Mondo Zappa ist ein Auftragskiller im Dienst einer kleinen Agentur, die von der Regierung finanziert wird. Zu seinen Kollegen zählt Cyborg Bryan, die vielarmige Vivienne und das ultraquietschige Asia-Mädel Mika, mit dem Mondo nur deshalb zusammenlebt, weil sie so leckere Spiegeleier brät. Gemeinsam übernehmen sie absurde Aufträge von sonderbaren Personen, die Mondo auf hirnrissige und oft surreale Missionen führen, an deren Ende haarsträubende Endbosse warten.
Im Gegensatz zur eigenwilligen, oft überraschenden Inszenierung gestaltet sich der eigentliche Spielablauf für Suda51-Verhältnisse überraschend konventionell: Mit Katana und Armkanone bewaffnet durchstreift Mondo lineare Levels und bekämpft Gegnergruppen, die genretypisch in begrenzten Arenen erscheinen.
Eine Taste dient zum Angreifen, mit einer weiteren drescht Ihr auf Panzerung und Blocks der Feinde ein. Ein dritter Button lässt Mondo blocken und mit entsprechendem Timing parieren, in Verbindung mit dem linken Stick weicht er aus und startet mächtige Konter. Von besiegten Gegnern erhaltet Ihr Geld, Upgrade-Währung, Lebensenergie oder Blut, das eine Anzeige füllt, die Ihr für einen besonders starken Finisher oder zur Selbstheilung nutzt.
Mit frei wählbaren Upgrades macht Ihr Mondo agiler und kauft frische Moves. Generell erfordern Kämpfe in Killer is Dead eher Timing als das Beherrschen komplizierter Tastenfolgen. Ziel ist es, Gegner möglichst elegant ins Jenseits zu schicken. Dabei helfen auch vier Schussmodi, die Gegner bremsen, betäuben oder schlicht umhauen. Diese erhalten geschickte Voyeure von Damen in den Gigolo-Missionen, die Ihr auf der Weltkarte findet, wo Ihr nach jedem Kapitel der Hauptstory landet. Zudem schaltet Ihr einige Bonusaufträge frei und aktiviert Herausforderungen, indem Ihr eine sexy Latex-Krankenschwester innerhalb der Levels aufspürt.
Michael Herde meint: Ich bin froh, dass es Designer wie Suda51 gibt! Killer is Dead ist spielerisch weniger originell als die Präsentation und in puncto Präzision, Komplexität und Feintuning keinesfalls mit Genregrößen wie Bayonetta zu vergleichen. Auch sind Animationen und Levelaufbau nichts Besonderes, Shader-Einsatz und Design kaschieren das aber vorzüglich. Zweckmäßig, doch unspektakulär finde ich Akira Yamaokas Musik, die diesmal nicht nach Silent Hill klingt. Was ich mag, sind Momente, in denen ich rätsle, ob Suda ein übergeordnetes Konzept verfolgt oder nur unreflektiert Einfälle aneinander reiht. Immerhin ist er unkonventionell und überraschend, was das Medium dringend braucht! Killer is Dead gefällt mir besser als Lollipop Chainsaw, so schräg wie Killer 7 wird es aber nie.
Philipp Karasek meint: Am besten ist Killer is Dead mit einer Roulade zu vergleichen. Die Füllung besteht aus Tearing, austauschbarer Kampfmusik und einem uninspirierten Kampfsystem. Umwickelt wird diese von einer abstrusen Story, Jazz, skurrilen Charakteren, extremen Farbfiltern und ganz viel japanischer Soße. Wie bei der Roulade sind bei Killer is Dead Füllung und Ummantelung getrennt voneinander nur bedingt lecker, doch als Gesamtkonzept ist es eine schmackhafte Mahlzeit.
- Fan-Edition mit Soundtrack-CD, Poster, Artbook, Papercraft-Figur, logofreier Verpackung und Smooth-Operator-DLC
- Kostüme und zusätzliche Schwierigkeitsstufe freischaltbar
Schräge Inszenierung trifft auf starken Grafikstil und ein konventionelles Kampfsystem Killer is Dead macht vor allem Suda-Fans glücklich!
| Singleplayer |  | 77 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |