Was ist rosa, kugelrund und hat eine verdammt große Klappe? Genau, Cindy aus Marzahn. Aber wir wollen hier nicht über unlustige RTL-Comedians sprechen, sondern das neueste 3DS-JumpnRun unter die Lupe nehmen. Und zwar den heißen Scheiß aus Japan (Verkaufsplatzierung Nr. 1 in der Releasewoche) Kirby: Triple Deluxe. Das Spiel kommt wieder von HAL Laboratory der Firma, die Kirby erfunden, den Nintendo-Präsidenten Iwata hervorgebracht und das vielleicht niedlichste Firmenlogo hat einen Eier ausbrütenden Hund im Körbchen.
Euch erwartet ein wie meist in der Kirby-Serie leichtes und klassisches JumpnRun. Kirby hopst und schwebt durch Grasländer, Kristallhöhlen und Zuckerburgen. Feinde werden nicht wie bei Mario totgehüpft, sondern inhaliert. Dann kann sie Kirby als Geschoss ausspucken oder noch besser ihre Fähigkeiten in sich aufnehmen. Und wie schon im 2012er-Wii-Spiel Kirbys Adventure Wii gibt es eine Menge dieser Transformationen: Der dümmliche Blob wird u.a. zum Karatekämpfer, Hammerbruder, Aushilfs-Igel, Reserve-Link, Zauberclown oder Bogenschützen neue Verwandlungen wie Nashornkäfer-Kirby sind auch an Bord!
Zwei Eigenheiten machen Kirbys 3DS-Debüt unverwechselbar im Vergleich zu bisherigen Abenteuern: Diesmal wechselt Ihr alle naselang zwischen Vordergrund- und Hintergrund-Ebene. Das sorgt nicht nur für nette Perspektivwechsel und coole 3D-Einlagen, sondern macht auch das Suchen von Schlüsseln für Bonusräume spaßiger.
Neuerung Nr. 2 ist die Hypernova-Verwandlung: An festgelegten Positionen darf Kirby eine regenbogenfarbene Frucht naschen und mutiert zum alles verschlingenden Supersauger. Dieses Feature wird für launige Knobeleinlagen und optisch eindrucksvolle Das Level zerbröselt-Einlagen genutzt.
Neben dem etwa siebenstündigen Hauptabenteuer hat HAL eine Menge Zeug aufs Modul gepackt: Zum Beispiel eine hektische 2D-Klopperei für bis zu vier Spieler inklusive mehrerer Stages, Items, Fallen und zehn wählbaren Kirby-Verwandlungen. Die zweite Bonus-Disziplin ist ein rhythmisches Trommel-Gehüpfe mit Erzfeind Dedede: Hier erbeutet Ihr durch perfekt getimtes Knopfdrücken Münzen. Dedede darf aber noch mal ran: Habt Ihr das Hauptspiel durch, wartet ein zweiter, schwererer Durchlauf mit dem Dickwanst hier wird nur gehämmert, Verwandlungen gibt es nicht. Wer stattdessen lieber mit Kirby weiterspielt, wagt sich an den Boss-Rush-Modus.
Matthias Schmid meint: Auch dieses Kirby-Spiel macht (mich) glücklich! Schuld sind die sehr hübsche Optik, der coole 3D-Effekt, die zig Verwandlungen mit einer Vielzahl von Angriffen, die genaue Steuerung und Leveldesign-Gimmicks wie z.B. das Spiel mit den Ebenen. Auch die Bossfights passen: meist simpel, oft niedlich und ganz am Ende sogar ein bisschen fordernd. Unterm Strich fand ich das letzte Wii-Kirby aber noch fetziger und durchdachter. Neben dem Sammeln von Sonnen-Emblemen (für das Freischalten von Extra-Levels) reizen mich die unzähligen Pixel-Anhänger, die in den Levels versteckt sind ein Heidenspaß. Weniger begeistert bin ich von den Zusatzmodi: Sowohl der Kirby-Klopper als auch das Rhythmus-Spielchen kommen in puncto Komplexität und Langzeitspaß nicht über den Minigame-Status hinaus.
- 34 lange Stages plus Bonuslevels
- knapp 200 hübsche Pixelanhänger
- läuft nur auf japanischen 3DS-Konsolen, eine Sprachbarriere existiert nicht
Sehr gutes, niedliches Hüpfspiel mit einigen pfiffigen Ideen, kreativen Verwandlungen, motivierenden Sammelitems und schöner Optik.
| Singleplayer |  | 81 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |