Die Neuinterpretation des ehemaligen Strategietitels wird auch vom Schwierigkeitsgrad her sehr an den Klassiker angelehnt sein. Doch nun wird seitens Entwickler Starbreeze befürchtet, das Ende Februar erscheinende Spiel könne gar zu schwer für heutige Geschmäcker sein. “Wir haben große Angst, dass wir es zu schwer gemacht haben”, so Lead Co-Op Programmer Lars Magnus Lang. Er nimmt dabei vor allem Bezug auf den Coop-Modus des Spiels. “Es ist richtig schwer, wenn man versucht, es wie einen gewöhnlichen Shooter zu spielen. Man muss Elemente anderer Shooter berücksichtigen, wo man sich gegenseitig heilen und wiederbeleben muss, fast wie bei einer MMO-Erfahrung. Aus diesem Genre haben wir einige Elemente entnommen, wie eben das Breach-Feature oder das Heilen und Wiederbeleben. Das Spiel ist eine Mischung aus diesen Teilen und der Shooter-Erfahrung. Es ist aber auch als reiner Shooter spielbar.” Allerdings, so Lang weiter, wäre es das Beste, das Konzept des Heilens und Wiederbelebens aufzugreifen.
Syndicate wird drei Schwierigkeitsgrade besitzen, welche sich nach Sternen richten: ein Stern für “Normal”, zwei Sterne für “Schwer” und drei Sterne bedeuten “Wahnsinnig”. “Wir wollten den Schwierigkeitsgrad bei einem Stern nicht “Easy” nennen, weil es einfach nicht leicht ist. Daher beginnen wir mit dem normalen Schwierigkeitsgrad. Eine “Easy”-Stufe wird es nicht geben.” Auf “Normal” sei das Spiel allerdings schon fast zu leicht, wenn die Spieler zusammenarbeiten würden. Die Einzelspieler-Kampagne wird ähnlich fordernd, soll die Spieler aber vor allem mit den zentralen Spielelementen vertraut machen. “Kennt Ihr das Spiel und seid sehr gut darin, kann man auf “Normal” ziemlich schnell durch die Level gelangen. Aber auf den höheren Schwierigkeitsgraden ist es anders gescripted, daher werdet Ihr interessantere Gegner erfahren und auf einige besondere Ereignisse stoßen. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad haben wir etwa Söldner-Aufgaben und viel mehr Minibosse für Euch.”
Abschließend äußerte sich Lars Magnus Lang noch zum Umfang des Coop-Modus: “Wir haben hier ein Fortschritt-System – wollt Ihr alles freispielen, müsst Ihr 80 bis 100 Missionen erfolgreich abschließen. Das wird vermutlich um die 50 Stunden dauern, je nachdem, wie gut Ihr seid.”
Über den hohen Anspruch des Spiels mag man streiten, die folgende Nachricht ist jedoch in jedem Fall erfreulich: EAs viel diskutierter Online-Pass wird bei Syndicate nicht zum Einsatz kommen. EA Partners Executive Producer Jeff Gamon sagte gegenüber Eurogamer, man wolle für den Titel “so geringe Einstiegshürden wie möglich”. Da der Coop-Modus eine besondere Rolle einnehme, möchte man jedem Spieler die Möglichkeit bieten, in den Genuss des kompletten Produktes zu kommen. “Unter normalen Umständen hätte das Spiel einen Online-Pass erhalten, aber da es keine kompetitiven Mehrspieler-Modi gibt, haben wir ihn weggelassen.” Auch dem Gebrauchthandel- beziehungsweise Weiterverkauf des Spiel steht Gamon gelassen gegenüber: “Es gibt im Spiel neun Maps. Es ist schwer zu sagen, aber schätzungsweise benötigt man gute sechs bis sieben Stunden, um das Spiel einmal auf “Normal” durchzuspielen. Charaker- und Waffenaufwertungen bieten nochmal viel Inhalt. Das zusammen mit der Einzelspieler-Kampagne sorgt, so glaube ich, dafür, dass wir so schnell keinen Gebrauchthandel befürchten müssen.”
Syndicate erscheint für Xbox 360 sowie Playstation 3 am 24. Februar, allerdings nicht in Deutschland.