Call of Duty: Modern Warfare 3 – herbe Kritik an den TV-Spots

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In seinem Artikel für die amerikanische News-Website The Atlantic kritisiert der Essayist und ehemalige US Army Special Operations Command Paratrooper D. B. Grady die aktuellen TV-Clips mit den Schauspielern Sam Worthington und Jonah Hill als “abscheulich” und “grob” – sehen könnt Ihr diese hier und hier. Die Werbung sei seiner Meinung nach geschmacklos und mache reale kriegerische Handlungen lächerlich. Besonders vor dem Hintergrund des andauernden Afghanistan-Einsatzes des US-Militärs sei das Gezeigte krass: “Nach über zehn Jahren Krieg, tausenden Amputationen und in Flaggen gehüllten Särgen sowie hunderten trauernden Familien, kam wohl keiner der für diese Spots Verantwortlichen auf die Idee, die Hand zu heben und zu sagen: Das ist vielleicht zuviel. Lasst uns lieber nur Szenen aus dem Spiel zeigen.”

Selbst ein Veteran des Afghanistan-Kriegs, verurteilt Grady auch den Zeitpunkt der Veröffentlichung der Werbung: “Der Afghanistan-Konflikt wird intensiver und wir erkennen nun langsam das Ausmaß der physischen und psychischen Schäden bei den Soldaten – muss man zu einem solchen Zeitpunkt noch versuchen, dem ganzen Land den Spass an diesem Unterfangen zu präsentieren?”

Diese Kritik ist derweil nichts Neues: Bereits das Marketing zu Call of Duty: Black Ops wurde 2010 aus ähnlichen Gründen scharf angegriffen.

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9. Januar 2012 20:14

was wird uns denn von den medien in den kopf gehämmert?

D4L Phil
9. Januar 2012 3:27

…eigentlich hatte ich vor ein paar sinnvolle Worte beizutragen, aber die Diskussion hier ist einfach nur ein grauenvolles Zeugniss wie es um das Wissen über das Thema und andere hier angesprochene geschichtliche Ereignisse bestellt ist…1.Mal versuchen sich wirklich eine eigene Meinung zu bilden und nicht nur das wiederzugeben was einem durch die üblichen verdächtigen Medien in den Kopf gehämmert wird, z.B. durch eigene Recherche… wer darauf keine Lust hat:2.Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal … ;)3.Ein weiteres Mal ist bewiesen worden, dass Politik auf dieser WebSite absolut nichts verloren hat.

Spitzpisser
6. Januar 2012 2:44

Nein Carot, das Pathetische Ende meine ich damit nicht. James Ryan zeigt den Krieg in ungeschmickter Härte, die Story interessiert mich dabei nicht. Es geht mir darum, dass es kein Spiel gibt, welches genau diesen Aspekt representiert, dass genau diesen Faktor ungeschminkt wiedergibt. Bleibt die Frage, will man soetwas wirklich spielen?! Ein Kriegsshooter der nicht nur spielerisch absolut realitätsnah ist, sondern auch in optischer Sicht und der Darstellung alles zeigt!Im übrigen: so pathetisch ist das Ende auch wieder nicht. So ist das eben unter den Soldaten der US Armee, dass ist nicht mal ein Klischee….

captain carot
6. Januar 2012 0:30

: Wie James Ryan? Also mit nem pathetischen, absolut unwürdigen Ende? Da sind der schmale Grat, Letters from Iwo Jima, Flags of our Fathers, Platoon, Full Metal Jacket und die durch die Hölle gehen allesamt um Längen besser. James Ryan hat nur

henning
5. Januar 2012 22:53

@sitzpisser “”Zweitens gab es noch kein einziges Kriegsspiel, dass selbigen so zeigt wie er wirklich ist: grausam und unbahmherzig……”” dass macht dan rainbow 6

Spitzpisser
5. Januar 2012 21:50

Ich glaube es gibt so manchen hier der dieses Video falsch versteht: der Spot nimmt sich erstens: selber nicht ernst. Zweitens gab es noch kein einziges Kriegsspiel, dass selbigen so zeigt wie er wirklich ist: grausam und unbahmherzig……Auf die Schippe nimmt sich der Hersteller mit dem Spot lediglich selbst. Ein Kriegsspiel das sich der Thematik wriklich so nähert wie seinerzeit James Ryan das im Medium Film getan hat, gab es bis dato schlicht nicht. Denn das würde mit sofortiger Wirkung inditiert habe ich das gefühl….Ghost Recon Advance Warfighter war in dieser Hinsicht sriöser!

novistator
5. Januar 2012 20:11

Habe die beiden Videos eben zum ersten mal angeschaut, und ich finde, da kann man generell unterschiedlicher Meinungen sein. Gerade das 2. Video fand ich in einer gewissen Weise lustig, typisch Hollywood-Actionfilm-Komödie eben. Aber ganz ehrlich? Bei dem Spruch “”There’s a soldier in all of us”” hätte ich brechen können. Und dann rennt noch (im 1.Video) am Schluss so’n Affe wildfeuernd durchs Bild, als ob das das echte Leben eines Soldaten ist. Unglaublich, und das finde ich dann auch echt bedenklich. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich dadurch einige Jugendliche in den USA motiviert fühlen, sich in der Army einzuschreiben, ohne sich gedanklich auch nur im geringsten mit der Realität auseinanderzusetzen.

zockeraNdi
5. Januar 2012 12:49

Ich erinnere mich das noch in den 80er Jahren Taktikspiele in denen Krieg geführt wurde indiziert wurden .Was heutzutage alles so über den Bildschirm flimmert ….Anscheinend ist Krieg wieder ein akzeptiertes Mittel zur Durchsetzung von Interessen geworden , und das nicht NUR bei den Amerikanern .

Ronyn
5. Januar 2012 12:23

[quote=Beeberman]das hat doch nichts damit zu tun ob die usa ungerechtfertigt in afghanistan eingewandert ist…[/quote]eingewandertmhmGekommen um zu bleiben.

bitt0r
5. Januar 2012 12:06

das find ich witziger:http://youtu.be/Genl242_ZU8

Beeberman
5. Januar 2012 11:43

oh gott leute bitte muss das wieder so ausufern…fakt ist das in den spots krieg eben verharmlost wird und deswegen haben die kritiker doch recht… das hat doch nichts damit zu tun ob die usa ungerechtfertigt in afghanistan eingewandert ist…

MR DO
5. Januar 2012 10:29

Krass. Die Diskussion um den Iran wurde vor kurzem aus Gründen der Toleranz gesperrt, während man hier ungehemmtenAntiamerikanismus samt Verharmlosungen alter Zeiten zu lesen bekommt….

Black Swordman Guts
5. Januar 2012 9:46

Komisch dass US-Soldaten über ein Medium Kritik äußern, dass doch dafür sorgt, dass sich weiterhin spätreife junge Leute sich mit Begeisterung für die Army verpflichten lassen, schließlich gibts soweit ich weiß keine Wehrpflicht in den USA oder? Während ich das schreibe summe ich in Gedanken den Titelsong von “”Team Amerika”” (America….FUCK JEAH)…ehrlich gesagt finde ich das einfach tragisch und traurig dass man so etwas unbeschreiblich schreckliches wie Krieg allen ernstes mit so etwas banalen wie einem videospiel vergleichen will. Die Distanz sollte man doch wahren und verinnerlichen dass es sich um letzteres nur um ein fiktives Unterhaltungsprodukt handelt. Wer grade call of duty echt so viel Substanz unterstellt, gehört in die klappse…

captain carot
5. Januar 2012 6:50

@Opalauge: Und eigentlich ein sehr gemäßigter Präsident.@rummsbumms&OneStepToDeath: Erste Grundschule war ne Katastrophe, die zweite dafür super. Danach war ich auf einer Gesamtschule, bis einschl. Klasse 13, wo es solche Probleme nie gab. WK2 haben wir d

5. Januar 2012 6:36

„Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen, an denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.“Dwight D. EisenhowerOberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa und von 1953–1961 Präsident der USA. Er warnte schon 1953 vor den Folgen eines Staates, der auf Rüstungsindustrie fußt und hat im Grunde schon vorhergesehen, wo die Reise hingeht.Ein sehr kluger Mann…leider haben ihm zu wenige zugehört.

Spitzpisser
5. Januar 2012 3:32

Krieg ist lächerlich, und es gibt in meinen Augen nicht einen, der es rechtfertigt geführt zu werden. Aber im grunde ist die Tatsache schon krank, dass wir Spiele spielen, die das tragische Thema auch noch glorifitzieren, wenn man so will. Da macht ein solcher Werbespot das Brötchen auch nicht mehr warm. Und wenn man bedenkt, was man sonst alles in Amerika durchgehen lässt, ist dieses Theater ein schlechter Witz dagegen.Zum Politischen Thema ist eines auf jedenfall klar: es gibt kaum ein Land das nicht schmutzige Waffengeschäfte betreibt. Nochmal zu dem Spot: der spiegelt exakt das wieder, was CoD ist: hirnlose Action mit coolen Buddy’s die wie von der Tarantel gestochen in der Weldgeschichte rumrennen, mit Raketenwerfen auf einen einzigen Gegner Ballern und alles killen was sich bewegt. Taktik gleich null…Wo liegt denn das Problem? Es werden weder echte Kriegsszenen noch blutiges Zeug gezeigt, eben einfach überzogen! Dann müsste man das Spiel selbst ebenso vehement kritisieren….

5. Januar 2012 2:57

oje berufsschule 😀 da hab ich auch keine guten erinnerungen

5. Januar 2012 2:51

@ rummsbummsJa, das ist einfach nur traurig. Schade das du auch ähnliches erleben musstest. Mir tun die ganzen netten Kinder leid, welche nun den gleichen Kram durchmachen müssen usw.””das einzigste was ich auf dieser schule gelernt habe das ist das man si

5. Januar 2012 2:43

@oneStepfinds immer wieder erschreckend wenn ich solche zustände wie du sie gerade beschrieben hast zu ohren bekomme. ich selber war 3 jahre auf real und dann “”abgestiegen”” auf hauptschule.beide schulen befinden sich in einem gebäude.wie ich dann aber fes

5. Januar 2012 1:50

@ tetsuo01 Ist mir zu 100% klar und habe ich auch nicht behauptet.

tetsuo01
5. Januar 2012 1:45

Sonderschule bzw. Hauptschule ist aber nicht beides das selbe.

5. Januar 2012 2:19

@ rummsbummsDann musste mal die Schulen in Bremen besuchen ; )(Ich habe vor kurzem erst gelesen, dass Bremen die schlechtesten Schulen in ganz Deutschland hat..)Da kommste dir fast überall wie im Ghetto vor. Die Schule auf der ich war, war zu mindestens 7

5. Januar 2012 1:15

@oneStepkann es sein das du die ein oder andere geschichtsstunde verpasst hast? 🙂 wie kann man denn im fach geschichte den 2ten weltkrieg aussen vor lassen?das will mir ja gar nicht in den schädel.

4. Januar 2012 23:45

@henning””die japaner bringen aber nicht 10 spiele pro jahr raus, in denen man gegen die bösen amerikaner kämpft. “”Dafür werden aber amerikanische Charaktere, in sehr vielen Animes (Oder auch in Asiatischen Realfilmen), sehr oft als absolute Monster darges

DonCurrywurst
4. Januar 2012 23:10

: Erster Satz des ersten Posts: So und nicht anders. Danke =)

tetsuo01
4. Januar 2012 22:55

Die Japaner haben für ihr grausamen Kriegsverbrechen übrigens mit dem schlimmsten bezahlt wie wir wissen. Das schlimmste wäre ja eigentlich für die Deutschen bestimmt gewesen…

henning
4. Januar 2012 22:43

@Piotr_Rhodanovdie japaner bringen aber nicht 10 spiele pro jahr raus, in denen man gegen die bösen amerikaner kämpft. jedes land hat dunkle stunden, aber amerika macht diese kriegsverbrechen JETZT, in DIESEM MOMENT könnte gerade das nächste kind erschoss

Funatic
4. Januar 2012 22:43

@rvndarüber was damals im vorfeld von peral harbour passierte kann man ganz toll diskutieren und streiten. es gibt dazu zig verschwörungstheorien die sinn machen und genauso viele wiederlegungen die genausoviel sinn machen. aber wenn man sich an die fakte

rvn
rvn
4. Januar 2012 22:17

@carotSehe ich nicht anders.

captain carot
4. Januar 2012 22:15

Es geht hier nicht um böse Deutsche, aber um eine etwas differenziertere Sicht.Die Amis haben natürlich genausowenige Berlin aus Langeweile per Luftbrücke versorgt, wie sie aus Gutherzigkeit den Marshalplan durchgeführt haben. Das sollte vor allem die Ausbreitung des Kommunismus gen Westen aufhalten und ebenfalls neue nationalistische Strömungen unterbinden.Pearl Harbour ist ein interessanter Fall, das muss man zugeben. Provoziert oder inszeniert sicher nicht, in der Zusammenziehung der Pazifikflotte lag vor allem die Wahrung amerikanischer Interessen.Ob der Angriff an sich bekannt war lässt sich weder wieder- noch belegen. Die Fakten sprechen eher dagegen. Alleine schon die Tatsache, dass man den Pazifik so über Monate hinweg weitgehend entblöst und die eigene Position deutlich geschwacht hatte spricht völlig dagegen. Sicher ist nur, dass die Amerikaner sich völlig im Klaren darüber waren, dass Pearl Harbour eines der wahrscheinlichsten und wichtigsten Ziele für einen möglichen japanischen Angriff war.P.S.: Von mir aus sollten die westlichen und anderen demokratischen Länder eher früher und auch weniger aus wirtschaftlichen und mehr aus humanitären Gründen eingreifen. Und das wenn möglichst auf allererster Ebene mit Sanktionen, Wirtschaftsembargos usw., wenn nötig aber auch militärisch. Dafür sind wir aber oft viel zu abhängig, also traut man sich nicht.