Gespielte Kultur: Literatur trifft 8 Bit

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Francis Scott Fitzgeralds Der Große Gatsby gilt als eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur und hat nun den Sprung ins 21. Jahrhundert endgültig geschafft: Die Entwickler Pete Smith und Charlie Hoey schufen eine Videospiel-Interpretation auf 8-Bit-Basis.

Darum geht es im Literatur-Klassiker:
New York 1925: Nick Carraway ist angehender Börsenmakler und Nachbar von Lebemann Jay Gatsby. Einen Sommer lang nimmt er am Leben der wirkliche Reichen teil: Zusammen mit seiner Cousine Daisy, ihrem Ehemann Tom Buchanan, einer befreundeten Golfspielerin und dem geheimnisvollen Gatsby genießt er das Leben im Überfluss. Dekadent, launisch, ohne Rücksicht zu nehmen. Dieser Gatsby, zu dessen Partys jeder kommt, den aber so gut wie niemand kennt, trägt selbst zu seiner Legendenbildung bei. Man munkelt, er sei ein Gangster und Alkoholschmuggler, er habe in Oxford studiert, sei verwandt mit den Hohenzollern und ein Spion.

Das erwartet Euch im NES-Spiel:
Ihr übernehmt in dem Jump’n’Run die Rolle von Nick Carraway und startet in der Villa von Jay Gatsby. Ihr hüpft und schießt Euch durch insgesamt vier Levels, die in jeweils kleine Abschnitte unterteilt sind. Dabei kämpft Ihr gegen aufdringliche Butler, übellaunige Landstreicher, fiese Alkoholschmuggler und den fliegenden Holländer.

Doch genug der Worte, nehmt Euch einfach 15 Minuten Zeit, um diese gelungene literarische Interpretation in spielbarer Forum auf der Webseite des Duos selbst auszuprobieren: The Great Gatsby for NES

Mega64: Komödiantischer Realitätscheck mit Heavy Rain

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Die dreiköpfige Comedytruppe Mega64 hat es sich zur Aufgabe gemacht, die digitale Welt der Videospiele mit unserer realen Welt zu vermischen. Heraus kommen dabei zahlreiche kultige Videos, die gerade durch ihre gnadenlosen Passantenspäße das Zwerchfell kitzeln.

Im aktuellen Video beschäftigt sich das Team mit dem PS3-Abenteuer Heavy Rain, und nimmt nicht nur den bekannten “Ich suche Jason”-Teil des Spiels auf den Arm, sondern geht grandios darüber hinaus. Weitere Bekanntheit erreichten die Jungs auch mit dem etwas anderen Duke – das Video findet Ihr weiter unten.

Swarm – schon bald auf XBLA und PSN erhältlich

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Auf der Offiziellen Homepage des Entwicklers Hothead Games wurden die Release-Daten von Swarm bekannt gegeben.

Das ungewöhnliche Spiel, bei dem Ihr die Kontrolle über bis zu 50 sogenannte Swarmites habt, erscheint am 23. März für XBLA und am 30. März für PSN.

Das Spiel kostet 1.200 MS Points beziehungsweise 12,99 Euro im PSN.

In folgendem Trailer seht Ihr, um was es bei Swarm geht.

Square Enix macht sich mit neuem Studio fit für die nächste Konsolen-Generation

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Square Enix (u.a. Final Fantasy) stellt demnächst 100 Mitarbeiter für ein neues kanadisches Entwicklerstudio ein.

Grund für die Eröffnung der Niederlassung seien die kommenden Konsolen, welche mehr Aufmerksamkeit und auch Personal erfordern, wie Stéphane D‘Astous, seines Zeichens Leiter des Studios Eidos Montreal, sagte.
Er soll auch die Frage klären, wo in Kanada der Standort des neuen Studios sein soll. In Frage kommen Montreal, Quebec und Toronto, wobei Square Enix hofft, von Subventionen des Landes zu profitieren.

Nintendo-Shop-Kanal Update 18.3.2011

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Virtual Console

In der SNES-Rubrik gibt es seit heute ein absolutes Highlight: Final Fantasy VI bzw. hier unter dem US-Originaltitel Final Fantasy III veröffentlicht. Leider hat man keine Anstalten gemacht, den Namenswirrwarr für europäische Spieler zu beheben, war das Spiel als FF VI hierzulande doch auch bereits für PlayStation und GBA erhältlich – aber das war ja auch schon bei Final Fantasy II/IV so. Ungeachtet dessen können wir Nichtbesitzern diese Episode ans Herz legen – gönnt Euch einen der besten FF-Teile!

WiiWare

Im WiiWare-Shop besinnt man sich auf klassische Spieletugenden und bringt mit Bingo Party Deluxe (Ateam Inc., 500 Punkte) eine waschechte Bingo-Umsetzung auf die Mattscheibe. In diesem wahrgewordenen Seniorentraum könnt Ihr mit bis zu drei weiteren Spielern typische Bingo-Varianten daddeln.

DSiWare

Zu den interessanteren DSi-Games dieser Woche gehört Castle Conqueror (Circle Ent., 500 Punkte). In der Rolle eines Cartoon-Kommandanten befehligt Ihr Eure Truppen in Echtzeit und erobert neues Land um Eure Zentrale. Nach den Schlachten bekommt Ihr Karten, mit deren Hilfe Ihr Eure Einheiten aufwertet. Scheint auf den ersten Blick ganz nett zu sein.

Arctic Escape (Teyon, 500 Punkte) lädt Euch in die Arktis ein, wo Ihr in typischer Lemmings– oder ChuChu-Rocket-Manier mittels verteilbaren Symbolen eine Reihe von Pinguinen in 100 verschiedenen Levels zum Ziel leitet.

Zu 5 in 1 Mahjong (cerasus.media, 200 Punkte) muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Ihr wählt aus verschiedenen Mahjong-Varianten und rätselt los.

Lord British entdeckt Social Network Gaming

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Richard Garriott ist vielseitig und ein Nerd wie er im Buche steht: Mit seiner Ultima-Rollenspiel-Serie hat er das Genre über zehn Jahre lang geprägt. Mit Britannia Manor hat der leidenschaftliche Hobby-Zauberer sich sein eigenes Gruselhaus hingestellt. Mit 30 Millionen US-Dollar hat sich der Sohn eines NASA-Astronauten 2008 einen Sitzplatz im russischen Soyuz-Spacecraft gekauft. Und jetzt hat er Social Network Gaming für sich und sein Alter Ego Lord British entdeckt.

Auf dem gerade stattfindenden South by Southwest Festival in Texas stellt Garriott aktuelle Projekte seiner Firma Portalarium vor. Lord British’s New Britannia (Arbeitstitel) sorgt vor allem des bekannten Namens wegen für Aufmerksamkeit. Bei dem Social Network Game wird sich alles um den titelgebenden Aristokraten drehen. Was genau sich dahinter verbirgt oder auf welcher (Social-Media-)Plattform das Spiel kommen soll, lässt Garriott offen – versucht aber zu beruhigen: “Dieses Virtual-World Game wird nicht nur ein ultra-einfaches MMO auf Social Media Basis. Das wäre ein Fehler.” Dann ist ja alles gut. Und wer von Euch sich jetzt fragt, warum Garriott einen so sperrigen Namen gewählt hat: Die Rechte für Ultima liegen nach wie vor bei EA.

Das zweite vorgestellte Projekt ist schon wesentlich weiter fortgeschritten, dafür aber noch bizarrer: Ultimate Collector ist eine Mischung aus Social Network Game und TV-Show moderiert von – genau – Richard Garriott. Die Pilot-Folge ist bereits abgedreht und das Ganze soll im zweiten Quartal 2011 zu sehen sein.

Auf eine neue Ultima-Folge müsst Ihr also noch weiter warten.

L.A. Noire – neue Screenshots von Phelps’ Partner

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Starsky & Hutch, Crockett & Tubbs und Riggs & Murtaugh sind lediglich drei von zahlreichen Cop-Buddies der Film- und Fernsehgeschichte. Auch Rockstars kommendes Krimi-Epos L.A. Noire stellt Hauptcharakter Cole Phelps einen Partner zur Seite. So wurden jetzt Screenshots veröffentlicht, die das Hauptaugenmerk auf den Nebencharakter Stefan Bekowsky legen, den Partner und guten Freund von Cole Phelps. Werft einfach einen Blick in die Galerie.

Mit L.A. Noire scheinen indes Team Bondi und Rockstar dem gegenwärtigen Trend der kurzen Single-Player-Kampagnen entgegenzutreten, wie auf der PAX East bekanntgegeben wurde. Dort kündigte man an, dass die Hauptstory des Spiels etwa 25 bis 30 Stunden Zeit in Anpruch nehmen wird. Neben den 23 Fällen der Hauptstory soll es weitere Missionen geben, welche die Hintergrundgeschichten der Nebencharaktere beleuchten. Und wem das immer noch nicht genug ist, der freut sich auf noch mehr Fälle per DLC. Seid gepannt auf den 20. Mai!

Crysis 2: PS3-Multiplayer-Demo wird wieder aus dem PSN entfernt

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Seit zwei Tagen ist die Multiplayer-Demo von Crysis 2 für die PS3 erhältlich. Es gab aber immer wieder Klagen von Spielern, dass Matches nicht zustande kämen und dass es massive Verbindungsprobleme gäbe. Electronic Arts hat sich aus diesem Grund dazu entschlossen, die Demo aus dem PSN Store zu entfernen.

Hier das offizielle Statement von EA:

“Thank you for your interest in the PlayStation 3 version of the Crysis 2 multiplayer demo. Though many gamers have had a great experience playing the demo, we are aware that others have been experiencing server connection delays. We’ve identified the root cause and have decided to close the PS3 demo in the next 24 hours to ensure all issues are resolved when the game launches next week. Our priority is to ensure that the final product is flawless at launch.”

Crysis 2 erscheint bei uns am 24. März ungekürzt für Xbox 360, PlayStation 3 und PC. Die Hintergrundgeschichte hat der Bestseller-Autor Richard Morgan verfasst, die Musik stammt von Hans Zimmer.

Valve heuert ehemaligen “Thief”-Spiele-Designer an

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Älteren Semestern sind sicher noch Spiele wie Ultima Underworld 1 & 2, System Shock 1 & 2, Thief 1-3, Deus Ex 1 & 2 ein Begriff. Doug Church (Bild oben) war damals einer der Lead Designer der genannten Spiele und arbeitete in den frühen 1990er für Origin Systems und Looking Glass. Bis 2005 war er bei Eidos tätig und anschließend bei EA Los Angeles als Executive Producer an dem inzwischen eingestellten Steven-Spielberg-Projekt LMNO beschäftigt. Jetzt ist er von Valve angeworben worden.
Der Spieldesigner unterstützt das in Seattle beheimatete Unternehmen seit einigen Wochen aktiv. Dies geht aus einem Bericht von Gamasutra hervor.

Mit welchem Projekt Doug Church bei Valve zurzeit betraut ist, ist noch unbekannt. Selbst Valves PR-Chef Doug Lombardi verlautet gegenüber Gamasutra, davon keine Kenntnis zu haben.

Demnächst stehen bei Valve Portal 2 (erscheint am 21. April für Xbox 360, PlayStation 3 und PC) und DOTA 2 (PC) an. Zum lang erwarteten Half-Life 2: Episode 3 gibt es nach wie vor keine konkreten Informationen.

Geldgier oder Chance? Insomniac gründet Social-Games-Abteilung

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Am vergangenen Samstag gab der US-Entwickler Insomniac Games in einem Blog-Post und im Rahmen der SXSW Interactive bekannt, dass eine neue Abteilung gegründet wurde, die sich auf Social Games spezialisiert. Unter dem Label Insomniac Click sollen in Zukunft Spiele veröffentlicht werden, die vor allem für die Nutzer von Smartphones und das Facebook-Publikum bestimmt sind.

In seinem Eintrag schreibt Insomniacs Kreativleiter Brian Hastings, der u.a. an der Ratchet & Clank-Serie mitgearbeitet hat, dass herkömmliche Videospiele so kompliziert geworden seien und z.T. so viele Fertigkeiten und Vorkenntnisse erforderten, dass das Medium einen großen Personenkreis von vornherein ausschlösse. Dies treffe gerade auf die am aufwändigsten und teuersten produzierten Produkte zu. Daher sollen von Insomniac Click nun die Qualitäten der bisherigen Werke – die als komplexe Welten, gehaltvolle Storys und gute Spielbarkeit bezeichnet werden – auch auf diese neuen Medien übertragen werden. Es folgt eine längere Abhandlung der Frage, was Spiele überhaupt ausmache und ob Social Games eigentlich als solche bezeichnet werden könnten. Hastings kommt zu dem Schluss, dass viele Facebook-Spiele bisher eher Aktivitäten glichen, da keine Probleme gelöst, sondern bestenfalls Ziele erreicht werden müssten. Er fügt aber auch hinzu, dass sich eine Entwicklung hin zu anspruchsvolleren Games beobachten lasse.

Abgesehen davon, dass sich Insomniac Click also das Ziel gesetzt hat, “richtige“ Spiele herzustellen, werden noch folgende Designphilosophien genannt, welche die kommenden Titel von der breiten Masse abheben sollen:

  • Die sozialen Interaktionen (also das gegenseitige Beschenken oder der Warentausch) sollen nicht nervtötend, sondern für beide Seiten unterhaltsam sein.
  • Anstatt durch Pop-Ups, Status-Update-Spam oder auf den teuersten möglichen Wert eingestellte Mikro-Transaktionen usw. übers Ohr gehauen zu werden, soll der Spieler in erster Linie durch ein gut gemachtes Spiel zum Wiederkommen und Zahlen gebracht werden.
  • Es soll die Spieltiefe von Konsolentiteln erreicht werden.
  • Die Spiele sollen für jedermann leicht zugänglich sein, aber Monate an Übung erfordern, um sie richtig zu meistern.
  • An erster Stelle soll der Spaß stehen.

Außerdem hob Hastings noch einmal hervor, dass Click ein neues Studio sei, an dem außer ihm kein Insomniac-Personal arbeite und für das neue Mitarbeiter eingestellt wurden, so dass niemand befürchten müsse, dass Ressourcen für Konsolenprojekte wie Resistance 3 anderweitig eingesetzt würden. Es wurde auch eher ausgeschlossen, dass bereits existente Charaktere für diese Unternehmungen herhalten müssten, so dass sich Fans erst einmal keine Sorgen machen brauchen, dass Ratchet nun unter die Farmer geht.

Es fällt auf, dass beinahe der gesamte Post eigentlich eine Rechtfertigung dafür ist, dass in Zukunft auch das große Marktpotenzial der Spiele für soziale Netzwerke genutzt werden soll, auf welche von vielen Gamern herabgeblickt wird. Und tatsächlich gehen mit ähnlich lautenden Ankündigungen aus den Reihen von Traditionsstudios wie Atari, Konami, Rebellion (Aliens vs. Predator) und Square Enix auch immer Unkenrufe einher, dass man versuche, das schnelle Geld zu machen und am Ende evtl. die Core-Gamer in die Röhre gucken müssten. Zum Teil scheint diese Sorge auch berechtigt – so wurde jüngst bekannt gegeben, dass bei Hudson Soft die US-Zweigstelle geschlossen und der Fokus nach einer Umstrukturierung zukünftig auf die Herstellung von Social Games gelegt werde (wir berichteten).

Man kann es aber auch so sehen, dass zwei vollends unterschiedliche Märkte bedient werden und daher annehmen, dass die Entwickler, wie im Fall von Insomniac, eher expandieren als eine Kehrtwende einzulegen, um so auf mehreren Feldern Fuß zu fassen. Hier muss der weitere Verlauf beobachtet werden. Es bleibt zudem zu hoffen, dass die meisten Studios auch so ambitioniert sind, dass sie nicht nur Spiele entwickeln wollen, die lediglich nebenbei als Zeitvertreib gespielt werden, und daher auch weiterhin kreativ auf den Konsolen wirken. Überdies kann man sich von dem Wirken etablierter Entwickler auf dem Social-Games-Sektor eine Qualitätssteigerung versprechen, so dass die Facebook-Spiele auch für den Core-Gamer etwas interessanter werden. Hinzu kommt, dass bessere und außergewöhnliche Spiele, die in den sozialen Netzwerken von einem riesigen Publikum gespielt werden, für noch mehr Akzeptanz unserer Spiele-Leidenschaft führen könnten, oder sogar den einen oder die andere anregt, über den Tellerrand zu schauen und sich endlich eine Konsole zuzulegen.

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