Meckerweide
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captain carot vor vor 3 months, 2 weeks aktualisiert.
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29. September 2013 um 18:55 #1032703
KnightWolfTeilnehmerEcht jetzt Saturn und Media Markt sind ein Konzern? Das wusste ich gar nicht, schäm. Danke nochmal für die Info Kong!
29. September 2013 um 19:23 #1032704
LagannTeilnehmerAber jetzt mal ehrlich, du wohnst in Altenessen und beschwerst dich, dass ein Media Markt zumacht?
Es gibt im Umkreis von 10 Kilometern mindestens noch drei weitere und ungefähr 20 Saturn Filialen, die nicht gerade klein ausfallen.
Geh mal in den Limbecker Platz, oder ins Centro, da gibts ne riesige Auswahl.29. September 2013 um 19:29 #1032705
captain carotTeilnehmerJa, MM und Saturn sind im Prinzip dasselbe in Grün. Konkurrenz ist also ein Pro Markt, Medimaxx oder so.
Man kann also eher sagen, dass es jetzt schon mehr Konkurrenz bräuchte. In der Praxis ist das mittlerweile das Internet, weswegen Media Saturn Holding ja Redcoon gekauft hat.
29. September 2013 um 19:47 #1032706
RavingrabbidTeilnehmerhttp://www.channelpartner.de/handel/ecommerce/2614068/index.html
Kein Grund zur Panik. Klingt alles nur dramatischer als es letzten Endes ist.
29. September 2013 um 19:51 #1032707
captain carotTeilnehmerJa, selten hat ein Laden so viel Theater um seine Inventur gemacht.
Genau deswegen übrigens die “Abverkäufe und Ausverkäufe” im Moment.
29. September 2013 um 20:11 #1032708
LofwyrTeilnehmerIch weiss schon warum ich im Expert kaufe.
29. September 2013 um 21:57 #1032709
ChrisKongTeilnehmerSollte MM ganz verschwinden, dann trauere ich denen sicher nicht nach. Preise solala bis teuer, Auswahl immer mickriger (war früher viel besser, da gabs z.B. eine eigene Ecke für SEs oder so, aber nach zwei Umbauten ist nichts mehr davon übrig), der Service ist mit der beschissenste, den ich überhaupt kenne. Ist nach Onlineshops, Gamerläden und Kaufhäusern, erst die 4. Option. Das meiste läuft halt wirklich Online, weils bequemer und günstiger ist die meiste Zeit. Ist auch ein Stück weit logisch, man muss ja Online keinen Laden bewirtschaften, mehr Personalkosten, Ladenfläche mieten (viel teurer als Lagerfläche), Beleuchtung, etc. Und vieles, das limitiert ist krieg ich dann auch nicht.
Früher hat ich meinen Gamerladen und meine Videothek, aber haben beide dichtgemacht. Hab bis zuletzt dort eingekauft, hat sich aber einfach nicht rentiert für die Betreiber, was schade ist, werde die Gespräche vermissen.29. September 2013 um 22:29 #1032710
captain carotTeilnehmerDas mit den Preisen ist ein Thema für sich. Wenn man Glück hat gehen die bei einzelnen Artikeln auf den Amazon Preis runter. Da wo Media Markt noch große Konkurrenten hat sind meist auch die Preise etwas niedriger. Wo die Konkurrenz plattgemacht wurde sind die allerdings meist überhaupt nicht günstig. Bei weißer und brauner Ware ist da ein EP selten teurer, oft sogar günstiger.
Bei Unterhaltungselektronik, Bild- und Tonträgern kommt der real sogar oft günstiger, leider mit meist bescheidener Auswahl.
Unser lokaler Karstadt war früher schon bei Filmen und Musik meistens günstiger. Das ist leider seit einigen Jahren Geschichte.
Ergo hab ich jetzt oft die Wahl zwischen Media Markt und Online, ist ein bisschen wie Pest und Cholera.
29. September 2013 um 22:47 #1032711
ChrisKongTeilnehmerWarum, was stört dich denn an den Onlineshops?
29. September 2013 um 22:59 #1032712
Max SnakeTeilnehmerWer will am Tag der Deutsche Einheit schoppen?
Und wenn dann eine Möglichkeiten, Flohmarkt.
29. September 2013 um 23:26 #1032713
KnightWolfTeilnehmerStimmt warum das Drama. Ich selber beziehe das meiste sowieso über Ebay und Amazon, nur hin und wieder gehe ich mal in einen Elektromarkt der Abwechslung wegen, und da ich dort die Möglichkeit habe mir z.b einen Fernseher aus nächster Nähe anzuschauen.
30. September 2013 um 7:21 #1032714
captain carotTeilnehmer@ChrisKong: Die Onlineshops gehen in erster Linie auf die Kosten regionaler Anbieter, in vielen Bereichen dürfen erst mal die kleinen Läden, die meist auch guten Service und qualifizierte Beratung bieten dran glauben. Teilweise sind Kunden auch so lustig, sich im Fachhandel beraten zu lassen um dann im I-Net zu kaufen.
Im Netz sind es wiederrum außer in Nischenbereichen vor allem die großen Anbieter, die profitieren, weit weniger die kleinen Shops.
30. September 2013 um 7:40 #1032715
ChrisKongTeilnehmerDer World of Games Shop hat auch mal so angefangen, aber da hat man schnell die Zeichen der Zeit erkannt und angefangen online zu verticken. Durch den super Service, die kompetente Beratung und das Gefühl, es mit Kennern der Branche zu tun zu haben, hat diesem Unternehmen einen erheblichen Erfolg beschert. Erst wars ja mal nur ein Geheimtipp, aber seit FB ist es das schon längst nicht mehr. Der andere Laden ist Softridge, die haben bei mir ein Stein im Brett, da sie viele Sachen, die als vergriffen gelten organisieren können. Die ganzen Ace Attorney Games, die Stink-Capcom nur in kleiner Auflage gebracht hat, haben die mir organisiert, kann da nicht klagen. Aber da wir in der Schweiz alles kleiner und kompakter haben, entsteht auch nicht sofort das Gefühl nur der Lakaienkonsument eines Grosskonzerns zu sein. Von Amazon und Co halte ich nun nicht wirklich viel, die werden nur dann bei mir aktiv, wenn ich den Artikel nirgends sonst auftreiben kann, ansonsten können mir die gestohlen bleiben.
30. September 2013 um 8:52 #1032716
Sil3ntChillTeilnehmer[Mehr oder weniger Off-Topic, da kein Meckern im eigentlichen Sinn]
Bezüglich Media Markt und Co. (meine persönlichen Gedankengänge dazu ^^) :
Als erstes sei gesagt, dass ich einer der Menschen bin, die ab und an mal in so’nem Elektronikriesen reinschaut. Oft einfach nur um ein wenig zu Bummeln. Was die Damen der Schöpfung im Schuhladen oder Klamottenladen ihrer Wahl machen, mach ich halt im Elektronikbereich.

Und ja, ab und an kauf ich mir da n Schnäppchen, oder auch mal ne BluRay aus ner Laune heraus.
Größere Anschaffungen (Fernseher, Kühlschrank, Waschmaschine, etc.) werden auch immer in lokalen Geschäften nach einem vernünftigen Preisvergleich gekauft.
Beratung hole ich mir ausschließlich über Freunde, Internet und eigener Erfahrung. Die “Beratung” in so’nem Elektroriesen ist schon für Ottonormalverbraucher ein Verbrechen.
Warum dann trotzdem mal n Bummel im MM oder Saturn?
Die meisten kleineren Anbieter sind nunmal inzwischen nicht mehr da, oder konkurrenzfähig. Warum das so ist, ist mir natürlich klar.Das führt mich zu meinem zweiten Punkt:
Man könnte natürlich nun herrlich weiter über die Verdrängung der Kleinen durch die Standortketten oder das Internet diskutieren.
Dann könnten wir allerdings gleich über den Bankrott der alten “Tante Emma Lädchen” oder des Metzgers um die Ecke (verdrängt durch flächendeckende Supermärkte und Discounter), den Tod des Buchhandels (böses Amazon, etc.) oder das Aussterben der Videotheken (Onlineshops, Streamingabgebote, etc.) sinnieren.Aber inzwischen haben wir uns (“notgedrungen”), in diesen anderen Konsumsparten, ebenfalls arrangiert. Selbst wenn wir den Kleinen mit unsere Finanzkraft unterstützen (den Braten eben beim Metzger holen und nicht an der SB des Supermarktes), rennt die Schwarmintelligenz trotzdem größtenteils in die Supermärkte.
Warum? Schneller, man hat alles auf einmal, Kartenzahlung möglich, und und und. Die Gründe sind vielfältig.
Ein nicht zu unterschätzdender Grund, ist schlicht und ergreifend die Kaufkraft des Einzelnen (nicht alle haben ihr Auskommen in einer Höhe, die es ihnen erlauben würde Discounter zu meiden) und die strikte Weigerung der Konsumenten mehr für etwas “Vergleichbares” auszugeben (also die Konsumenten, die theoretisch liquider sind als andere).Natürlich ist es für das kleine Familienunternehmen, welches vierzig Jahre oder mehr ihre Dienste angeboten hat, schlichtweg Scheiße, wenn im Einzugsgebiet eine nicht zu überwindende Konkurrenz eröffnet.
Manche behelfen sich mit besserem Service, Reperatur- und Instandhaltung alter Geräte etc.. Aber oft zögert es das Unvermeidliche nur hinaus.Was man ebenfalls nicht unberücksichtigt lassen darf (und gerne von den Verantwortlichen einer Stadt und des Unternehmens genannt wird), ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Welche Qualität diese Arbeit dann für den Arbeitnehmer letzten Endes hat, ist oft von fragwürdiger Natur. Schließlich zählen eher nur die harten Zahlen. Sei es die gedruckte auf dem Lohnzettel, oder die die in der Arbeitslosenstatistik aufgeführt wird.
Ob mir diese Entwicklung in fast allen Bereichen unseres Lebens gefällt oder nicht steht wieder auf einem anderen Blatt.
Ich persönlich würde mir natürlich eine freidliche Coexistenz zwischen regionalen kleineren Betrieben und einem Großkonzern wünschen. Aber die Erfahrung lehrt mich, dass das einfach utopisch ist.
Unsere Geselschaft tendiert eben heutzutage meist zur Ellenbogenmentalität und zu “höher, schneller, weiter”.Auch die (nennen wir es mal) Modeerscheinung “Kauf beim regionalem Erzeuger/Händler”, die manchmal in eine Kommune Einzug hält, ist meist nur temporär. Böse ausgedrückt, verlgleichbar mit der Spendenbereitschaft der Deutschen, wenn irgendwo ein großes Unglück medial präsentiert wird und zu Spenden aufgerufen wird, oder (klassisch) zur Weihnachtszeit.
Nicht falsch verstehen. Temporäre Unterstützung (wie auch immer) ist wesentlich besser, als gar keine.Ich als Einzelner kann da nur versuchen ein ausgewogenes Maß zu finden, die meine persönliche finanzielle Situation hergibt.
[Wall-of-Text Ende]
Falls Jemand bis hier gelesen hat: Danke für’s zulesen.
30. September 2013 um 9:04 #1032717
ChrisKongTeilnehmer@Sil3nt Chill Das dürften wohl die meisten so sehen, das Gros hier sind ja keine Superverdiener. In der Schweiz wollte man ja die Buchläden über staatlichen Protektionismus schützen, indem man eine Buchpreisbindung hatte. Doch das Volk hat sie wieder abgeschafft. Persönlich war ich nicht der Meinung, dass man einzelne Sparten schützen soll, so hart das klingt, dann müsste man wenn, dann eben für sämtliche Produkte sowas haben, mein Videothekar konnte ja preislich auch nie mit den grossen mithalten, nur führt das in eine Planwirtschaft, was eben nicht wirklich funktioniert hat, überall wo man sowas hatte.
Ich schreibe dies natürlich auch der Neigung des Menschen zu, sich generell schwer mit Veränderungen zu tun, gehört aber leider nunmal zum Leben dazu, aber mit dieser Mischung aus Konservation und Pioniergeist müssen wir alle umgehen. -
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