Spiegel-Bericht über Videospieljournalisten

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  • #993898
    Anonym
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    Spiegel wrote:
    Die Redaktionen irren, wenn sie diese Ultras als ihre Kernklientel verstehen. Aber sie lassen sich von ihnen vor sich hertreiben.

    Was dabei rauskommt, wenn man für Casualgamer schreibt, konnte man jahrelang mit Grauen bei der Bravo Screenfun sehen…

    Spiegel wrote:
    Wie der deutsche Fachjournalismus einer Milliardenindustrie auf Augenhöhe begegnen will, wenn er sein Personal aus Amateuren rekrutiert, bleibt unklar

    Stimmt. Ulrich Steppberger, Oliver Schultes und Co. arbeiten ja auch erst seit 2 Wochen in der Branche…

    Sorry, aber dieser Bericht hat mich einige Male zum Lachen gebracht, weil der Schreiberling offenbar nicht versteht, wozu Videospiele gemacht werden: Zum Geldverdienen auf Seiten der Entwickler und zum Spaß haben auf Seiten der Zocker. Mir persönlich ist es völlig egal, ob ein Spiel nen intellektuellen Anspruch hat. Wenn es keinen Spaß macht, taugt es nix.

    Diese “Abrechnung” dient nur der Selbstprofilierung und kann von mir kaum ernst genommen werden.

    #993899
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @GrimMonolith: Dass die meisten Mags aber auf ein Heer freier Mitarbeiter zurückgreift, auch die Maniac hat welche, für´s Heft aber immerhin wohl alles gestandene Journalisten, ist dir schon klar, oder?
    Und es gibt einen Trend zu Laien, etwa in Form von Lesertests, Leserpreviews usw.


    @Vreen
    : Auffällig ist, dass sich bei Sound praktisch nur noch über langweilige Musik oder schlechtes Voiceacting beschwert wird. Die Technik interessiert da längst nicht mehr. Die bis Mitte der 90er recht häufige Bewertung der Steuerung ist auch eine Sache. Gab´s auf der PS2 noch so einige Spiele, die sic nicht besonders steuern ließen ist das mittlerweile weitgehend Geschichte. Auf Steuerung wird höchstens noch eingegangen, wenn sie ganz besonders gut, ungewöhnlich komplex oder sehr einfach ist.

    Auf die Dauer wird auch die Grafikbewertung immer unnötiger, weil außer bei technisch besonders schwachen Titeln Stil und Design immer wichtiger werden, während der Grad technischer Perfektion immer nebensächlicher wird.

    #993900
    Anonym
    Inaktiv

    @captain carot
    Genau aus diesem Grund unterscheide ich auch strikt zwischen Heft und Webseite, denn was die Freien hier teilweise abliefern, ist echt schauderlich. Abgesehen davon: Was ist denn bitte ein professioneller Spielejournalist? Keiner der gestandenen Recken bei der Maniac hat eine Ausbildung in diesem Bereich. Das, was diese Herren dazu befähigt, halbwegs kompetent über Spiele zu berichten, ist in erster Linie ihre umfangreiche Erfahrung als Gamer. Soweit ich mich erinnere, hat der Herr Steppberger während seiner ersten Jahre bei der Maniac sein BWL-Studium beendet. Michael Herde ist Medienpädagoge usw… Insofern sind das ja auch Laien, wenn man sie mit gut ausgebildeten Journalisten vergleichen will. Trotzdem weisen alleine diese beiden Herren mehr Kompetenz in Sachen Videospiele auf, als die komplette Spiegel-Redaktion…

    #993901
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Gerade für die kompetente Berichterstattung sind ein gewisses Maß an Objektivität und die Fähigkeiten, gute Texte zu schreiben sowie sauber zu recherchieren mindestens ebenso wichtig. All das beherrschen die Heftschreiberlinge definitiv, die Newssammler der Seite eher weniger, bis auf ein, zwei Ausnahmen und gerade beim Spiegel scheinen solche Fähigeiten eher untergeordnet, wenn ich mir manche Artikel da ansehe.
    Fakt ist aber auch, dass die Prozentwertung eher technische Aspekte des Gameplays berücksichtigt, früher völlig richtig, heute immer langweiliger, Stichwort Wertungsinflation. Ist da ein Rresistance 3 ein 90% Spiel oder ein technisch sehr guter Shooter, aber spielerisch prinzipiell das, was wir eh schon kennen und daher höchstens bei Präsentation und Setting besonders?

    Übrigens, gerade mit Bezug auf das schreiberische Niveau: Zwei Ausgaben ohen Max Wildgruber. Stimmt da was nicht?

    #993902
    Anonym
    Inaktiv

    Soweit ich die versteckte Andeutung in einem der letzten Podcasts richtig deute, ist Max wohl vertraglich an eine andere Seite/anderes Heft usw. gebunden.

    #993903
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Max schreibt auch für die Elektrospieler.

    #993904
    Anonym
    Inaktiv

    Der Typ scheint wohl noch nie eins der offiziellen Nintendo-Magazine in der Hand gehabt zu haben die immer kostenlos irgendwo im Kaufhaus rumlagen. Darin wurde nämlich sogar der größte digitale Durchfall mit Lobhuldigungen verziert.

    Davon abgesehen sollten Tests ja auch nur als Orientierungshilfe gesehen werden, schließlich sollte jeder am besten wissen welche Art von Spiel ihm am meisten Spass macht.

    Immer das selbe, alte, leidige Thema…

    #993905
    jp maverickjp maverick
    Teilnehmer

    Da geht die Post ab,der ungekürzte Artikel von Christian Schmidt,nebst höchst interessanter Diskussion…inclusive Mick Schnelle.

    http://kaliban.de/2011/09/zum-zustand-der-deutschen-spielekritik/

    #993906
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @Most Evil Spell: Die Nintendomags waren nunmal Eigenwerbung, keine kostenpflichtigen Fachmagazine.

    #993907
    Anonym
    Inaktiv

    Das ist mir wohl bewusst. Allerdings rechtfertigt das noch lange nicht Spielspassgurken anzupreisen. Ich könnte es ja verstehen wenn das damals nur bei Nintendo-exklusiven Games gemacht worden wäre… dem war aber nicht so.

    Wie auch immer – zum Glück gibts das Ding ja nichtmehr…

    #993908
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Das ist halt so wie mit den kostenlosen Heftchen im Kino oder in der Videothek. Die sind mittlerweile aber auch weitgehend Geschichte.

    #993909
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Was ist denn mit den ganzen Magazinen die sich nur um eine Konsole kümmern? Die kenne ich eigentlich nur als Werbeplattform.

    #993910
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Hängt davon ab, wofür. Die eigene Plattform wird natürlich immer maßlos beweihräuchert, die Spieletests sind schon mehr oder weniger objektiv.

    #993911
    Black KaindarBlack Kaindar
    Teilnehmer

    Also ich habe mir ein paar mal die play3 gegönnt und die gehn auch mit ihren Spielen und auch dem eigenen System (PS3) manchmal hart ins Gericht. Z.b erwähnten sie beim Test zu Fallout 3, dass die PS3 Version eindeutig die schwächste wäre und sich zum Teil sogar auf den Spielspaß auswirken würde (durch Ruckler usw). Wie das bei anderen Fachmagazinen für ein System aussieht weiß ich nicht aber die dürften das wohl auch so ähnlich machen. Und im Gegensatz zu den Stammtischphilosophen bei 4players, finde ich das man Spiele schon mit einer gewissen Objektivität testen könnte und auch sollte ;).

    #993912
    Anonym
    Inaktiv

    Hängt auch mit dem Alter der Kundschaft zusammen. Zu PSX- und N64-Zeiten hätte ich mir nie ein Spiel gekauft, welches nicht in Punkten o.ä. bewertet wurde.
    Is ja auch wurscht, wie das Produkt benotet wird. Ein Punkte- oder Sonstwassystem ist abstrakt, wird aber so gut wie überall angewandt.
    Auto Motor Sport? Sterne
    Auto Straßenverkehr? Punktemassaker
    Computer Bild Spiele? Punktevölkermord
    Amazon Kundenbewertung? Sterne
    Filmbesprechung? Sterne

    Der Autor des Spiegel-Artikels hatte sich mit der GameStar auch DAS deutsche Gaming-Schwergewicht rausgesucht. Zumal im PC-Sektor noch mehr Frameratezähler unterwegs sind als bei uns Konsoleros.
    Ich kann nachvollziehen, dass dann verlangt wird, das Gameplay etc. genauso akribisch zu analysieren wie die Technik.
    Die Verantwortlichen des Magazins sind der Meinung “Wenn wir’s nicht machen, macht’s ein Anderer.”

    Zu Recht.

    Meiner Ansicht nach wird sich dieser Zustand eher verschlimmern, da ja Magazine umfassender und tiefgründiger sein müssen als Internetinhalte.

    Problem sind nicht die Magazine, sondern die Leser.

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