Im Rahmen der PAX 2011 veröffentlichte Square Enix einen frischen Trailer und Screenshots zu Final Fantasy XIII-2 – beides findet Ihr unter diesem Artikel.
King of Fighters XIII – gamescom-Impressionen
Mein erster Blick fällt auf die Anzahl Spielmodi. Hier bot der Vorgänger nur Magerkost, diesmal sind diese jedoch befriedigend ausgefallen: Story, Arcade, Versus, Practice und Missionen stehen zur Wahl. Dazu gesellen sich der Online-Modus, eine Galerie sowie ein Tutorial, welches in die Grundlagen einführt. Ich entscheide mich für eine Runde Versus gegen Matthias, den PR-Mann von dtp entertainment. Diese fungieren bei dem Titel als Distributor und bringen ihn im November in deutsche Händlerregale. Die Kämpferriege überzeugt mich sofort: sämtliche namhaften Charaktere sind wieder mit dabei, lediglich einen neuen Kämpfer konnte ich ausmachen. Insgesamt darf ich aus 33 Recken wählen. Ich entscheide mich für ein Team aus Terry, Kim und Kyo, lege die Reihenfolge meiner Protagonisten fest, und schon gehts ins Match.
Grafisch präsentiert sich der Titel etwas knackiger als Teil 12, ist jedoch im gleichen Stil gehalten, also mit viel Farbe und großen Charakter-Modellen versehen. Sofort ins Auge fallen die toll gestalteten Hintergründe sowie die weichen Animationen der Fighter, ohne jedoch die Qualität eines BlazBlue zu erreichen. Spielerisch gibt es ebenfalls nichts zu meckern: die Fights laufen absolut flüssig, die Movelists wurden verstärkt, und natürlich ist wieder eine dreistufige Gauge-Leiste dabei, welche Ihr durch Angriffe nach und nach auffüllt, um dann einen Super-Move zu zünden. Insgesamt macht das Dargebotene einen ausgereiften Eindruck und dürfte Serien-Fans zufrieden stellen. Das Spiel wird vollständig lokalisiert, die Sprache der Charaktere kann auf Wunsch aber auch auf englisch oder japanisch umgestellt werden. Sollte in der finalen Version auch der Online-Modus überzeugen, steht dem Prügelvergnügen nichts mehr im Weg.
The Witcher 2 hat Probleme: CD Projekt verliert erste Runde vor Gericht
The Witcher und die Konsolen, das ist eine langwierige Angelegenheit: Der erste Teil schaffte nie dem Sprung vom PC, weil es Reibereien zwischen Entwickler und Publisher gab, und auch The Witcher 2 steht im Mittelpunkt eins Rechtsstreits – die Details dazu findet Ihr hier.
Nun ist die Xbox-360-Umsetzung des Rollenspiels ohnehin bereits auf 2012 verschoben worden (mehr dazu hier), doch damit sind noch längst nicht alle Probleme ausgestanden. Denn im Rechtsstreit zwischen Namco-Bandai und den polnischen Macher von CD Projekt um die Frage, wer die Konsolenfassung nun wie veröffentlichen darf, haben die Witcher-Schöpfer in der ersten Verhandlungsrunde eine Schlappe erlitten. In Lyon entschied das zuständige Gericht, dass Namco-Bandai im Recht ist und deshalb CD Projekt die Konsolen-Vertriebsrechte nicht hätte an THQ vergeben dürfen – mehr Details gibt es z.B. hier (sofern Ihr der Google-Übersetzung der polnischen Meldung folgen könnt).
Somit ist diese Vereinbarung vorerst ungültig, am 27. September geht die Verhandlung in die nächste Runde. Ob die erstinstanzliche Entscheidung dann gekippt wird oder was CD Projekt machen wird, wenn sie erneut den Kürzeren ziehen, dürfte spannend werden – noch wäre bis zur anvisierten Veröffentlichung 2012 ja einige Zeit, doch wir wären überrascht, wenn sich der Streit bis dahin wirklich erledigt haben sollte…
Da hilft zum Trost für alle Fans von The Witcher 2 nur das bewährte Mittel: Triss Merigolds Bilder im polnischen Playboy rauskramen und sich ablenken lassen – am leichtesten geht das mit einem Klick auf diesen Link.
Erscheint Ninja Gaiden auch für PlayStation Vita?
Yosuke Hayashi von Team Ninja äußerte sich bei PlayStation UK sehr angetan von der Idee, eines Tages einen Ninja Gaiden-Teil für Sonys PlayStation Vita zu entwickeln. Wörtlich sagte er: “Ja, wir haben ein Vita-Entwicklerkit bekommen und denken darüber nach. Im Moment konzentrieren wir uns noch auf Ninja Gaiden 3 für die PS3, aber danach werden wir nach neuen Ideen suchen, wie z.B. Ninja Gaiden auch für PlayStation Vita rauszubringen, da wir natürlich die Serie ausweiten wollen”.
Das klingt doch schonmal sehr vielversprechend. Im selben Interview wurde Hayashi übrigens u.a. noch zu dem Schwierigkeitsgrad von Ninja Gaiden 3 gefragt und antwortete, dass das Spiel immer noch ziemlich schwer werden würde. Vorher hatten offenbar Gerüchte über eine stärkere Senkung des Schwierigkeits zugunsten von Gelegenheitsspielern die Runde gemacht.
Metal Gear Solid: Rising wird nicht auf der Tokyo Game Show gezeigt
Traurige Nachricht für alle Metal Gear-Fans zum Wochenstart: Wie Sean Eyestone, Assistant Producer bei Kojima Productions, in deren offiziellem Podcast bekanntgab, wird es auch auf der Tokyo Game Show (15.-18. September) kein neues Material zu Metal Gear Solid: Rising zu sehen geben. Schon auf der E3 im Juni hatte das Spiel nur durch Abwesenheit geglänzt. Als Grund für diese Entscheidung wurde angegeben, dass sich das Entwicklerteam lieber auf das Spiel an sich und nicht auf die Anfertigung eines Trailers konzentrieren würde. Ein etwas seltsames Verhalten, da E3 und TGS traditionell die besten Werbeplattformen für Videospiele sind.
Immerhin wurde im selben Podcast auch noch eine positive Nachricht für Fans von Solid Snake & Co. bekanntgegeben, denn Metal Gear Solid: Peace Walker HD wird einen Koop-Modus bieten.
Und zum Abschluss dieser Meldung denken wir melancholisch an das Jahr 2000 zurück, als wir auf sämtlichen Videospielmessen mit neuen Trailern zu Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty bombardiert wurden.
Gearbox: Auch “echte” Fortsetzung zu Brothers in Arms in Arbeit
Auf der E3 hatte Ubisoft noch eine saftige Überraschung für Fans der Weltkriegs-Ballerei Brothers in Arms parat, denn mit Furious 4 (siehe Bild oben) wurde ein Nachfolger präsentiert, der so gar nicht zu den auf Realismus bedachten Vorgängern passte und eher wie ein spielgewordenes “Inglorious Basterds” aussah. Bis zu desssen Veröffentlichung dauert es noch eine Weile und in Deutschland wird’s nach der Stand der Dinge erst gar nicht erscheinen, weil auch der Gewaltgrad nicht von schlechten Eltern ist.
Wer aber ohnehin lieber ein Spiel nach Art der ersten Teile haben will, für den hatte Gearbox-Chef Randy Pitchford dieses Wochenenede auf PAX Prime eine gute Nachricht zu verkünden: Demnach wird beim Entwickler auch schon an einer ‘normalen’ Fortsetzung zu Brothers in Arms gewerkelt, bei der wieder Sgt. Matt Baker – Held der ersten drei Einsätze – im Mittelpunkt steht. Wann die das Licht der Spielewelt erblicken wird, ist derweil noch offen, denn von Ubisoft gibt es keinerlei Ankündigungen dazu. Ob Plaudertasche Randy einfach nur etwas voreilig darüber gesprochen hat, wollen wir also nicht ausschließen…
Skyrim: Waffen und Rüstungen sind unzerstörbar
Wer die Bethesda-Rollenspiele dieser Hardware-Generation etwas ausführlicher gespielt hat, kennt ein Element ganz bestimmt: Nach einiger Weile gehen stets Waffen und Rüstungen kaputt. Bei Fallout 3 half dagegen nur Besuche in Werkstätten und das Kombinieren mit Ersatzteilen, in Oblivion machten sich Abenteuer stets auf die Suche nach magischen Hämmern in Schatkisten, deren einmalige Nutzung alle Schäden behob.
In Skyrim müsst Ihr Euch etwas überraschend keine Sorgen mehr machen, denn wie Bethesda-Vorzeigemann Pete Hines via Twitter (siehe hier) kurz und bündig verkündete, existiert beim kommenden RPG-Epos keine Abnutzung mehr. Denn statt die Spieler weiter zu zwingen, laufend Zeit zu investieren, um ihre Waffen bzw. Rüstungen wieder in den Ursprungszustand zu versetzen, hat man lieber als Ersatz eine Schmiedefunktion eingebaut, mit der man sich neue bzw. verbesserte Gegenstände selber erschaffen kann.
Bequemer wird das große Abenteuer damit zweifelsohne, doch ist eine so schwerwiegende Änderung im Spielsystem für Euch hochwillkommen oder eher ein Zeichen, dass in der heutigen Zeit alles möglichst unkompliziert gemacht werden muss?
Sonic CD für XBLA und PSN angekündigt
Das ursprünglich 1993 für Mega-CD erschienene Igel-Abenteuer wird noch in diesem Jahr sein Comeback feiern. In diesem Spiel gaben sowohl Metal Sonic als auch Amy Rose Ihr Seriendebüt. Haruki Satomi, Vice President of Digital Business bei SEGA of America und SEGA Europe, erklärt die Relevanz des Titels: “Fragt man einen beliebigen Sonic-Fan nach seinen Lieblingsspielen, dann landet Sonic CD immer auf den vorderen Plätzen. Sonic CD ist ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte von Sonic, da es die Lücke zwischen den ältesten Abenteuern und seinen neuen digitalen Auftritten wie in Sonic The Hedgehog 4 Episode I schließt. Uns war wichtig, dass die neu gemasterte Ausgabe alles hat, was sich Sonic-Fans wünschen, auch die klassischen bunten Original-Zonen.
Der schnelle Igel muss in diesem Abenteuer wieder gegen seinen Erzfeind Dr. Eggman antreten. Dieser plant mit Hilfe der Zeitsteine von Little Planet die Kontrolle über die Zukunft zu übernehmen. Sonic rast fortan durch die Level, um sowohl die gestohlenen Steine zurück zu holen als auch Amy Rose vor seinem mechanischen Zwilling zu retten – Metal Sonic. Selbstverständlich wird der Download-Titel grafisch überarbeitet sowie Trophäen und Erfolge unterstützen.
Sonic CD soll in diesem Winter für Xbox Live Arcade und Playstation Network erscheinen.
Jack Buser: “Die Zukunft von PlayStation Home ist rosig”
Jack Buser, Director von PlayStation Home, hat sich in einem Interview mit IndustryGamers sehr zufrieden über den Status Quo des PS3-Dienstes und dessen Zukunftsperspektive geäußert. Seiner Meinung nach biete dieser ein Erlebnis, das Xbox 360 und Wii nicht aufzufahren hätten. Zunächst einmal sei es nur dort möglich, mit einem kleinen Entwicklerteam von sechs bis zehn Mann einen Ego Shooter oder ein Rennspiel in sechs bis neun Monaten zu entwickeln. Schön sei dabei, dass es sich danach sofort auszahlen würde.
Als Beispiel für eine erfolgreiche Nutzung dieser Möglichkeit führt er Sodium 1 an, das 1,6 Millionen Spieler in den sechs Wochen nach dem Release in Nordamerika besucht hätten. Generell könne man mit weitaus weniger Investion, als bei einem “klassischen” Konsolenspiel, ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Nebenbei erwähnte er in diesem Zusammenhang noch, dass PlayStation Home aktuell 23 Millionen User habe.
Schließlich warf er einen Blick in die Kristallkugel und zeigte sich fest davon überzeugt, dass die Videospielwelt in zehn Jahren so aussähe, wie es bereits jetzt in PlayStation Home der Fall sei – nämlich ein Free-To-Play-Markt, der werbefinanziert ist.
Renegade Ops – gamescom-Impressionen
Segas Fahrzeug-Shooter wurde stilecht in einem mit Militär-Devotionalien dekorierten Raum präsentiert: Ich nehme vor einem großen Flachbild-TV Platz, ebenso meine drei Mitstreiter. Gespielt wird der Koop-Modus auf Playstation-3-Konsolen. Ein kurzer Blick auf das Kontroll-Schema beruhigt mich: keine Experimente, sondern Doppelstick-Shooter-Standard. Wir starten die Mission nach einem kurzen Comic-Standbild-Intro, welches die Story näherbringt. Dass diese relativ unwichtig ist, sei hier nur der Form halber erwähnt. Dann geht es los: Wir beschießen Gegner, nutzen Upgrades für Doppelschuss, Gesundheit oder eine andere Sekundärwaffe und probieren die Smartbombs unserer Panzer und Humvees aus, welche unterschiedliche Wirkungen haben. Mindestens vier verschiedene Vehikel wird es im fertigen Spiel geben, mehr konnte (oder durfte) uns der nette PR-Mann nicht verraten. Nach den ersten zerstörten Gegnern und Explosionen steht fest, dass Renegade Ops richtig gut aussieht. Gerade Partikel und Raucheffekte gab’s in dieser Qualität nur selten bei einem Arcade-Titel zu bestaunen. Die Action läuft dabei zu jedem Zeitpunkt flüssig über den Schirm, auch bei hohem Feindaufkommen. Die Steuerung meines Jeeps wirkt anfangs etwas träge, jedoch habe ich mich bereits nach kurzer Zeit daran gewöhnt und nehme die feindlichen Einheiten und Gebäude zielsicher aufs Korn. Für jeden Abschuss werden Punkte verteilt, so dass auch die Highscore-Jagd nicht zu kurz kommt.
Am Ende der Demo wartet dann sogar ein Bosskampf auf uns: Ein waffenstarrender Zug fährt durch das bisher bereiste Level und will sukzessive zerstört werden. Wir feuern, was das Zeug hält und zerlegen ihn Stück für Stück. Nachdem auch dieser Gegner in einer fetten Explosion aufgegangen ist, freue ich mich: Renegade Ops bietet unkomplizierten Spass für bis zu vier Online-Freunde, an einer Konsole dürfen aber voraussichtlich nur zwei Spieler gleichzeitig schießen und fahren. Grafisch macht der Titel eine sehr gute Figur, wohingegen der Sound sich bei genre-üblichen Krach-Bumm-Effekten bedient, doch das schmälert den erstklassigen Gesamteindruck nicht.
Daher mein Fazit: Assault Heroes in größer und schöner – und ab Mitte September auf PS3 und Xbox 360 als Download erhältlich.








