Kurz nach der PS4-Enthüllung in New York hatten führten wir ein Interview mit Uwe Bassendowski, Managing Director von Sony Computer Entertainment Deutschland. Die Langfassung unseres interessanten Gesprächs findet Ihr in der aktuellen M! Games – als kleine Leseprobe haben wir zwei, drei Fragen für Euch ausgewählt. Und dazu gibt’s noch zwei weitere Exklusiv-Fragen, die es auch Platzgründen nicht ins Heft geschafft haben. Viel Spaß beim Lesen & Diskutieren!
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M! Games: Wie fällt Ihr Fazit zur gestrigen PS4-Enthüllung aus?
Uwe Bassendowski: Wir haben Vision und Strategie der PS4 veröffentlicht – das war unser Ziel. Der Welt mitzuteilen, wie wir uns das Spielen in Zukunft vorstellen und wie wir denken, dass es sich aus Verbraucherperspektive weiterentwickeln wird. Weiterentwickeln wird es sich durch das geänderte Nutzerverhalten, dadurch dass heute jeder always on ist und die Kommunikation in unserer Zielgruppe eine entscheidende Rolle spielt. Dies muss sich in Zukunft in den Features der Spiele positiv niederschlagen, dass man die Kommunikationstools, die man heute verwendet, auch in Spiele integrieren kann – in welcher Tiefe, Vielfalt und Mannigfaltigkeit auch immer. Und diesbezüglich haben wir gezeigt, was wir glauben, was in Zukunft wichtig sein wird. Und dann eben die Tatsache – das haben Sie auch im Tenor der Präsentation herausgehört -, dass die PlayStation 4 von Entwicklern für Entwickler gemacht wurde.
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M! Games: Welcher Spiel hat ihnen am meisten zugesagt?
Uwe Bassendowski: Ich fand das neue Spiel von dem Kollegen Mark Cerny ganz fantastisch, weil es die Interaktion von PS4 und PS Vita gezeigt hat. Und natürlich ist Killzone ein Brett. Auch Watch Dogs hat mich beeindruckt – man hat meiner Meinung nach schon bei der E3-Präsentation gesehen, dass das nicht mehr current gen ist. Auch dieses Puzzlespiel war klasse – das war kein herkömmliches Knobelspiel mit grottiger Grafik, sondern ein Puzzler, der auch Ansprüche an die grafische Umsetzung stellt. Im Prinzip hat mir aber alles gefallen, auch die japanischen Vertreter waren sehr eindrucksvoll. Ich hatte das Gefühl, dass gerade Final Fantasy in den letzten Jahren ein bisschen verblasst war, aber ich denke, dass sie jetzt die Gelegenheit nutzen, an ihre frühere Faszination anzuknüpfen. Final Fantasy-Titel hatten immer einen starken emotionalen Charakter – und ich finde, das hat man auch gestern an der Technik-Demo gesehen, die ich sehr berührend fand. Da sehen Sie auch die neue Mimik, die mit der PS4 möglich ist, dass man die Emotionen direkt am Gesicht ablesen kann – da ist meiner Meinung nach ein tieferer Einstieg in virtuelle Welten möglich.
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M! Games: Weshalb Sony ja schon seit Jahren David Cage von Quantic Dreams vorne hinstellt und über Emotionen sprechen lässt
Uwe Bassendowski: Wir als Publisher nehmen enorme Risiken in Kauf, wir müssen stets zeigen, was mit dem Gerät möglich ist. Natürlich sind nicht alle Spiele, die wir entwickeln, erfolgreich – aber wir haben fantastische eigene Marken – z.B. die Uncharted– oder Gran Turismo-Franchise. Wir nehmen das Thema First-Party-Entwicklung als Gradmesser für die Potenz einer neuen Plattform sehr ernst und das unterscheidet uns im Prinzip von unserem Hauptwettbewerber. Wir bedienen 20 bis 30% des Marktes über unsere eigenen Inhalte und können uns damit abheben – ein Gran Turismo können Sie nicht auf einer anderen Plattform spielen. Zumindest im Moment noch nicht, aber wer weiß – vielleicht über unseren Cloud-Service in Zukunft. Ich kann ihnen nicht sagen, was in fünf Jahren passiert – aber ich weiß, dass wir in fünf Jahren da sein werden, wo der Markt sein wird. Und das ist das entscheidende.
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M! Games: Wenn Sie sich eine exklusive Konkurrenzmarke für die PlayStation aussuchen dürften – welche wäre das?
Uwe Bassendowski: Wenn ich das dürfte, würde ich natürlich Mario von Nintendo nehmen – das ist ganz klar.
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M! Games: Noch vor Halo?
Uwe Bassendowski: Ach Halo, das interessiert mich nicht, wir haben Killzone – Halo brauchen wir nicht. Da sag ich ehrlich: Was ein Halo macht, machen wir mit unseren eigenen Shootern doch mindestens genauso gut. Aber Mario, das ist ne Macht – nach wie vor.