Stein des Anstoßes: Der Mario Kart 8-DLC
Bei manchen Neuentdeckungen in der weiten Welt der Videospiele reibt man sich schon mal verwundert die Augen. Sprachwissenschaftler Microsoft entdeckt ungeahnte Bedeutungen des Wortes “exklusiv”, Verwandlungskünstler Sony lässt meisterlich die Grenzen zwischen Hackerangriff und Wartungsarbeiten verschwimmen und Zuchtexperte Bandai Namco kombiniert harmlose Kinderzimmer-Taschenmonster mit prügelwütiger Spielmechanik. Nun gut, es gibt eben immer wieder etwas Neues, mag man sich denken und mit den Schultern zucken, schließlich hat man gerade als älterer Spieler schon einiges an PR-Kunstgriffen erlebt – weit gefehlt, denn unlängst verblüffte uns Artenforscher Nintendo mit einer Entdeckung, die wir so auch noch nicht kannten: Es gibt gute und böse DLCs. Zugegeben, diese Entdeckung stammt nicht vom Mario-Konzern selbst, aber wenn man sich die weltweiten Reaktionen auf die Ankündigung der kommenden Mario Kart 8-DLCs durchliest, gewinnt man den Eindruck, als habe man in der Firmenzentrale von Nintendo gerade das digitale Äquivalent zum Ebola-Heilmittel entdeckt. Ist es dem Unternehmen tatsächlich gelungen, seinen traditionsbewussten Kunden digitale Zutzinhalte schmackhaft zu machen?









