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  • #1014357
    Anonym
    Inaktiv
    rvn wrote:

    In meinen Bekanntenkreis von damals kann man heute super unterscheiden, wer damals beim Kiffen hängen geblieben ist und wer es nur mal auf Partys gemacht hat. Macht auf lange Zeit definitiv den Keks weich und richtet viel Schaden an.

    Definitiv nicht.
    Wer durchs Dauerkiffen Probleme bekommt, hatte oft schon vorher was falsch gemacht. Z. B Stress und psychische Probleme, welche man dann versucht mit Substanzen, also auch Weed, zu verdrängen. Das geht in vielen Fällen nach hinten los. Vorallem wenn man sich dauerhaft was reinziehen muss, damit man überhaupt noch gut drauf und “glücklich” ist.

    Dann gibt’s noch die, die sich gar nicht vorher informieren, aber Hauptsache konsumieren. Kennen z. B nicht mal den Unterschied zwischen Sativa und Indica, bei Marihuana.
    Alles nicht wirklich optimale Bedingungen.

    Das Konsum von Marihuana, auf lange Zeit den “Keks weich macht”, entspricht pauschal definitiv nicht der Wahrheit.
    Es gibt angesehene Ärzte, Richter, Wissenschaftler, Sportler usw. welche sich seit Jahrzehnten, unter anderem auch täglich, mal ein paar Joints geben.
    Dein Bekanntenkreis ist da nicht wirklich relevant, was das angeht. Weiß du was die geraucht haben? Von wem das Zeug war? Unter welchen Lebensumständen? Irgendwelche Vorerkrankungen? In welchem Alter angefangen? Und und und.

    In meinem Bekanntenkreis habe ich zwei, welche seit 15 bis 25 Jahre täglich Gras Rauchen. Der eine Herr leitet eine Firma für Elektro-Technik (Schweißgeräte z. B) und die Dame ist seit ein paar Jahren in der Mikrobiologie tätig.
    Das haben die sicher nicht mit einem weichen Keks geschafft.
    Und nun?

    Dieses “ich kenne jemanden in meinem Bekanntenkreis und der ist voll hängengeblieben” Argument, trägt zum Thema etwa so viel zum Thema bei, wie wenn ich dieses Bild hier poste, und meinen würde, das Thema sei damit gegessen.
    CAXlzcqVIAAUr9d.jpg

    Was ich daraus immer wieder schließe, ist das wir viel mehr Aufklärung und Bildung brauchen, was dieses Thema angeht. Damit würde allen immer noch am meisten geholfen werden. Auch in Schulen z. B.

    #1014358
    rvnrvn
    Moderator

    1. Ich gebe recht wenig auf – unter anderem – die ‘Expertise’ von jemandem der sich regelmäßig zudröhnt. Gerade wenn es um das Thema Drogen geht. Dürfte jetzt allerdings nicht überraschend sein. Ich frage auch niemanden bei Lucky Strike, wie er Tabakkonsum findet.
    Wenn dann noch rauszulesen ist, wie sehr sich derjenige gerade versucht sachlich zu geben und als Gegenargument für die Betrachtung einer großen Gruppe, die er für nicht repräsentativ hält, 2 Einzelschicksale aufführt, bestätigt mich das erfreulicherweise.
    2. ‘Weicher Keks’ bedeutet nicht, dass man dumm ist.

    #1014359
    ZiepZiep
    Teilnehmer

    Ja, Umstände sind halt immer ausschlaggebend. Da ist es egal, was man debattiert. Wenn man die beliebte Killerspieldebatte nimmt, kann es ja eben doch sein, dass einer der psychisch labil ist und sonst eine eigene Art von Einstellung und Intelligenz hat (will ich mal nicht näher drauf eingehen), unter Umständen doch Videospiele den letzten Schub geben. Woher will man das im Einzelfall wissen, dass das doch nicht so ist? Ich würde in 99,9% nein sagen, aber wer weiss?

    Die Fälle im Bekanntenkreis können unter Umständen selbstverständlich an etwas anderem leiden, es muss nicht 100% vom Konsum kommen. Ist halt auffällig, dass alle diese Personen das halt exzessiv gemacht haben. Und der übliche Mensch leitet das dann natürlich davon ab. Das Rasiermesser von O. kann hier auch genannt werden. Niemand ist frei von Vorurteilen.

    Wenn es so manchem sogar gut tut, sollte man das Zeug ohnehin nicht pauschal verteufeln. Aber Selbstkontrolle ist ne schwierige Sache. Ich persönlich glaube nicht, dass jemand dauerstoned gut durchs Leben schreiten kann. Das ist aber durch unsere Gesellschaft gegeben. Die Person selber kann vielleicht glücklich damit sein, anerkannt ist es halt nicht. Komisch, dass es beim Alk und Zigs so ist, aber da verdient der Staat so dermaßen fett daran, dass man lieber die negativen Auswirkungen in Kauf nimmt.

    #1014360
    rvnrvn
    Moderator

    Es stimmt natürlich, dass Leute damit klarkommen. Es kommen auch Leute mit Alkoholsucht klar. Trotz allem ist es eine Droge, die leicht zur Abhängigkeit führt und vorallen Dingen ist es nunmal die Einstiegsdroge schlechthin.

    #1014361
    VreenVreen
    Teilnehmer

    Eine Freundin von mir aus Schulzeiten ist durch kannabis psychotisch geworden. Erst war sie hyperaktiv und hysterisch, dann hat sie damit gedroht sich umzubringen. Nachdem wir dann einen Krankenwagen gerufen hatten kam sie für mehrere Monate in eine geschlossene Klinik und danach ins betreute wohnen inklusive Präsenz in einer tagesklinik. Ihre Persönlichkeit hat sich völlig verändert und sie ist jetzt noch teilweise paranoid, hysterisch und manisch depressiv. Sie hst keine frust oder stresstoleranz mehr. Daher ist sie nicht geschäftsfähig und wird nie einen regelmäßigen Beruf ausüben können, geschweige denn Familie haben. Bevor das passiert ist hat sie Theater gespielt, Musik in einer Band gemacht und wollte Kunst studieren. Als ich sie das letzte mal gesehen habe, hat sie in der Klinik adventskränze gebastelt.

    An die Geschichte muss ich immer denken, wenn ich mitbekomme, wie manchmal cannabis von Leuten als harmlos dargestellt wird, und den Verbot von cannabis als unverhältnismäßig oder politische Willkür. So einfach ist es nicht.

    #1014362
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Ich sehe kiffen auf dem gleichen Level wie saufen.

    #1014363
    SonicFanNerdSonicFanNerd
    Moderator

    Hab da an anderer Stelle auch schonmal was zu geschrieben und wiederhol das nun nicht.
    Nur soviel:
    Ich stehe dem Thema zwar auch eher skeptisch gegenüber (aus Gründen wie an anderer Stelle erwähnt), aber die Argumentation “beim Kiffen hängen geblieben” ist zu undifferenziert.

    Es gibt wohl Studien, die eben die These stützen, dass “Spätfolgen” eher mit dem generellen Lebensstil in Zusammenhang gebracht werden müssten.
    Permanent eingeschränkte kognitive Fähigkeiten müssen demzufolge nicht zwingend durch den Konsum der Substanz THC hervorgerufen werden. Ungesunde Lebensweise (egal wie) über einen längeren Zeitraum zieht schlicht den vorzeitigen Verfall unseres Körpers nach sich.
    Sprich:
    Der (häufige) Konsum von Cannabis begünstigt eine spezielle Lebensweise und andersherum.
    Natürlich spielen Faktoren wie soziale Umgebung und Prägung, sowie genetische Prädisposition (erhöhtes Risiko) an einer Sucht zu erkranken ebenfalls eine Rolle.

    Dann gibt es natürlich unter anderem auch wieder Untersuchungen, die gerade Haschisch einen “Türöffner“-Effekt attestieren. Die ominöse Einstiegsdroge halt.

    Das Thema ist aus meiner Sicht einfach viel zu komplex, um dem hier in dieser Form gerecht zu werden.
    Nicht umsonst beschäftigen Suchterkrankungen ganze Berufszweige.

    #1014364
    SpacemoonkeySpacemoonkey
    Teilnehmer

    hab mich jetzt nicht schlaugemacht aber schätze alkohol macht schneller abhängig, macht schneller schaden, ist schneller mal überdosiert und macht aggressiver also extraschaden gegen andere. wohl auch mehr kills da ab vernünftiger menge richtig viel toxic damage. würde diese waffe wählen

    #1014365
    D00M82D00M82
    Teilnehmer

    Gibt auch Leute die rauchen kette und bekommen nie Probleme. Ist aber eben die Ausnahme und nicht die Regel und macht das Rauchen deshalb sicher nicht per se ungefährlich. Und wie rvn schon sagt, ist es nicht verwunderlich wie z.B. ein OStD hier antwortet, da seine allgemeine Gesinnung ja bekannt ist.
    Und da der entsprechende Thread dicht ist, bitte ich darum, das Thema hier auch einzustellen, da es vom Admin nicht gewollt ist.

    #1014366
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Eigentlich ist das meiste davon sonnenklar. Ausgangspunkt der Diskussion war aber letztlich, wie man das zu werten hat, wenn andere das einen anbieten. Und mMn besitzen Leute, die das tun, keinen inneren Anstand. Ich kenn wirklich genug Leute, die einen durchziehen, aber die würden mir den Stoff nicht anbieten und sehen ihren Konsum durchaus auch kritisch.

    Bei Erwachsenen ist das jedem seine Sache. Die Unterscheidung zu Alkohol würd ich gesetzlich gesehen auch nicht machen, sprich von mir aus beides legal. Ansonsten müsste man Alk, Zigaretten genauso verbieten.

    #1014367
    rvnrvn
    Moderator
    SonicFanNerd wrote:

    aber die Argumentation “beim Kiffen hängen geblieben” ist zu undifferenziert.

    Das war keine Argumentation, sondern eine Beschreibung des Konsumverhaltens. Bei der Tätigkeit des Kiffens hängen geblieben, nicht geistig während des Kiffens hängen geblieben. Meint also die Leute, die damals weiter gekifft haben, als die Kifferphase der anderen geendet hat und die dann täglich kiffen mussten. Ob abends komplett lethargisch in der Gruppe, weil kiffen ja so sozial ist und dabei so tolle Gespräche entstehen, oder morgens, nachmittags, abends alleine zuhause. Mit anderen Worten, Leute, die der Droge treu geblieben sind, oder schlicht in die Sucht gerutscht sind.

    SonicFanNerd wrote:

    Das Thema ist aus meiner Sicht einfach viel zu komplex, um dem hier in dieser Form gerecht zu werden.

    Nicht umsonst beschäftigen Suchterkrankungen ganze Berufszweige.

    Großartig diskutiert werden muss das hier auch nicht. So ziemlich alle sind sich einig, dass dauerhaftes Kiffen nicht cool ist. Mir persönlich ist es nur ein Anliegen, dass OSTD’s wiederholte Glorifizierungen und Relativierungen seines Drogenkonsums nicht unkommentiert im Forum stehen bleiben.
    Über irgendwelche Memes oder persönliche Storys aus dem Chaoshaus mit Nachbarn etc. kann man als Leser ja mal schmunzeln, aber sobald es dann um falsche Tatsachen geht, reicht es. Stichwörter: Jugendschutz, Außenwirkung, Hausrecht.

    #1014368
    SonicFanNerdSonicFanNerd
    Moderator

    @rvn
    Zu Punkt 1:
    Ok, alles klar. Hab ich missverstanden.
    Macht ja schon einen inhaltlichen Unterschied. :)
    Das war nun auch nicht explizit an dich gerichtet, obwohl es einen Teil deiner Aussage zitiert. Das Argument, wie ich es verstanden habe, ist eben ne Pauschalaussage und darauf wollte ich generell eingehen.

    Zu Punkt 2:
    Zu den Stichwörtern “Jugendschutz, Außenwirkung, Hausrecht” natürlich meine Zustimmung.
    Ich sehe die Diskussion in der Form ja eben auch eher kritisch, da zu komplex.
    Von einer Glorifizierung des Drogenkonsums per se halte ich auch wenig.
    Von Relativierung je nach Fall wieder nicht, da eine pauschale Moralkeule oft Gegenteiliges vom Gewollten bewirkt.

    #1014369
    rvnrvn
    Moderator

    Da gebe ich dir Recht, Relativierung kann auch ganz anders aussehen, wenn sie zb von Seite der Eltern stattfindet. Dann aber auch eben umfassend, also zB. unter Berücksichtigung der Tatsache, dass zwischen der Wirkung der Joints in den 60ern und heute Welten liegen. Sowas kann aber eben nur im vertraulichen Gespräch stattfinden und nicht durch sehr fragwürdige Aussagen in einem Internetforum.

    #1014370
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Was Drogen anrichten sieht man ja an OstD. Der hat seine Xbox verkauft um sich eine PlayStation zu holen. Wer macht denn so was? Da soll noch Mal jemand sagen das da keine Schäden entstehen.

    #1014371
    Anonym
    Inaktiv

    Ich will nochmal klarstellen, dass ich hier gar nichts glorifiziert habe. Da unterstellen mir Doom und rvn gern mal Dinge, die nicht stattgefunden haben. Der Lucky Strike Vergleich war auch nicht Sinnvoll. Die wollen was halt was verkaufen, während ich nur drauf hingewiesen habe, dass manches einfach nicht wahr ist, oder verallgemeinert dargestellt wird. Das Cannabis generell für jeden harmlos ist, habe ich nie gesagt. Im Gegenteil.

    Oder z. B grad die neue rvn Experten-Behauptung “dass zwischen der Wirkung der Joints in den 60ern und heute Welten liegen.”

    Wie kann man bitte so einen Blödsinn von sich geben?
    War das mal eine Überschrift zu einem Artikel aus der Bild?

    Naja, ich denk mir halt meinen Teil und gut ist.

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