Activision nimmt Stellung zu den gestrigen Vorkommnissen und bestätigt den Rauswurf der Infinity-Ward-Bosse Jason West und Vince Zampella wegen Vertragsbruch. Vorläufiger Ersatz ist gefunden: Steve Pearce (Activision Publishing CTO) und Steve Ackrick (Activision Publishing Head of Production) übernehmen die Leitung des kalifornischen Studios.
Ein internes Memo an die Infinity Ward-Mitarbeiter von Activision-Chef Mike Griffith gibt indes Aufschluss über die Ausrichtung der zugkräftigen Call of Duty-Lizenz. Demnach liege die Zukunft der Reihe weiterhin in den Händen von Infinity Ward. Das überrascht, nachdem der Publisher folgende Pläne ausbreitete:
- Treyarch (World at War) stellt für diesen Herbst ein neues Call of Duty fertig
- im nächsten Jahr soll ein neuer Call of Duty-Teil von Infinity Ward erscheinen, die derzeit noch an den beiden Map-Packs zu Modern Warfare 2 arbeiten
- ebenfalls für das nächste Jahr entwickelt das neu gegründete Studio Sledgehammer (unter der Leitung der EA-Veteranen Glen Schofield und Michael Condrey) ein Action-Adventure im Call of Duty-Universum
- eine neue Business-Abteilung entwickelt neue Geschäftsmodelle, erarbeitet Online-Content, neue Genres und neue Absatzmärkte (insbesondere Asien)
Warum die Infinity Ward-Bosse gehen mussten, bleibt Spekulation. Angesichts des hemmungslosen Ausbaus der Marke Call of Duty scheint hierin aber der Hund begraben zu liegen. Schweigeklauseln verhindern sicherlich, dass Gerüchte aus dem Weg geräumt werden – aber vielleicht ist den ehemaligen Studiobossen bald eine Klage mehr oder weniger egal.




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