Das US-Verbraucherportal “The Consumerist” kürte Electronic Arts in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge zur “schlechtesten Firma der USA” (wir berichteten hier). Eine recht zweifelhafte Ehre – kein Wunder, dass beim neuen CEO des Spieleherstellers die Herstellung des guten Rufs ganz oben auf der Agenda steht. Gegenüber Kotaku erklärte Andrew Wilson, was er dafür zu tun gedenkt:
“Es gibt viele wirklich große öffentliche Unternehmen, die eine Menge Geld verdienen und von ihren Kunden geliebt werden. Und zwar deshalb, weil die Verbraucher das Gefühl haben, von dieser Firma einen Gegenwert für die Investition ihrer Dollar [und] Zeit zu bekommen”, glaubt Wilson.
Sein Plan:“Jedes Mal, wenn wir etwas erschaffen, bei dem wir Verbraucher um Investitionen ihrer Zeit und Dollars fragen, muss man sicherstellen, dass sie das Gefühl haben, dass sie uns bestehlen, dass sie am Ende des Deals das Beste bekommen – und der Rest folgt. Und das wird unsere Philosophie.”
Diese Sicht der Dinge brachte ihm angeblich vor Jahren Rapper Russell Simmons von Run DMC näher.
“Wir brauchen einen Mechanismus und ein Verfahren, mit dem wir bessere Spiele schneller herstellen können” fuhr er fort. “Wenn wir im Laufe der Zeit etwas falsch gemacht haben, dann ist es der Umstand, dass wir ein wenig zu lange an Ideen oder Konzepten von Spielen hingen, […] so dass wir nicht in andere Möglichkeiten und Ideen investieren konnten.“
Natürlich hält Wilson seine Firma nicht für die schlechteste – dennoch ist ihm klar: “Die Verbraucher wollten uns damit etwas sagen” – wohl wahr. Und EA scheint nun auch auf diese zu hören – so strich man beispielsweise den ungeliebten Online-Pass und gelobte auch, mehr auf die Qualität der Spiele zu setzen.
Doch Wilson ist erst 40 Tage im Amt – und ihm steht bezüglich obiger Ziele wohl noch ein langer Weg bevor.