Das personifizierte Grauen für alle, die ihre Hoffnung auf gute Spiel-Verfilmungen nicht aufgeben wollen, schlägt wieder zu: Uwe Boll bleibt weiterhin hartnäckig und versucht sich erneut an einem Zelluloid-Machwerk, das auf einem Spiel basiert. Diesmal erwischt es erneut Dungeon Siege, allerdings nur halb – weil Boll die Lizenzrechte daran nicht mehr besitzt (irgendwer bei Square Enix hatte wohl einen lichten Moment), wird das Nachfolge-“Epos” ohne die namentliche Nennung davon auskommen müssen. Nachdem Teil 1 aber auch schon Schwerter des Königs (bzw. im Original “In the Name of the King”) hieß und Dungeon Siege nur klein als Untertitel auftauchte, stört das den Vielfilmer wohl nicht weiter.
In Schwerter des Königs II (nennen wir das Werk mal so) taucht auch Jason Statham nicht mehr auf (er hatte wohl einen lichten Moment), dafür lässt sich ein Altstar auf das Wagnis ein, der wohl seinen jüngst wieder twas aufpolierten Ruf gerne wieder loswerden will: Die schwedische Kampfmaschine Dolph Lundgren nutzt die Zeit vor dem unvermeidlichen Expendables II, um mal kurz Mittelalter-Held zu spielen.
Zur Handlung gibt’s ein paar Infos, die sich wie folgt zusammenfassen lassen: 50 Jahre sind nach dem ersten Teil vergangen, das Reich ist zerstört und Monster haben die Oberhand blabla… da wird durch ein Zeitportal ein Cop (Lundgren) aus dem Jetzt zurück teleportiert und soll kräftig aufräumen. Der Kniff: Besagter Held ist eigentlich der letzte Nachkomme des alten Reichs, der von seinen vorausschauenden Eltern zur Sicherheit in die Zukunft geschickt wurde. Klingt doof und irgendwie nach Superman-Abklatsch, aber eigentlich passt’s auch zu einem Boll-Werk…