Videospieler sind Sammler. Egal ob virtuelle Währung oder Extraleben, in nahezu jedem Spiel gibt es etwas zu finden, was die Spielerfahrung reicher macht. Bei Call of Duty sind es XP, Erfahrungspunkte, und das ist nicht mal etwas neues. Damit kamen Rollenspiele schon viele Jahre zuvor. Das Prinzip ist einfach: je besser man spielt, umso mehr Punkte werden generiert. Diese lassen den Rang sukzessive nach oben steigen. Dieser Rang wiederum ist ein Aushängeschild des Online-Gamers: je höher, desto besser. Symbolisiert durch Zahlen macht er dem Zocker immer wieder aufs Neue klar: es geht noch weiter. Spätestens mit der Einführung des Prestige-Modus bei Modern Warfare 2 sind der Jagd nach XP kaum mehr Grenzen gesetzt. Prestige bedeutet, über das eigentlich Levelcap von Stufe 80 hinaus weiterspielen zu können. Wer sich dazu entschließt, büßt alles seine bisher gesammelten Waffen und Verbesserungen ein, darf sein Spielerprofil jedoch mit einem besonderen Symbol schmücken. Dieses zeigt allen anderen: seht her, ich habs geschafft. Aber nur bis hierhin, denn nun geht es ja von vorne los. Eine Herausforderung für jeden Online-Veteranen, muss er sich nun doch alles bisher erreichte noch einmal erarbeiten. Der Motivationsfaktor dieses Umstands ist ohne Frage eine der großen Stärken des Spiels.
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Mit jedem Stufenaufstieg einher geht aber auch die Aussicht auf neue Schießeisen und Verbesserungen der Ausrüstung. Diese sogenannten Perks erlauben es, den Spielstil zu individualisieren. Der eine möchte nicht vom gegnerischen Radar geortet werden und schaltet eine Tarnfunktion zu. Der nächste rauchst lieber lautstark über die Karte und nutzt darum das Feature, länger zu sprinten. Alle Möglichkeiten des Charakter-Tunings einzeln anzuführen, würde jeglichen Rahmen sprengen. Die Personalisierung reizt allerdings, schließlich darf mit unterschiedlichen Konfigurationen experimentiert werden, um den für einen selbst passenden Stil herauszufiltern. Dazu gehören natürlich auch die Waffen. Egal ob Sturmgewehr mit Einzelschuss oder Schrotflinte mit Bumms, es ist für jeden Spielertyp etwas dabei. Damit nicht vor jeder Runde neu justiert werden muss, darf sich jeder Spieler verschiedene Klassen zusammenstellen und speichern, so dass in kürzester Zeit ein Wechsel von Bewaffnung und Ausrüstung möglich ist. So kann ganz schnell etwa auf eine neue Karte und die damit erforderliche andere Spielweise reagiert werden.








