Xbox – Konsolen und Spiele werden teurer

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Das waren noch Zeiten, als technische Geräte im Lauf der Jahre im Preis gesunken statt gestiegen sind: Wie Microsoft jetzt offiziell bestätigt hat, kosten weltweit sämtliche aktuellen Xbox-Modelle künftig mehr und auch für einige Spiele und Controller muss man in absehbarer Zeit tiefer in die Tasche greifen.

Konkret sind das die neuen Preise für die Geräte im Euro-Raum:

  • Xbox Series S (512 MB) – 349.99 Euro
  • Xbox Series S (1TB) – 399.99 Euro
  • Xbox Series X Digital – 549.99 Euro
  • Xbox Series X (1TB) – 599.99 Euro
  • Xbox Series X (2TB Galaxy Black Special Edition) – 699.99 Euro

Konkret sind das jeweils 50 Euro mehr als bisher.

Bei den Controllern bleiben die Basis-Versionen gleich, aber limitierte Editionen und Elite kosten künftig 10 Euro mehr. Und ab der Weihnachtszeit (also wohl spätestens dem 4. Quartal) hebt man für ausgewählte Spiele den Preis auf bis zu 79.99 US-Dollar, was für uns dann voraussichtlich knapp 90 Euro werden – da bleibt das Alleinstellungsmerkmal von Mario Kart World also nicht allzu lange erhalten…

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joia
9. Mai 2025 8:07

Und zeitgleich passiert sowas wie mit dem PS5 Laufwerk:

https://www.gameswirtschaft.de/angebote/ps5-pro-laufwerk-bestellen-150425/

Amigajoker
7. Mai 2025 19:42

Naja, die anderen machen es vor. MS macht mit. Ja, wer bisher keine hatte, wird jetzt auch nicht aufspringen. Da eh alles ständig teurer wird, hält sich mein Erstaunen in Grenzen

genpei tomate
6. Mai 2025 15:08

Ich spiele wieder am Pc. Wegen Half Life 3. Das kommt dieses Jahr raus, da bin ich mir sicher.
Und es wird mir egal sein, wie teuer es sein wird. 😉

Max Snake
5. Mai 2025 21:27

Ich spiele keine PC mehr. Hab seit 22 Jahre gelassen und nutze sehr gerne Xbox Series X seit 2 Jahren.

captain carot
5. Mai 2025 21:07

Kaum reduziert ist aber was anderes als (deutlich) mehr ausgeben. Denkt man dann mal an diverse Krisen wie 2008, dann waren die Preise eher fallend. Einzige Ausnahme war Corona wo echt alles zusammenkam. Ausfallende Produktion, unterbrochene Lieferketten, die Leute konnten nicht raus und so weiter.

Das ist aktuell absolut nicht der Fall.

Wie geht es Xbox? Da muss man mittlerweile klar zwischen dem Publisher (Multiplattform) und der Konsole unterscheiden. Xbox als Publisher geht es gut. Das Geschäft läuft. Aber es läuft auf einem Haufen Plattformen.

Auf der anderen Seite steht die Konsole. Da mangelt es an offiziellen Zahlen, aber das Geschäft sieht beschissen aus. Verglichen mit der Last Gen sind die Zahlen wohl noch mal deutlich runter. Größter Knackpunkt dabei, während die ersten zwei Jahre eher besser liefen lässt die Series mittlerweile rasant nach. Bei PS5 vs PS4 ist das trotz höherer Preise deutlich ausgeglichener. Aber auch die kommt mittlerweile nicht ganz an die Zahlen des Vorgängers heran.

Heißt in der Praxis, Sony hat global nur einen Bruchteil dessen verloren, was MS alleine in Europa verloren hat.

Die Gesamtentwicklung kann man aber dann schon so interpretieren, dass bereits zu den bisherigen Preisen viele Kunden nicht mehr mitgehen.

Zu noch höheren Preisen dann erst recht nicht.

Ich bin auch ganz ehrlich, als Xbox Series X Besitzer seit Releasetag könnte ich die Kiste heute niemandem ernsthaft empfehlen. MS Spiele gibt es sowieso für PC und jetzt auch PS5, wo es direkt das bessere Gesamtangebot, die besseren Preise usw. gibt.

dunklertempler
5. Mai 2025 17:32

Da ist was wahres dran.

z.B. Kino mit der Familie 100€
Essen gehen 100€ usw. usw.

xarjaz
5. Mai 2025 17:30

Letztlich werden sich die Preiserhöhungen für die Hersteller and Plattformbetreiber schon lohnen. Es gibt viele Erfahrungswerte aus der Wirtschaft, die zeigen, dass Ausgaben für Unterhaltung selbst in Wirtschaftskrisen kaum reduziert werden. Wer sparen muss, fährt erst mal weniger in den Urlaub, geht seltener essen, fährt sein Auto länger, etc.
20€ oder 25€ im Monat für Netflix oder GamePass, oder 90€ statt 70€ fürs neue Spiel, ziehen für die wenigsten Leute den Karren aus dem Dreck. Im Gegenteil, wer sich die Reise oder Aktivität draußen nicht mehr leisten kann, braucht erst recht Unterhaltung für daheim.

dunklertempler
5. Mai 2025 17:05

Verkauft die X Box sich überhaupt noch?
MS setzt ja schon vieles für PS5 oder auch für Switch um.
Ich bin seit der 360 leider bei MS raus.

schnitzel
5. Mai 2025 14:44

Toll, was ihr alle so für Hobbys habt.🫠

Mein größtes Hobby ist, mein Überleben zu sichern. Das ist schon fast unbezahlbar.

ghostdog83
5. Mai 2025 14:37

Teurer ist glaube ich nur noch der Schießsport – da hat sich ein Kumpel eine Präzisionsrifle gekauft für sagenhafte 8000 Euronen.

Es existieren deutlich teuere Hobbys wie Motorsport, Segeln, Fliegen und wie angesprochen Reiten, wenn die Kaufkraft und Präferenz stimmt (bspw. die Vorliebe für teure Sportwagen).

Auch im Bereich Kunst kannst du als Sammler relativ schnell eine hohe Summe erreichen, wenn das Werk einen entsprechend hohen Wert besitzt, wo allein die jährliche Versicherung die Anschaffungskosten eines solchen langläufigen Gewehrs überschreitet.

captain carot
5. Mai 2025 14:13

Es gibt einen Haufen teurere Hobbies. Reiten zum Beispiel falls man ein eigenes Pferd hat. Aber Gaming ist schon lange ein Massenmarkt Hobby und braucht den Massenmarkt auch heutzutage. Anders ausgedrückt müssen sowohl die Plattformen als auch die Software für die breite Masse bezahlbar bleiben.

xarjaz
5. Mai 2025 13:42

Ich bin Sportschütze und Schießen ist definitiv teurer als Zocken. Dazu muss man auch nicht zu irgendwelchen Luxuswaffen greifen. 100 Schuss reguläre 9mm Munition kosten schon mehr als der GamePass Ultimate im Monat, und sind leicht in einer Stunde verschossen. Mein Mitgliedsbeitrag für den Schießstand ist dann nochmal 2x GamePass im Monat.

schnitzel
5. Mai 2025 12:06

Microsoft gibt sich ja richtig Mühe, dass sich ihre Konsolen schlecht verkaufen.😄

joia
5. Mai 2025 8:53

ich bin da bei @max snake – das ist einfach ein teures Hobby. Teurer ist glaube ich nur noch der Schießsport – da hat sich ein Kumpel eine Präzisionsrifle gekauft für sagenhafte 8000 Euronen.

Was ich trotzdem kritisieren mag, ist, wie sich der Markt da auf den Geldbeutel der “kleinen Leute” stürzt und zwar mit der Preiserhöhung einer sich jetzt doch schon im Mittelalter befindlichen Konsolengeneration.

Das bedeutete nämlich, dass alte Technik von jetzt an scheinbar an Wert gewinnt.

Wenn die Preise für die kommenden Generationen steigen – ok.

Aber Mittendrin?

Klar können sie und tun sie auch, die großen Fische – das nennt man dann halt “Geld machen”.

captain carot
4. Mai 2025 17:39

Ich bin kein Fan der Key Cards. Das mal direkt vorweg. Aber zumindest einen Vorteil sehe ich da, nämlich anders als Downloadcodes in Hülle weiterverkaufen. Der dicke Nachteil, der jetzt schon offensichtlich ist, Anbieter die bisher noch Spiele auf Modul hatten nutzen jetzt Key Cards.

Ich bin schon länger ein Fan von ‚Mittelspielen‘ (also Mid Budget). Das erlaubt es einerseits, andere Maßstäbe anzusetzen als bei Indies und andererseits kreativer/risikofreudiger zu sein als bei den Big Budget Produktionen.

Natürlich ist das Budget auch hier gewachsen. A Plague Tale Requiem, Control, Baldurs Gate 3 (um nur ein paar zu nennen) waren nicht gerade billig. Aber die haben alle nur ein Fünftel bis Zehntel üblicher Großproduktionen gekostet. Und alle drei haben Spielvisionen gemein, die bei Großproduktionen wahrscheinlich die Marktanalyse nicht überstanden hätten.
Die Tite.l müssen dann auch für 60€ nicht mal zwingend Abermillionen Einheiten absetzen. Tun sie es aber doch, dann werden sie ein riesiger Erfolg, wo manche Großproduktionen so gerade eben in die schwarzen Zahlen rutschen.

Bei Hardware ist die Problematik noch eine andere. Die Preise gehen sowieso nicht mehr wirklich runter. Neuerdings wegen verschiedener Faktoren sogar eher rauf. Inflation gab es zum Beispiel früher schon. Da konnte man sich dann aber wenigstens auf fallende Fertigungskosten und dergleichen verlassen. Das ist aber auch kaum noch der Fall. Auch abseits von Konsolen.

genpei tomate
4. Mai 2025 15:57

“Leider hinterfragen gerade die Big Player sich selbst halt gar nicht. Zumindest das Management. Siehe zum Beispiel EA und das Fazit aus dem Dragon Age Flop.”

Auf mich erwecken viele Big Players den Eindruck, als ob sie in der Sackgasse stecken würden, aus der es nur mit viel Schmerz/Aufwand raus geht.
Ja, eventuell auch mit Studios schließen müssen und Menschen geradezu dazu zwingen, ihr eigenes Süppchen zu kochen: Clair Obskur ist von ehemaligen Ubisoft Mitarbeitern und zeigt den einstigen Brötchengeber, welche Art von Spiel sie längst hätten machen wollen/können/sollen bzw. müssen.
Jetzt gibt der Erfolg ihnen zwar recht, aber Ubi, EA etc. haben ganz andere strukturelle Sorgen, als ihr Heil im Umschwenken zu suchen und plötzlich Spiele a la “Obskur” zu machen.
Pun intended.

Des Weiteren haben wir es längst so “geduldet”: Egal welches Spiel nur ein kleines Update bekommt, sei es noch so klein, ist de-Facto nicht mehr “meins” und das Digitale Medium wird dadurch manipulierbar für Konzepte, die nicht wirklich künstlerisch frei sein können.
Nintendos “Key Cards” sind das Bizarrste seit Langem und bekommen von mir den “EA Award” ausgehändigt!!…Wait!…der Doug Bowser war…ach, egal…

Ich müsste jetzt ein wenig mehr darüber ausholen, lasse es aber und geselle mich zu der Fraktion, die sich immer weniger freut auf neuen Konsolen und finde, dass die Switch 2 der Sargnagel des Retails sein wird.
Bei MS prophezeie ich hingegen: Die Preiserhöhung jetzt, wo sie genau das Gegenteil hätten machen sollen, wird ihr Sargnagel sein und können schon mal nach Vertriebswegen für ihre IPs suchen, nur nicht auf zukünftigen MS Konsolen.

Wie teuer irgendwann “Konsolen” werden sollen, die den Namen nicht wirklich verdienen, Pc attraktiver erscheinen lassen und mit Spiele “glänzen” wollen, die kastriert vermarktet werden, das will ich dann nicht mehr wissen, da zig Argumenten, die dagegen sprechen medial kaum diskutiert werden und als Unterhaltungsmedium, mit den Jahren eher günstiger werden sollten.
Es ist sehr einfach, diese Misere Trump, Inflation, Lieferketten/Rohstoffe/Weltausbeutung in die Schuhe zu schieben, aber es hatte bereits einen Anfang genommen, das weit vor den aktuellen Ereignisse und eher zerfällt die Industrie daran, als sich innerhalb des jetzigen Gebaren es zu schaffen, sich zu erneuern.

captain carot
4. Mai 2025 11:05

Tatsächlich gefällt mir im aktuellen Markt vieles außer das, was sich zum Großteil Triple A schimpft. Das betrifft nicht alle Big Budget Produktionen, aber viele. Überambitioniert, vollgestopft und dabei langweilig. Beispiele dafür gab es die letzte Zeit genug.

Bis auf ein paar Ausnahmen passiert das spannendere IMO eher bei kleineren und mittleren Budgets. Wobei mittel ja heutzutage eh schon deutlich zweistellige Millionenbeträge heißt.

Seien wir mal ehrlich, bei einem Teil der Industie wäre es heute nicht schade, wenn er verschwinden würde.

Und auch den Technikpart finde ich mittlerweile immer unspektakulärer. Heißt nicht dass ich was gegen Techikhighlights habe aber mittlerweile sind wir IMO auf einem Level wo die Verhältnisse zwischen Aufwand und Ergebnis immer schlechter werden, quasi die Definition von Diminishing Returns. Und obendrein macht gute Technik ein gutes Spiel vielleicht besser aber ein schlechtes nicht gut.

Leider hinterfragen gerade die Big Player sich selbst halt gar nicht. Zumindest das Management. Siehe zum Beispiel EA und das Fazit aus dem Dragon Age Flop.

ChrisKong
4. Mai 2025 9:43

Zocken ist nur eins von vielen Hobbies, darum tangiert mich das kaum. Ich bin nämlich auch dazu übergegangen, eher Spiele zu kaufen, die ich dann auch bald oder direkt spielen möchte und lass immer mehr die Finger von hat Potenzial für irgendwann mal. Davon hab ich bereits mehr als genug. Ich meine Captain Carot war hier einer der ersten, der das so handhabt. Da ich bei Spielen auch keine CEs sammle, mit Ausnahme von ein paar Nintendo-Titeln, bin ich da auch nicht zwingend ein Kandidat für Day1 Opfer Mentalität.
Ich kann mich mittlerweile auch sehr gut einschätzen und weiss, an welchen Spielen ich eher Spass habe. Breche darum auch kaum noch Spiele ab, zuletzt Ubisofts Sw-Game. Da sprang der Funke einfach nicht über. Auch weil ich die Spielmechaniken nicht gut umgesetzt fand.
Dass es im Markt ein Korrektiv geben wird, scheint auch klar. War schon immer so. Die aktuelle Entwicklung gefällt mir meist eh nicht wirklich, aber ja, ein Problem hab ich damit trotzdem nicht.

captain carot
4. Mai 2025 9:38

Für mich ist und bleibt da auch die Frage, wie soll das zukünftig weitergehen? Klar kann man Konsolen auch unter UVP bekommen. Aber das ist auch mit dem Einkaufspreis für die Händler verknüpft. Die aktuellen Angebote wie Series S für 269,-€ oder Series X (mit Laufwerk) für 509€ sind damit bald Geschichte.

Ob die Kunden das dann mitmachen ist natürlich eine andere Frage. Aktuell zeigt das halt der Grafikkartenmarkt, wo nach dem kurzen Hype zum Release die Preise fallen und erste Karten unter UVP liegen.

Spielepreise kann, muss man sogar fast schon, von verschiedenen Warten betrachten. Denn einerseits waren die Preise hier seit Ewigkeiten stabil. Andererseits haben gerade die großen, darunter gerade auch MS, mit Mikrotransaktionen, DLCs, Cosmetics und so weiter teils massive zusätzliche Einnahmequellen geschaffen.
Und die verschwinden mit den neuen Preisen ja nicht, eher werden die ebenfalls teurer.

Mal sehen, wo das in nächster Zeit noch hinführt.

JonnyRocket77
4. Mai 2025 1:04

Nun, da kann ich zumindest einmal damit zufrieden sein, dass ich mittlerweile so wenig Zeit bzw Lust aufs Spielen habe. Meine Spiele kaufe ich in digitalen Sales, selten über 10 EUR und bin dann für Wochen (Open World Spiele für Monate) damit beschäftigt. Aber auch wenn ich mehr Zeit bzw Lust hätte..90 EUR für ein Spiel würde ich nicht ausgeben. Ich habe aber auch seit dem Witcher 3 kein Spiel mehr Day One gekauft und bin deshalb wohl auch nicht repräsentativ.

captain carot
3. Mai 2025 21:00

Die Gamepass Lücke wird ja schon Stück für Stück geschlossen. Hat mit dem Ende von Xbox Live Gold und der Anpassung der Umwandlungsraten angefangen. Die sind mit dem Gamepass Core nämlich schon nicht mehr so geil.

Auf absehbare Zeit dürftwn auch da Preissteigerungen folgen. Und abgesehen von den MS Titeln, die dauerhaft drin sind, muss man bei allem anderen damit leben, dass es auch schnell wieder rausfliegen kann. Ich möchte mir vom Gamepass aber nicht vorschreiben lassen, wann ich was spiele.

Was allerdings der Fall ist, Hardware ist potenziell langlebig. Allerdings nicht unbedingt immer das eine Gerät. Da kann man am Ende schlicht Glück oder Pech haben. Und dann kann die aktuelle Marktsituation eben doch richtig wehtun. Ich hab meine Series X direkt zum Release geholt. Hätte ich jetzt das Pech, dass sie sich verabschiedet, dann müsste ich für eine neue Konsole deutlich mehr bezahlen. Zur gleichen Zeit in der Last Gen hätte eine neue Xbox One oder PS4 249€ gekostet, mit Glück sogar weniger.

Unkaputtbare Nintendo Hardware: beim 3DS meiner Tochter ist eine Schultertaste damals auf Garantie gewechselt worden, danach noch zwei selber. Über die Joycons reden wir lieber gar nicht erst, die so ganz nebenbei auch nicht billig sind. Da sind hier auch schon Sticks getauscht worden, was aber wahrscheinlich auch nicht jeder selber machen kann. Der Kram wird aber zukünftig auch noch teurer.

Natürlich kann man auch argumentieren, dass Gaming pro Monat gerechnet trotzdem kein teures Hobby ist. Aber dann sollte man sich auch fragen, wie das zukünftig weiter geht. Next Gen zum Start für 800€, dann nach drei, vier Jahren 1000€? PS6 Pro für 1400€? Damit wird Konsolengaming dann nämlich Stück für Stück zum Luxushobby. Und das wäre die logische Konsequenz, wenn es weitergehen sollte wie in letzter Zeit.

xarjaz
3. Mai 2025 19:42

Ich will jetzt das Problem keineswegs klein reden aber von “Luxus” ist Gaming noch weit entfernt. Konsolenhardware hat insgesamt eine sehr hohe Qualität. Meine PS5 von 2021 läuft noch wie am ersten Tag. Ebenso eine Vita und eine PS3 die mittlerweile um die 15 Jahre alt ist. Nintendo-Hardware ist eh kugelsicher und mein 3DS hat sogar noch eine sehr beachtliche Batterielaufzeit. Man kriegt also was für sein Geld.
Und wer aufs Geld schauen muss, und nicht viel Pech hat, kann für unter 700€ eine Series X/PS5 mit Laufwerk und 2 Controller haben und ist damit erstmal 5 Jahre versorgt. Macht ca 15€ im Monat für Hardware, wenn man Mal einen Controller ersetzen muss. Dazu die 20€ für den GamePass Ultimate. Ebenfalls nicht gerade Wucher.

Gaming ist nur teuer wenn man alles haben muss, dazu noch physisch und am ersten Tag

Kratos
3. Mai 2025 17:27

Man passt halt einfach sein Konsumverhalten, entsprechend dem eigenen Geldbeutel an. Niemand zwingt einen Titel Day1 zu kaufen, gibt ja schließlich genug Sales later on oder man nutzt halt Abo Modelle wie den Gamepass u.ä.
Ich nutze den Gamepass jetzt in 4.Jahr, die Goldmitgliedschaft kann man bei Keysellern für um die 40€ fürs Jahr locker schießen, und dann wandelt man das für 1€/monat auf ultimate um. Wenn der in ca. 2 Jahren ausläuft, hab ich keine 300€ investiert und konnte den über ne halbe Dekade nutzen. Mal sehen ob M$ die “lücke” irgendwann mal schließt. Die Xbox ist meine main Konsole auf der ich alles mögliche spiele. Meine PS5 existiert nur für die, für mich wenigen Exclusives und VR2. Die meisten Spiele kaufe ich sowieso im Sale wenn die wenigsten 50% reduziert sind, zu den Zeitpunkt sind die dann auch durchgepatched. Ich habe mehr als hundert Spiele in den letzten paar Jahren durchgespielt und gebe übers Jahr weniger als 500€ für Games aus (zusammen für beide Systeme). Also wer ein wenig Impulskontrolle besitzt, und generell ein wenig smart mit seinen Geld haushaltet, kann aus wenig schon sehr viel machen.

captain carot
3. Mai 2025 17:10

Ich kenne so einige Leute, die bis heute auf PS4 unterwegs sind und für sich selbst bis heute sagen, die Technik reicht ihnen. Die brauchen bis heute nicht mal unbedingt die Current Gen.

Der PC Markt ist sowieso nicht monolithisch. Da reicht es technisch nun mal von bis. Und sehr viele Spiele laufen auch mit wirklich langsamer bzw alter Technik.

MS hat in dieser Gen ja eigentlich auch mal einen günstigen Einstand mit der Series S gehabt. Einen ähnlichen Ansatz könnte ich mir in Zukunft auch bei Sony vorstellen. Das Sparmodell bietet dann zukünftig vielleicht nicht die Fette Grafikleistung aber modernere Technik.

Cloud Gaming ohne dedizierte Hardware steht auch noch ziemlich am Anfang. Könnte aber für viele in Zukunft attraktiver werden. PS Now und Gamepass sind zum Beispiel bei vielen neueren Fernsehern integriert. Evtl läuft es da auf lange Sicht darauf hinaus dass die breite Masse eher so spielt und richtige Konsolen eher für Enthusiasten sind.

MadMacs
3. Mai 2025 17:09

Mir gehen die Preiserhöhungen in Verbindung mit stagnierender Qualität und sinkendem Spielespaß gehörig gegen den Strich.
Der Kunde hat es in der Hand mitzugehen oder auch nicht.

Deswegen habe ich die Switch2 erstmal auf Eis gelegt und mich für einen Urlaub im Mai entschieden.

Max Snake
3. Mai 2025 16:40

Ist nun mal ein teurer Hobby. Bei Spielen wird es auch mal über 60€ oder 40€.

Selbst das N64 Spiel Conker’s Bad Fur Day hat es 180 DM gekostet.

ghostdog83
3. Mai 2025 14:46

Wo soll das noch hinführen? Gaming wird damit definitiv ein Luxus und nicht mehr so zugänglich wie es (noch) ist.

Wenn es um die Einstiegshürde geht, dann ist der Verbraucher unter der Annahme, mit Einschränkungen leben zu können, nicht auf die aktuellen Systeme angewiesen, wenn er beispielsweise eine Xbox One (S/X) in Verbindung mit dem Game Pass nutzt, wodurch auch die hohen Spielepreise entfallen.

Ich nehmen an, viele werden einen Stapel der Schande besitzen (bei mir ist dieser auf über 100 Spiele angewachsen), sodass die steigenden Spielepreise mindestens für eine gewisse Zeit nur einen nachrangigen Effekt haben werden, es sei denn, man hat das Bedürfnis, Titel unbedingt an Tag 1 spielen zu wollen.

Grundsätzlich stimme ich dir aber zu, dass die Tendenz die ist, dann Gaming zunehmend mit steigenden Kosten verbunden ist, möchte man mit der Zeit gehen.

Es wird zwar wie immer Leute geben, die dazu bereit sind so viel Geld zu bezahlen, aber es ist fraglich, ob das auf die oft zitierte “breite Masse” zutrifft.

Hier würde ich klar differenzieren zwischen Ausnahmetiteln, die es sich erlauben können, einen solchen Preis durchsetzen zu können und Titeln, die am Markt durchfallen, wenn sie es versuchen (u. a. Ubisoft Produkte).

8BitLegend
3. Mai 2025 14:10

Geht mir ähnlich, aber mir geht dieses “raus sein” langsam extrem auf die Nerven. Es kann nicht immer die Konsequenz sein sich zurückziehen. Irgendwann muss man auch mal was einfordern.

Und damit ist günstiger Zugang zu Unterhaltung eher sekundär gemeint. Aber gehört halt auch dazu. Zumal Retro mittlerweile auch ein Riesengeschäft und keine Rückzugsmöglichkeit mehr ist.

Eigentlich müsste man bei dem Themenkomplex viel weiter ausholen, aber das ist wahrscheinlich nicht der richtige Platz dafür. Wobei sich da schon die nächste Frage aufdrängt: Wo sind eigentlich die “richtigen Plätze” hin?

Whitebeard91
3. Mai 2025 11:55

Der Videospielbranche stehen düstere Zeiten bevor. Ja. Alles wird teurer. Aber irgendwann zwischen 800 bis 1000 € bezahlen zu müssen ist schon krass. In den letzten Jahren sind viele (kleinere) Studios geschlossen worden und es kann davon ausgegangen werden, dass weitere folgen. Es wird zwar wie immer Leute geben, die dazu bereit sind so viel Geld zu bezahlen, aber es ist fraglich, ob das auf die oft zitierte “breite Masse” zutrifft.
Eine Konsole plus Spiel und gegebenenfalls einen weiteren Controller und man bezahlt mehr fürs Zocken als mancherorts für die Warmmiete einer 3-oder 4-Zimmer-Wohnung. Wo soll das noch hinführen? Gaming wird damit definitiv ein Luxus und nicht mehr so zugänglich wie es (noch) ist.
Ich persönlich habe da schon eine Schmerzgrenze und es spielt für mich keine Rolle, ob ich 1000 oder 5000€ verdiene. Geht die Tendenz so weiter, und davon ist auszugehen, dann bin ich leider raus.
Und ich glaube nicht, dass ich da der Einzige sein werde.

Walldorf
3. Mai 2025 0:04

Wer sich für die Xbox Series interessiert, hat doch eh schon eine. Aber neue Käuferschichten erreicht man so nicht. Wobei es die Konsolen sicher auch bei dem ein oder anderen Händler im Angebot zum alten Preis geben wird.