Zu einer Studie der Brigham Young University wurden 349 heterosexuelle Paare befragt, in denen mindestens einer der Partner MMORPGs spielte. Man entdeckte sowohl positive als auch negative Auswirkungen der Spieleleidenschaft:
75% der Paare, in denen nur ein Partner dem Online-Spiel verfallen war, sahen vorwiegend negative Auswirkungen: Vor allem die Verringerung der gemeinsam verbrachten Zeit, unterbrochene “Schlafmuster” und die “Trivialisierung” von Gesprächen (“Ja, Schatz.”?) stieß den Partner(innen) übel auf.
Von den Paaren jedoch, die zusammen spielten, berichteten 76% eine positive Wirkung auf ihre Beziehung als Ergebnis – auch wenn diejenigen, die Probleme hatten, ähnlich negative Effekte wie die andere Gruppe feststellte. Forscher Neil Lundberg erklärte, es sei “allgemein bekannt”, dass Hardcore-Spielen Beziehungen zerstören kann: “Insbesondere, wenn die Ehemännern Hardcore-Gamer sind, hat es eindeutig einen negativen Einfluss auf die Ehe”, behauptete Lundberg.
Die Umfrage ergab auch, dass Männer mehr als Frauen spielen; Lundberg wies aber darauf hin, dass nicht die Spielzeit selbst das Problem ist, sondern wie Paare damit umgehen.
Die befragten Paare hatten übrigens ein Durchschnittsalter von 33 Jahren und sind seit durchschnittlich sieben Jahren verheiratet.