Der Famitsu gewährte Keiji Inafune nun interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte von Soul Sacrifice. So verriet er zunächst, dass ein Fantasy-Online-Game mit Action-Elementen eine von sieben oder acht Ideen gewesen sei, die er nach Weggang von Capcom gehabt habe.
Mit dieser Idee sei er dann bei Shuhei Yoshida von den Sony Worldwide Studios vorstellig geworden. Nach einem entsprechenden Meeting wies dieser ihn an, beim nächsten Mal bitteschön ein ausgereiftes Konzept, aber nicht mehr, mit im Gepäck zu haben.
Zum Schluss deutete Inafune noch an, dass Soul Sacrifice eventuell zum ersten Mal auf der Tokyo Game Show im September in spielbarer Form gezeigt werden könnte.
Darauf hat die Welt gewartet: 3D Solitaire (Zen Studios, 3) dürfte so ziemlich jedem PC-Besitzer ein Begriff sein, fröhnten doch schon zu Ur-Windows-Zeiten zahlreiche Spieler der Kartenspiel-Lust. Wer auch unterwegs nicht genug davon kriegen kann und dort keinen Platz für echte Karten zur Verfügung hat, kann ja mal einen Blick riskieren. Alle Anderen lassens verdientermaßen außen vor.
3DS Virtual Console
Auf der Virtual Console gibt es die witzig anmutende GameBoy-Fassung des Arcade-Titels Tumble Pop (G-mode, 3), in der Ihr wie einst Luigi mit einem Staubsauger bewaffnet zahlreiche Gegner einsaugt. Bekommen wir die bessere Arcade-Fassung auch?
DSiWare
CIRCLE Entertainment hat sich bislang mit seinen grausigen DSi-Titeln keinen guten Ruf gemacht, und auch Devil Band – Rock the Underworld (CIRCLE, 500 Punkte) scheint weiter dazu beizutragen. Schon ein erster Blick lässt ernste Spielspaß-Zweifel aufkommen
Nachdem sich der 3DS im letzten Jahr zunächst eher schleppend verkaufte, zog Nintendo daraus die Konsequenzen, senkte den Verkaufspreis massiv und der Erfolg kam zurück. Der Start der PlayStation Vita verlief im Dezember ebenfalls nicht gerade optimal und deshalb kamen zur E3 vermehrt Gerüchte über eine Preissenkung des auf. Bei der E3-Pressekonferenz von Sony war dazu jedoch nichts zu hören und Shuhei Yoshida, Boss der Sony Worldwide Studios, bestätigt nun in einem Eurogamer-Interview, dass die Vita in absehbarer Zeit nicht billiger werden wird.
“In Bezug auf die gebotene Leistung denken wir, dass das System einen guten Preis hat”, erklärt Yoshida. Natürlich würden Leute mit Kaufabsichten auch über den Preis der Vita sprechen, vor allem deshalb, weil eine Memory Card dazugekauft werden müsse. Man werde dies auch in Zukunft ansprechen, aktuell läge der Fokus aber klar auf der Erweiterung der Produktpalette und der Nutzung des Potenzials der Konsole.
Momentan kostet die PlayStation Vita in der WiFi-Variante 249 Euro, das 3G-Modell ist 50 Euro teurer.
Nachdem Reggie Fils-Aimé, Nintendo of Americas CEO, das Mikrofon widerwillig an seinen Kollegen Scott Moffitt übergeben hatte, eröffnete Dave Cox mit Castlevania Lords of Shadow: Mirror of Fate die Show. Mit dem 3DS-Debüt der Vampir-Saga kehrt die Reihe zu ihren 2D-Plattformer-Wurzeln zurück. Neben bekannten Mechaniken wie dem Einsatz von Magie oder mächtigen Zweitwaffen verriet Cox, dass der Titel vier spielbare Charaktere zu bieten haben wird, die auf individuelle Fähigkeiten zurückgreifen. So werdet Ihr neben Protagonist Trevor Belmont auch in die Haut von Fan-Liebling Alucard schlüpfen können.
Nach einem kurzen Trailer zu Luigi’s Mansion: Dark Moon betrat Warren Spector die Bühne, um gemeinsam mit Peter Ong das kommende Epic Mickey: Power of Illusion vorzustellen. Wie der Titel bereits erahnen lässt, nimmt das 3D-Abenteuer des Mäuserichs sowohl spielerisch als auch optisch Bezug zum 1990 erschienenen Mega Drive-Titel Castle of Illusion: Starring Mickey Mouse. Den Grund hierfür lieferte Creative Director Ong: Als ich ein kleiner Junge war, gehörte es zu meinen Ritualen, dieses Spiel mindestens einmal pro Tag durchzuspielen. Die Zeichen stehen also gut, das die Maus ein würdiges 3D-Abenteuer auf den Leib geschneidert bekommt.
Auf Disneys Aushängeschild folgte mit Paper Mario: Sticker Star Nintendos Vorzeige-Hüpfer im Action-Rollenspiel-Gewand. Zunächst ging Nate Bihldorff ausführlich auf die titelgebenden Sticker ein. So werden die Sticker nicht nur in den Kämpfen Verwendung finden, sondern kommen auch beim dem Lösen diverser Rätsel zum Einsatz. Einen kleinen Tiefschlag gibt es für all diejenige, die besonders den Rollenspiel-Aspekt der Paper Mario-Reihe zu schätzen wissen: Auf Erfahrungspunkte wird im kommenden 3D-Ableger verzichtet. Stattdessen verbessert Ihr Marios Statuswerte durch den Einsatz besonderer Sticker, die Ihr unter anderem durch das Erledigen von Aufträgen oder Lösen von Rätseln erhaltet.
Auf Paper Mario: Sticker Star folgten diverse Dritthersteller-Titel. Ein Trailer zu Kingdom Hearts: Dream Drop Distance (erscheint am 31. Juli und wird das Schiebepad Pro unterstützen) wurde ebenso gezeigt wie Bewegtbilder zu Scribblenauts Unlimited, das auch für Wii U erscheinen wird. Es folgten zunächst eine Menge mehr oder weniger interessante Zahlen zum Nintendo eShop, bevor New Super Mario Bros. 2 bereits den Abschluss der Veranstaltung markierte. Auffällig war hier, dass das Gezeigte teilweise ein Spieltempo aufwies, wie man es eigentlich vom blauen Igel nicht aber vom pummeligen Klempner gewohnt ist. Ansonsten wurde mit der goldene Blume ein Item vorgestellt, mit der Mario Feinde und Gegenstände in Münzen verwandeln kann, denn im zweiten New Super Mario Bros. stehen die goldenen Taler im Mittelpunkt. Darüber hinaus verriet Nate Bihldorff, dass die Solo-Kampagne des Jump’n’Runs komplett im Koop-Modus spielbar sein wird. Im Modus Coin Rush hingegen versucht Ihr mit nur einem Leben durch drei Levels zu kommen und dabei mehr Münzen zu sammeln, als Eure Freunde.
Und damit war die Veranstaltung auch schon nach nicht einmal einer Stunde am Ende angelangt. Fazit: In der zweiten Jahreshälfte können sich 3DS-Besitzer auf viele qualitativ hochwertige Titel freuen, Überraschungen waren aber auch auf Nintendos 3DS-Show Mangelware.
Vor geraumer Zeit machten Gerüchte die Runde, die beagten, Sony wolle mit der PS4 unter allen Umständen vor Microsoft auf dem Markt sein – damals wurde Weihnachten 2013 prognostiziert. Glaubt man nun Worten von Jack Tretton, Boss von Sony Computer Entertainment America, in einem GTTV-Interview, dürften solche Überlegungen inzwischen vom Tisch sein. Seiner Meinung nach geht es nämlich auch in der nächsten Konsolengeneration nicht zwingend darum der Erste, sondern der Beste zu sein.
“Wir waren nie der Erste, wir waren nie der Günstigste. Es geht darum, der Beste zu sein”, sagt Tretton. Wenn man eine leistungsfähigere Maschine bauen könne, die dann etwas später erscheine, sei dies immer noch besser, als ein unfertiges Produkt vorschnell zu veröffentlichen. Nach diesem Motto arbeite auch Sony. In einer perfekten Welt habe man selbstverständlich die beste Maschine zum günstigsten Preis, die zuerst unter die Leute gebracht werde, aber die Realität sehe nunmal anders aus.
Bereits im vergangenen Monat hat sich Karl Stewart von Crystal Dynamics auf einem Pre-E3-Event gegenüber Eurogamer zur neuen Version von Lara Croft ausgelassen. Ziel seines Teams sei vor allem, sie nicht mehr so eindimensional wie in der Vergangenheit erscheinen zu lassen.
Zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit sei auch die erweiterte Riege an Darstellern nötig. In diesem Zusammenhang habe man sich vorher erfolgreiche Franchises wie etwa Lost zu Gemüte geführt und gesehen, dass die Interaktion zwischen den Charakteren enorm zur Individualisierung und Vorstellung der jeweiligen Person beitrage. So werde es auch bei der “neuen” Lara sein.
Wie ESA-Präsident Michael Gallagher gegenüber der LA Times sagte, könnte es sein, dass die nächste E3 nicht mehr in Los Angeles stattfindet. Grund ist allerdings diesmal keine Umstrukturierung wie im Jahr 2007, sondern eine Platzfrage.
So soll wegen dem Bau des Farmers Field Stadiums die West Hall des LA Convention Centers abgerissen werden, was sich zeitlich nicht mit der E3 vereinbaren ließe und der Verantsaltung womöglich nicht den dafür benötigten Platz garantieren könne. Aktuell befände man sich allerdings noch in Verhandlungen.
Als alternative Veranstaltungsorte seien San Francisco, New York, Chicago und New Orleans im Gespräch. Atlanta, Schauplatz der E3 von 1997, wurde dagegen nicht genannt.
Alles Echzeit: Square Enix demonstrierte auf der E3 die neue Luminous-Engine. Wie GameInformer berichtet, zeigte Chef-Entwickler Yoshihisa Hashimoto “Agnis Philosophie” – wie man die Demo taufte – gleich zweimal hintereinander: Um zu beweisen, dass nichts vorgerendert ist, veränderte er für den zweiten Durchlauf diverse Komponente wie beispielsweise Agnis’ Haarfarbe. Laut Siliconera spielt die Demo zwar mit Final Fantasy-Themen, ist aber nicht Teil eines geplanten Spiels.
Die Luminous-Technik ist für die nächste Konsolen-Generation konzipiert, um die Lücke zwischen Echtzeit-Gameplay und vorgerenderten Filmsequenzen noch ein Stückchen weiter zu schließen. Square Enix betont aber auch, dass Luminous skalierbar sein wird, und auf leistungsschwächeren mobilen Geräten ebenso einsetzbar ist wie auf Next-Gen-Konsolen. Neben den üblichen Verbesserungen wie Licht- und Partikeleffekten (auf ersteres weist schon der Name hin) ist Square-Enix besonders Stolz auf die Vielzahl an “automatisch ablaufenden Charakter-Animationen: Gewichts-Änderungen von Ausrüstung und Waffen verändern automatisch die Bewegungen der Charaktere, ebenso hat die Umgebung eine Einfluss auf die Bewegungsabläufe, ohne dass die Charakter-Animatoren und Designer hierzu neue Bewegungsabläufe erarbeiten und anfertigen müssten – was eine Menge Arbeit spart. Frühe Studien zur Luminous-Technik sind hier zu sehen.
Zugegeben, einen ganz spektakulären Download-Kracher packt Microsoft zur E3 nicht aus, aber über das Angebot dieser Woche kann man trotzem wahrlich nicht klagen: Denn mit Virtua Fighter 5: Final Showdown (1.200 MS-Punkte) ist nun eine rundum überarbeitete Fassung von Segas Beat’em-Up-Hochkaräter erhältlich – zwar auch mit DLC-Unfug, aber den kann man wohl verschmerzen.
Dazu gesellt sich Bang Bang Racing (800 MS-Punkte), schon das dritte XBLA-Rennspiel innerhalb weniger Wochen. Doch das hebt sich angenehm von den anderen Genre-Vertretern ab, nicht zuletzt wegen der knuffigen optik, die uns nicht wenig an alte “Choro Q”-Flitzerein erinnert.
Beim Deal der Woche wird überwiegend mal wieder altebekannter Kram zum zigten mal verschleudert – Ausnahme ist Boulder Dash XL, das zum halben Preis absolut einen Blick Wert ist:
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