Software-Verkäufe – Retail-Markt in Großbritannien eingebrochen

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Ein anonymer Analyst hat nun bekannt gegeben, die Verkäufe seien “nur zur Hälfte da, wo sie sein sollten”. Im Vergleich zum letzten Jahr seien die Absätze von physischen Datenträgern um 25 Prozent zurückgegangen, wie MCV berichtet. Neue Games verkaufen in diesem Jahr 10.000 – 48.000 Einheiten innerhalb der ersten Woche ab Release. Im vergangenen Jahr waren es noch 35.000 – 80.000 Spiele. “Wir versuchen, die Entwicklung zu verstehen, aber alles verkauft sich deutlich schlechter, als es sollte”, so ein nicht genannter Publisher. “Es ist ein Albtraum. Ich bekomme nicht die Hälfte des Geldes zurück, was ich schon allein in das Marketing investiere.”

Ein ebenfalls anonymer UK-Boss eines japanischen Publishers versucht sich an einer Erklärung: “Die großen Spiele des vergangenen Jahres sind jetzt günstig zu bekommen. Die Konsumenten möchten nur wenig Geld ausgeben, und wir als Hersteller geben ihnen auch keinen Anlass, ihre Meinung zu ändern. Ich werde mir Mass Effect 3 und Syndicate darum sehr genau anschauen.” Anna-Marie Mason, Marketing Director der GAME-Group, eines großen Videospiel-Händlers auf der Insel, sieht die Situation ebenfalls kritisch: “Der traditionelle Retail-Markt ist seit Jahren schon rückläufig. Selbst in unserer besten Phase, als Industrie, im vergangenen Jahr schrumpfte der Markt, und zwar deutlich.”

Trotz aller Probleme: wie MCV unter Berufung auf eine Statistik von Chart-Track meldet, macht der Verkauf physischer Spiele ganze 70 Prozent der gesamten Software-Verkäufe in Großbritannien aus – das sind rund 1 Milliarde Pfund.

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Celes
27. Februar 2012 21:47

Ich habe auch einen Sack voll ungespielte oder nur angespielte Spiele, da werde ich sicher keine neuen Vollpreistitel kaufen. Stattdessen kaufe ich zu günstigen Preisen Spiele, ehe sie out of print und damit rar sind. Damit sinkt natürlich der Umsatz. Ansonsten spielt sicher auch der schlechtere Kurs Euro gegen Pfund eine Rolle. Beispielsweise habe ich alle 3DS Titel bisher in Deutschland gekauft, weil sie in UK nicht wirklich billiger ist. Das war vor einem Jahr noch anders (bis auf die Tatsache, dass es noch kein 3DS-Spiele gab ;p)

Doctor Dee
27. Februar 2012 20:33

Hail To England (musste sein)

Feckless
27. Februar 2012 19:48

Bei mir dasselbe….an Weihnachten das beste aus den Vorjahren (8 Titel für ne schmale Mark)…und dann mal gucken was jetzt neue interessante Spiele kosten wenn ich die durchgeackert habe.

ProPainProvider
27. Februar 2012 19:33

@ Christian xy@ Lord Raptor@ Oliver Grüner…geht mir genauso!!! :/

Oliver Gruener
27. Februar 2012 18:58

Sehe ich genauso. Es gibt zu viele gute Spiele. Und wenn ich mir dann noch anschaue, was ich derzeit auf den Spielezeitschriften quasi für Lau an Vollversionen bekomme. Diesen Monat den letzten Teil von Prince of Persia und The Whispered World und Divinity 2: Ego Draconis und letztens Drakensang Gold, Venetica, Alpha Protocol und, und, und … dazu noch einen Haufen Budgetspiele, die ich in letzter Zeit so angehäuft habe und dann spiele ich auch noch viel Online-Rollenspiele, die Zeitfresser schlechthin. Keine Ahnung wann ich alles zocken soll. Kaufen bräuchte ich eigentlich mindestens(!) ein Jahrzehnt nichts, wenn ich alles was ich habe, daddeln wollte …

SxyxS
27. Februar 2012 13:43

Da Spiele ja nicht schlecht werden nur weil sie 6 Wochen oder älter sind als zu Release greifen die Käufer lieber zu einem 3-4 monate alten 90% Titel als zu neuen 80%.Hinzu kommen noch so einige gute alte HD -versionen von Stranger / MGS etc die sehr viel gutes Spiel für wenig Geld bieten.Wenn die Hersteller zudem 80% ihrer AAA Titel nicht alle gleichzeitig zu Weihnachten raushauen würden sondern besser übers Jahr verteilen gäbe es solche Probleme vermutlich nicht,weil jetzt alle diese Titel relativ günstig zu haben sind u auch erstmal günstig nachgekauft werden(hinzu kommt dass Nintendo mit den ehemalige Marktbeherschern Wii u DS kaum noch Verkäufe erzielt und diese Zahlen fehlen jetzt sehr u konnten auch(noch) nicht vom 3DS kompensiert werden)Wenn man 2-3 AA Titel während der Zeit des Sommerlochs rausgebracht hätte u alles gleichmässiger übers Jahr verteilt damit man auch Zeit zum Zocken hat sehe die Situation jetzt vermutlich anders aus.

Christian xy
27. Februar 2012 13:34

@ Lord Raptor:D ha wie bei mir. Was liegt bei dir so rum?

Lord Raptor
27. Februar 2012 13:17

Im Endeffekt bräuchte ich dieses Jahr keine neuen Spiele. Alles was ich zuletzt kaufte, liegt mehr oder weniger ungespielt im Regal. Kann die Entwicklung sehr wohl nachvollziehen.^^

Christian xy
27. Februar 2012 12:58

jop !Der Markt ist übersättigt, seh ich genau so.Seit Crysis2 kom ich nicht mehr hinterher, zuhause liegen noch Zelda SS, Skyrim, Bad Company, Miros Edge und Mario 3D-Land.Alles nur angespielt.Bei Dead Space 2 wollt ich auch noch den Hardcore Modus beenden, Gears of War 3 hat mich zur Zeit mit dem Erfolg Ernstgemeint 3.0 in den Bann gezogen.Also für mich als Vielspieler ist im Moment kein Bedarf an neuen Spielen, die sowieso nur unfertig auf den Markt kommen und 50-70€ kosten.Mass Effect 3 reizt mich auch schon wahnsinnig, aber nach dem was sich EA in der letzten Zeit geleistet hat boykotier ich das jetzt mal.

Beeberman
27. Februar 2012 12:23

Ich denke es gibt eine gewisse übersättigung und zu viele gute spiele… klar dass die sich dann schlechter verkaufen, wenn sie mehr konkurrenz haben.mich würde jetzt zu diesen zahlen auch noch interessieren ob sich downloadgames wirklich so viel besser verkauft haben oder ob die auch zurück gegangen sind (also vollpreistitel zum download).