Wer bei Battlefield 3 in den Krieg zieht, der weiß, dass er scharenweise Menschen ins Jenseits zu schicken hat. Das gehört inzwischen offenbar zur akzeptierten Vorgehensweise, doch nach Ansicht der deutschen Niederlassung der Tierschutzaktivisten PETA gehen Electronic Arts und DICE mit ihrem Ego-Shooter einen entscheidenden Schritt zu weit: Denn im Spiel werden auch Ratten gekillt!
Konkret geht es um eine Szene, in der Ihr eine Ratte, die an Eurer Ausrüstung herum knabbert, mit dem Messer abstecht. Dazu gibt PETA folgende Stellungnahme ab:
Für die einen ist es das Spiel des Jahres. Für die anderen ein brutaler Ego-Shooter. An Battlefield 3, das seit vergangenem Donnerstag im Handel erhältlich ist, scheiden sich die Geister. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. kritisiert, dass man in dem überaus realistischen Computerspiel Battlefield 3 Tiere auf sadistische Art und Weise töten kann. So erhalten Spieler die Möglichkeit, einer Ratte mit einem Kampfmesser in den Rücken zu stoßen, um sie anschließend am Schwanz hochzuheben und ihren toten Körper dann wie Abfall beiseite zu werfen.
PETA gibt zu bedenken, dass auch das Töten von virtuellen Tieren eine verrohende Wirkung auf das junge männliche Zielpublikum haben kann. Immer wieder kommt es auch in Deutschland zu Fällen von Tierquälerei, in denen Jugendliche Tiere auf grausame Weise töten. Inspiration für diese Taten erhielten sie in der Vergangenheit oft auch von gewalttätigen Filmen und Computerspielen. Ist dieser erste Schritt der Verrohung – in Form von Tierquälerei – erst einmal getan, ist es bis zur Gewalt an anderen Menschen oft nicht mehr weit – das haben Wissenschaftler längst herausgefunden, sagt Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin bei PETA.
PETA kritisiert dieses Konzept und bittet die Macher, künftig auf entsprechende Inhalte zu verzichten.