hand-Absätze und Digitalvertrieb keine Erwähnung fanden. Aber seht einfach mal selbst:

  1. The Last of Us (PS3, PS4)
  2. Minecraft (PS3, Xbox 360)
  3. FIFA 14 (PS3, PS4, Vita, Xbox 360, Xbox One)
  4. Watch Dogs (PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One)
  5. Mario Kart 8 (Wii U)
  6. Call of Duty: Ghosts (PC, PS3, PS4, Wii U, Xbox 360, Xbox One)
  7. Grand Theft Auto V (PS3, Xbox 360)
  8. Sniper Elite III (PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One)
  9. NBA 2K14 (PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One)
  10. Lego Marvel Super Heroes (3DS, DS, PC, PS3, PS4, Vita, Wii U, Xbox 360, Xbox One)

Bemerkenswert ist hier, dass mit The Last of Us in der PS3- und PS4-Version ein Exklusivtitel an der Spitze liegt und sämtliche Multiformatentwicklungen auf die Plätze verweist – eine Seltenheit im Reich der Videospiele. Generell wurde von Sony gesagt, dass PS4-Software “in auffallendem Maße” (“by a considerable margin”) vor der Xbox One liege.

Abschließend noch ein paar Übersichtszahlen:

Die Einnahmen stiegen im Jahresvergleich um 16 Prozent von 443,1 auf 514,3 Millionen Dollar, die Hardwareumsätze gar, wie oben angedeutet, um 100 Prozent auf 198,8 Millionen Dollar. Im Softwaresektor wurden mit 178,2 Millionen Dollar zwar 15 Prozent weniger ausgegeben, was aber angesichts abnehmender Last-Gen- und weniger Next-Gen-Veröffentlichungen keine Überraschung war.

gamescom awards 2014 – das sind die Gewinner

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Ohne große Worte – die Gewinner der gamescom awards 2014:

  • best of gamescom award: Evolve (Take-Two Interactive GmbH/2K)
  • most wanted consumer award: Super Smash Bros. (Nintendo of Europe GmbH)
  • Best Console Game Sony PlayStation: The Evil Within (Bethesda Softworks/ZeniMax Germany GmbH)
  • Best Console Game Microsoft Xbox: Evolve (Take-Two Interactive GmbH/2K)
  • Best Console Game Nintendo Wii: Splatoon (Nintendo of Europe GmbH)
  • Best Role Playing Game: Risen 3 (Deep Silver / Koch Media GmbH)
  • Best Action Game: Evolve (Take-Two Interactive GmbH/2K)
  • Best Simulation Game: Theatrhythm Final Fantasy Curtain Call (Square Enix GmbH)
  • Best Sports Game: PES 2015 (Konami Digital Entertainment B.V.)
  • Best Family Game: LittleBigPlanet 3 (Sony Computer Entertainment Deutschland GmbH)
  • Best PC Game: Evolve (Take-Two Interactive GmbH/2K)
  • Best Mobile Game: Super Smash Bros. für 3DS (Nintendo of Europe GmbH)
  • Best Social / Casual / Online Game: LittleBigPlanet 3 (Sony Computer Entertainment Deutschland GmbH)
  • Best Online Multiplayer Game: Evolve (Take-Two Interactive GmbH/2K)
  • Best Hardware (incl. Peripheral): Oculus Rift DK2 (Oculus VR)

Okay, doch noch ein paar Worte: Etwas kurios finden wir, dass mit Evolve ein eigentlich nicht ganz so massentauglicher Titel besonders viele Kategorien abräumt (aber dann bei der PS4 nicht ebenfalls gewinnt). Und dass Thearhythm als Simulation gewertet wird, könnte kaum noch absurder sein…

The Last Guardian – wohl auch auf der TGS nicht zu sehen

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Nach dem erneuten Fernbleiben des lang ersehnten Titels The Last Guardian auf der gamescom hat Eurogamer.net den Präsidenten der Sony Worldwide Studios, Shuhei Yoshida, zum Status des Spiels befragt. Auf die Frage, ob es auf der Tokyo Game Show gezeigt werden würde, antwortete Yoshida: „Ich denke nicht, tut mir leid.“ Die Entwicklung mache dennoch gute Fortschritte und man freue sich auf den Moment, an dem man den Titel präsentieren könne.

Yoshida bezeichnete die frühe Ankündigung von The Last Guardian als Fehler. Das Spiel sei seitdem komplett neu programmiert worden und man arbeite immer noch daran.

Neue Spiele der Woche: 18. bis 24. August 2014

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Jede Woche buhlen neue Videospiele um die Gunst der Käufer – in dieser Übersicht wollen wir Euch kompakt und komfortabel nach Systemen sortiert zeigen, was gerade neu in die Läden kommt und spätestens Freitags überall zu haben sein sollte.

Dabei gilt: Irrtümer und kurzfristige Verschiebungen lassen sich nicht ausschließen, wir bemühen uns aber, das Sortiment möglichst korrekt aufzulisten. Außerdem beschränken wir uns in der Regel (Ausnahmen kann’s also geben) auf die regulären Fassungen von neuen Spielen, die als physikalische Datenträger und offiziell hierzulande erhältlich sind.

Diese Woche erscheint…

…für PlayStation 3:

  • Diablo III: Ultimate Evil Edition (Blizzard)
  • Plants vs. Zombies: Garden Warfare (Electronic Arts)
  • Tales of Xillia 2 (Bandai-Namco)

…für PlayStation 4:

  • Diablo III: Ultimate Evil Edition (Blizzard)
  • Plants vs. Zombies: Garden Warfare (Electronic Arts)

…für Xbox 360:

  • Diablo III: Ultimate Evil Edition (Blizzard)

…für Xbox One:

  • Diablo III: Ultimate Evil Edition (Blizzard)

Raven’s Cry – unsere gamescom-Eindrücke

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Christopher Raven ist böse, weil ihm Böses widerfahren ist. Und darum will er Rache nehmen. So stellt sich mir die Geschichte des Piraten-Abenteuers Raven’s Cry dar. Das scheint seit der vergangenen gamescom auf der Stelle zu treten, denn Fortschritte konnte ich bei der Präsentation bei der Spielgrafik nicht erkennen. Noch immer wirkt die Welt leblos, das Kampfsystem steif, die Dialoge holprig. Die Seeschlachten erlauben Euch das Versenken oder Entern gegnerischer Schiffe, an Land verteidigt Ihr mit Kanonen versehene Stellungen gegen die feindliche Flotte. Abseits seiner eigentlichen Vendetta schickt Ihr Christopher auf optionale Missionen, in welchem seine Hakenhand auch mal zur tödlichen Nahkampf-Waffe wird.

Dead Island 2 – unsere gamescom-Erlebnisse

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Nach ungefähr zehn Minuten Metzeln ist mir schlecht. Das liegt nicht unbedingt am generellen Spielablauf, dessen Zentrum erneut das Zerteilen von Untoten darstellt. Vielmehr ruckelt Dead Island 2 absurd heftig. Natürlich spiele ich hier eine frühe Version des Spiels, dennoch beeinträchtigt die miese Bildrate die Splatter-Orgie ziemlich deutlich. Zwar ziehen wir als Gruppe durch eine amerikanische Vorstadt nebst Einkaufsmeile und dazugehörigem Parkplatz, verlieren uns jedoch schnell aus den Augen. Mit Machete und Pistole hacke ich mich durch das faulige Pack, wofür es wieder Erfahrungspunkte regnet. Jederzeit ändern wir dabei unsere Marschrichtung, um der statt der Jagd auf Zombie-Glieder eine Nebenmission abzuschließen. Am Ende der rund 15-minütigen Sitzung stehen rund 60 richtig tote Untote sowie die Erkenntnis, dass es dieses Spiel bei der USK-Prüfung sehr, sehr schwer haben wird. Mein Magen hatte sich zu diesem Zeitpunkt übrigens wieder beruhigt.

NBA Live 15 – unsere gamescom-Impressionen

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Selten habe ich erlebt, dass ein Entwickler die mangelnde Qualität seines Produktes eingesteht. So geschehen bei NBA Live 14, welches im vergangenen Jahr keine Konkurrenz für den 2K-Basketball darstellte. Bei der Konkurrenz schaut man sich für das aktuelle Jahr unter anderem akkurate Wurfbewegungen, Fake-Steps und Kontakt-Korbleger ab. NBA Live 15 verbessert außerdem die Ballbewegung, die nun deutlich flüssiger und damit glaubhafter ist als beim Vorgänger. Das Spieltempo passt leider noch nicht zu diesen Veränderungen: Das allgemeine Tempo ist zu hoch, was die Partien dezent hektisch macht. Grafisch legt EA nach, erweitert die Animationen beim Fangen des Balles sowie dem Dribbling. Das Ultimate Team erfuhr ebenfalls eine Überarbeitung, so hält nun beispielsweise eine Art Transfermarkt Einzug ins Spiel.

The Witcher III: Wild Hunt – unsere gamescom-Eindrücke

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Nein, spielen durfte ich wieder nicht. Und auch die Präsentation von knapp einer Stunde brachte wenig neue Erkenntnisse über die Welt des Geralt von Riva. Denn erneut war es weder ein Dual Shock 4 noch ein Controller der Xbox One, der im dunklen Kino von CD Projekt Red den Witcher steuerte. Doch wenn The Witcher III auf Next-Gen-Konsolen nur annähernd so gut aussieht wie in dieser PC-Demo, gehört das Abenteuer zum Pflichtprogramm für Grafik-Fans. Der Detailgrad der Mimik und Gestik ist hervorragend, dazu kommen treffende Stimmen in verschiedenen Dialekten – hoffentlich auch auf Deutsch! Eine riesige, frei zugänglich Spielwelt ohne Grenzen versprechen die polnischen Entwickler. Ich hoffe wirklich, sie halten Wort und machen die Story ebenso erwachsen wie den Gewaltgrad von Geralts Kämpfen. Aber auf die Antwort muss ich leider noch bis zum 24. Februar des nächsten Jahres warten.

No Man’s Sky – unsere gamescom-Impressionen

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Bislang die mit Abstand unterhaltsamste Präsentation der diesjährigen gamescom: Hello Games‘ „Sprachrohr“ Sean Murray beginnt die Präsentation sinngemäß mit Sätzen wie „Ich hasse es, vor Euch und überhaupt so vielen Leuten zu sprechen“ und „Eigentlich haben wir nichts zu zeigen, aber Sony hat uns ‚gebeten‘ irgendwas zu machen“. Was wie eine programmierte PR-Katastrophe klingt, entwickelt sich zu einem hoch interessanten Einblick in das Schaffen des kleinen Indie-Entwicklers – samt vieler Anekdoten und Technik-Details rund um das Spiel.
Ins Reich der Anekdoten gehört zum Beispiel, dass jedem Planeten im Spiel eine Nummer zugeordnet ist, sogar das gesamte Universum lässt sich auf eine Zahlenkombination reduzieren – und zwar auf die Telefonnummer des Hello-Games-Coders David Ream. Ins Reich der Fakten gehört die wahnwitzige Aussage zur Größe des Spiels: Wenn Ihr jede Sekunde einen Planeten besuchen würdet, bräuchtet Ihr ungefähr fünf Milliarden Jahre, um alle abzuklappern. Uff.
Das gesamte No Man’s Sky-Universum wird von mathematischen Formeln generiert und alle Spieler bekommen dabei identisch aussehende Planeten serviert – ohne dass die Welt komplett im Speicher, der Cloud oder sonstwo existieren würde. Laut Murray liegt das Geheimnis u.a. im Level-of-Detail-Konzept, das fließend wenig detaillierte gegen immer detaillierter werdende Umgebungs-Maps austauscht. Kreaturen und Raumschiffe bekommen von den entsprechenden Designern nur ein Grundaussehen verpasst (z.B. Tier mit Kopf, Schwanz und auf vier Beinen gehend), der Rest läuft automatisiert im Stile eines MMOs: Nimm die Grundform und verändere sie mit Schiebereglern in unzähligen Varianten. Kein Planet sieht daher so aus wie der andere.
Was Hello Games noch schuldig geblieben sind, ist eine Antwort auf die Frage: Wie motiviere ich den Spieler zum längerfristigen Daddeln? Denn Murray selbst hat zugegeben, dass er nicht nur einmal stundenlang langweilige Planeten abgeklappert (Mathematik hat eben keinen Geschmack) hat und das eigentliche Spielziel das Erforschen von unbekanntem Territorium ist. Wir sind dennoch weiterhin gespannt wie ein Flitzebogen!

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