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Stellt Euch vor, es ist ein lauer Winterabend, Ihr bekommt nostalgische Gefühle und wollt plötzlich unbedingt eine Runde Terranigma spielen. Konsole (also in diesem Fall das SNES) und Modul lagern seit Jahren im heimischen Keller. Schnell eine Etage tiefer und dann der Schock: Das Spiel ist zwar heil, aber die Konsole funktioniert nicht mehr und der Fernseher bleibt schwarz.
Dieses Katastrophenszenario gehört ab dem 23. Januar der Vergangenheit an, denn an diesem Tag erscheint mit Retrode 2 ein Adapter, der es Euch erlaubt, SNES- und Mega Drive-Module am PC wieder zu Leben zu erwecken. Einfach den Adapter mittels USB-Port an den PC stöpseln, Spiele und Pads anschließen, Emulator runterladen und schon steht dem Retrovergnügen nichts mehr im Weg – und weil die Originalsoftware genutzt wird, muss sich auch keiner als Pirat schähen lassen!
Mehr Informationen zu dem Thema erhaltet Ihr auf der offiziellen Webseite, auf der Ihr das gute Stück zum Preis von 65 Euro, also rund 85 Dollar, auch bestellen könnt.
Vor vielen Jahren sang Roger Whittaker, dass Abschied ein scharfes Schwert sei – und so geht es offensichtlich auch Brendan McNamara, wenn er an die kürzlich erfolgte Schließung seines ehemaligen Entwicklerstudios Team Bondi denkt. Im britischen OPM erzählte er nun, wie er sich dabei genau fühlte.
“Es war ein langer schmerzhafter Prozess”, sagt er und vergleicht die Entwicklung von Videospielen mit einem Marathon. Einige Leute wüssten im Vorfeld nicht, auf was sie sich da einließen. Natürlich würde auch er gerne mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, aber das sei eben nicht möglich. Inzwischen hätten sich jedoch einige Dinge geändert. So gebe es etwa flexiblere Arbeitszeiten.
Dass der Mann weiterhin über ein ordentliches Maß an Selbstüberschätzung verfügt, wird angesichts einiger Vergleiche mit wirklich namhaften Schöpfern klar: So sei Steve Jobs, der kürzlich verstorbene Apple-Chef, nie so sehr verschmäht worden, wie dies bei ihm der Fall gewesen wäre. Als weiteres Beispiel führt er einen Vergleich mit Sam Peckinpah, einem Regisseur aus den 70er-Jahren an, der für seine expliziten Gewaltdarstellungen niemals kritisiert worden wäre.
Team Bondi sorgte im letzten Jahr vor allem mit L.A. Noire und den Streitigkeiten mit Rockstar Games nach dessen Veröffentlichung für Aufsehen.
Auf geht’s mit den Möglichkeiten, Geld zu sparen: Wenn wir besonders günstige Angebote aufspüren, werden wir Euch zukünftig direkt darauf hinweisen.
Der britische Versandhändler play.com verscheuert derzeit eine ganze Reihe etwas älterer Titel sehr günstig, hat aber auch aktuelle Hits aus der Vorweihnachtszeit teilweise für kleines Geld – diese Perle wollen wir Euch besonders ans Herz legen:
play.com verschickt von den Kanalinseln, doch durch den günstigen Preis kommt kein Zoll mehr dazu, auch Versandkosten fallen keine mehr an. Die Lieferzeit beträgt in der Regel zwischen 7-14 Tagen, zur Bezahlung braucht Ihr hier eine Kreditkarte. Außerdem müsst Ihr die Während auf der Webseite zwingend auf Euro umstellen, sonst wird Euer Kauf nicht bearbeitet.
Am ersten Mittwoch des neues Jahres schauen wir Europäer in die Röhre: Während sich US-Zocker an der EA-Neuauflage von NFL Blitz versuchen dürfen, wird die potenziell spaßige Football-Gaudi auf unserem Kontinent nicht veröffentlicht – wieso und warum ist unklar, aber auf jeden Fall schade.
Zum Trost hilft aber vielleicht ein Blick auf die Neuerscheinungen der letzten Wochen, die im Weihnachtsrummel etwas untergegangen sind:
Das Konzept ist bekannt – amerikanische Kleinstadt, Zombie-Horden, vier Überlebende, die sich alleine oder im Team gegen die müffelnden Massen zur Wehr setzen. Beim kunterbunten All Zombies Must Die! (800 Punkte) tut Ihr das im typischen Twinstick-Shooter-Stil. Ein flotter Spielablauf, durchschlagende Waffen und natürlich der Mehrspielermodus sorgen trotz der etwas abgestandenen Thematik für Amusement.
Im Jahr 2009 begeisterte Trine mit seinem außergewöhnlichen Spielprinzip mehr als 1 Million Spieler. Ab dem 21. Dezember können Fans des Jump n Runs mit Trine 2 (1.200 Punkte) erneut in die fantasievolle Welt eintauchen und noch mehr spannende Rätsel lösen. Wie bereits der Vorgänger bietet auch Trine 2 einen kooperativen Mehrspielermodus, bei dem bis zu drei Spieler lokal oder über online gemeinsam das Königreich vor dem Bösen bewahren können.
Auch mit kleinem Budget lassen sich großartige Spiele entwickeln: So verkündete Entwickler Supergiant jetzt auf ihrem Bastion-Blog, dass sich für das Independent-Spiel über eine halbe Million Käufer über Steam und Xbox Live fanden. Für Designer Greg Kasavin kam das völlig überraschend: “Als wir mit Bastion begonnen haben, erschienen uns solche Verkaufszahlen astronomisch hoch [ ]”, gesteht er.
Auch mit zahlreichen Awards wurde das Spiel bedacht, allein dreimal wurde es auf den VGA 2011 ausgezeichnet, unter anderem als bestes Download-Spiel und für den besten Soundtrack. Glückwunsch!
Trotz des Erfolgs plant das Studio aber keine Fortsetzung, sondern will lieber neue Konzepte verwirklichen.
Street Fighter X Tekken oder Marvel vs. Capcom sind Euch zu sehr an West-Geschmäcker angepasster Mainstream? Kein Problem, denn dann hat Aqua Plus demnächst eine Crossover-Prügelei für Euch, die sicher nicht jeder Zocker kennt!
Bisher schon in Fernost-Spielhallen zu finden, wird AquaPazza: Aqua Plus Dream Match nun auch für Konsolen umgesetzt, wie Andriasang berichtet – welche Systeme genau beglückt werden und wann die Klopperei tatsächlich kommt? Das sind nebensächliche Details, die der Hersteller bislang noch nicht verraten hat.
Wie bei den namhaften Titeln oben geben sich hier Stars verschiedener Beat’em-Up-Serien die Ehre und prügeln untereinander aus, wer wirklich der Beste ist. Mit dabei sind Vertreter von u.a. ToHeart, Utawareru Mono, Tears no Tiara, Routes, Comic Party und White Album. Kennt Ihr alles nicht? Wie gesagt: Mainstream ist das eben nicht (zumindest außerhalb von Japan)…
Shenmue – bei diesem Wort dürften den meisten Dreamcast-Fans nostalgische Schauer über den Rücken laufen. Das Spiel, das Ende der Neunziger als bis dato teuerste Videospielproduktion das Licht der Welt erblickte und später auch noch einen zweiten Teil bekam, wurde jetzt als Social-Game zu Grabe getragen.
Andriasang berichtet, dass die Server für Shenmue City (genauer: Shenm? Gai) am 26. Dezember – nur einem Jahr nach dem Start – abgeschaltet wurden. Shenmue City war zwar kein offizieller Nachfolger und auch “nur” ein (Japan-exklusives) Mobile-Social Game für die Mobage-Plattform von Yahoo!, dennoch hat es kein geringerer als Spiel-Erfinder Yu Suzuki mit seinem Studio Ys Net erdacht.
Ein dritter Teil der Saga, über den ab und zu immer wieder spekuliert wurde, dürfte damit wohl auch endgültig auf Eis gelegt sein.
Laut GameFront prangert die Internet-Anarchos von Anonymous in ihrer neuen Video-Botschaft Sony an, den unter dem Namen “Stop Online Piracy Act” (SOPA) bekannten Gesetzentwurf der USA zu unterstützen.
Der Gesetzentwurf wurde am 26. Oktober letzten Jahres im US-Repräsentantenhaus eingebracht und soll Copyright-Inhabern helfen, Urheberrechtsverletzungen zu behindern. Dieses baut auf bereits bestehenden Gesetzen auf, ist aber noch sehr viel restriktiver: So ermöglicht es “H.R. 3261” -so das offizielle Kürzel- dem Copyright-Inhaber, gerichtlich gegen Internetseiten vorzugehen, die gegen das Urheberrecht verstoßen. Auch den Zweck der Verfügung darf er wählen, z.B. Werbeagenturen untersagen, mit der angeklagten Website zusammenzuarbeiten, oder deren Anzeige in Suchmaschinen zu unterbinden. Darüber hinaus wird illegaler Download zu einer schweren Straftat hochgestuft.
Das Anonymous davon nicht begeistert ist, kann man sich vorstellen: “Mit der Unterstützung dieses Gesetzentwurfs haben Sony und ihre Verbündeten ihr Todesurteil unterschrieben. Daher haben wir uns – zum wiederholten Male – entschlossen, euer Netzwerk zu zerstören. Wir werden euer Phantom im Internet auseinander nehmen. Bereitet euch vor, ausgelöscht zu werden. Gerechtigkeit wird walten, und zwar für alle, ob sie es mögen oder nicht.”
Wieder mal markige Worte. Allerdings sind sie nicht allein – auch Google, Facebook und Wikipedia sind vom SOPA nicht begeistert, wie auch Bürgerrechtler, die den Gesetzentwurf als Zensur sehen.
PlayStation Lifestyle will erfahren haben, dass Anonymous die Sony-Kunden diesmal verschonen will: Im April letzten Jahres wurde das Playstation Network gehackt, Millionen Kundendaten gelangten in dunkle Kanäle. Anonymous bestritt allerdings jede Beteiligung. So will man jetzt auch nicht das Playstation-Network hacken, sondern hat die Führungsebene des Konzerns als Ziel: So will man z.B. mittels Veröffentlichung persönlicher Daten wichtige Angestellte bloßstellen. Da Anonymous ein Netzwerk von separat operierenden Personen und Gruppen ist -auch mit eigenen Motivationen- ist allerdings zweifelhaft, ob sich auch jede “Zelle” daran hält.
| Spiel: | Cooking Mama 4 |
| Publisher: | 505 Games |
| Developer: | Office Create |
| Genre: | Geschicklichkeit |
| Getestet für: | 3DS |
| Erhältlich für: | 3DS |
| USK: | |
| Erschienen in: | 2 / 2012 |
Selbst die traditionsbewussteste Hausfrau muss mit der Zeit gehen entsprechend erscheint Cooking Mama 4 nicht mehr für den DS, sondern feiert seine Premiere auf Nintendos 3D-Handheld. Mit dem neumodischen räumlichen Effekt kann die patente Köchin allerdings nicht allzu viel anfangen: Weil die zahlreichen Arbeitsschritte bei der Zubereitung der Speisen fast ausschließlich auf Stylus-Benutzung setzen, spielt sich das Geschehen bis auf wenige Ausnahmen nur auf dem Touchscreen ab und 3D gibt es dort bekanntlich nicht.
Tiefenwirkung erlebt Ihr demnach kaum, auch sonst bleiben neue Einfälle in der Küche Mangelware: Größere Gimmicks wie Einkaufstouren oder Ähnliches aus den Vorgängern wurden wieder entsorgt, diesmal geht es nur ums Kochen. Etwa 200 Tätigkeiten finden sich auf dem Modul, bei denen Ihr hackt, rührt, schneidet, schält, brutzelt und so weiter. Nach und nach erhaltet Ihr neue Rezepte, die Ihr diesmal ohne Rücksicht auf Verluste kombinieren könnt (Pfannkuchen mit Hackfleischbullette? Lecker!), was in etwas komplexeren Minispielen bewerkstelligt wird. Dazu kommen lediglich noch einige Zusatzdisziplinen, bei denen Ihr auf Punktejagd geht, indem Ihr z.B. eine Putzmaschine durch die Küche schiebt.
+ gewohnt kurzweilige Sammlung an Aufgaben
+ charmante Aufmachung
– keine neuen Ideen
– sieht einfach nicht wie ein 3DS-Spiel aus
Ulrich Steppberger meint: Kennt man eins, kennt man alle: Selten passte dieser Spruch so gut wie bei Cooking Mama 4. Spielerische Experimente jenseits des spärlichen Bewegungssensor-Einsatzes bleiben aus, da wagte sogar der Vorgänger schon mehr. Der 3D-Effekt entpuppt sich als praktisch nicht-existent und die Aufgaben fühlen sich so an, als ob man sie schon ewig kennt was überwiegend ja auch stimmt. So bleibt eine weiterhin herzig in Szene gesetzte Sammlung von netten Minispielen, die durchaus unterhalten. Genauso gut könnt Ihr aber auch einfach die früheren Teile wieder hervorholen.
Routinierte Fortsetzung der quirligen Koch-Minispielsammlung, die sich aber konsequent frischen Ideen verweigert.
| Singleplayer | ![]() | 65 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |