Zur kürzlich bekannt gewordenen Unsitte von Microsoft und Electronic Arts, für rein positive YouTube-Berichte über ihre Produkte zu bezahlen (wir berichteten hier, ebenso hier), äußerte sich jetzt die US-amerikanische Federal Trade Commission.
So erklärte die Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde gegenüber Polygon, dass diese Art von verdecktem Marketing nicht gegen die Richtlinien verstoßen würde – aber nur dann, wenn dem Kunden auch klar angezeigt wird, dass für die Lobhudelei bezahlt wurde.
Und was passiert, wenn dies nicht ersichtlich ist? Nicht wirklich viel, denn es wurde “nur” gegen die Richtlinien verstoßen, nicht gegen das Gesetz. Insofern erwartet die Firmen keine direkte Bestrafung. Das FTC kann -immerhin- eine Untersuchung beauftragen, ob Bundesrechte verletzt wurden. Dann sähe die Sache schon anders aus – allein, wegen einem “YouTuber” dürfte wohl noch keine Untersuchung in die Wege geleitet werden.
Neben Microsoft und EA fragte Polygon auch bei Sony, Activision und Nintendo nach, ob sie diese Form von “Stealth-Marketing” praktizieren würden, beziehungsweise dies nun weiterführen wollen.
Sony und Activision antworteten nicht, Nintendo wollte dies nicht kommentieren. Electronic Arts erklärte, alle Teilnehmer ihres -“Ronku” getauften – Programms seien verpflichtet, dass ihre “gesponserten” Videos den FTC-Richtlinen entsprechen. Microsoft schob die Schuld quasi auf Machinima – es war ihnen angeblich nicht bewusst, das diese YouTube-Nutzer einbeziehen würden: “Microsoft was not aware of the terms and requirements that Machinima has in place with its content providers.”









