3 out of 10: Season One – im Test (Switch)

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So hatte sich Midge Potter ihren Karriereeinstieg nicht vorgestellt: Eigentlich war nur ein Vorstellungs­gespräch beim Entwicklerstudio Shovelworks angedacht. Doch durch eine Verkettung eigenwilliger Umstände wird sie sofort als Animatorin verpflichtet und in den täglichen Irrsinn einer ­Truppe verwickelt – die hat noch nie ein Spiel zustande gebracht, das mehr als 3 von 10 Punkten bei Tests ergattern konnte. So weit die Ausgangslage für die erste Staffel des episodischen Abenteuers, das auf den ersten Blick wie ein etwas bizarrer Nachfahre typischer ­Telltale-Kost wirken mag. Ihr steuert Midge und situa­tionsbedingt auch mal andere Charaktere durch das Studio und weitere Umgebungen und erfüllt leicht lösbare Aufgaben (”Rede mit X”, ”Finde Gegenstand Y”), um die Handlung voranzutreiben. Optisch kommt die eigenwillige Mixtur aus 3D-Umgebung und teilweise flachen Objekten dabei ansehnlich rüber, allerdings ruckelt es schon mal und Details gehen im Hintergrund unter.

Was 3 out of 10 wirklich hervorhebt, sind neben dem schrulligen Charakterensemble zwei Aspekte: die humorvolle Geschichte, die geschickt Branchenphänomene wie die Ausbeutung von Praktikanten oder die Trendhörigkeit inkompetenter Vorgesetzter auf die Schippe nimmt, sowie eine Vielzahl eingestreuter Minispiele von einfachen 2D-Reaktionstests über Ego-Shooter-Einlagen bis hin zu Sidescroll-Kloppereien – nicht jedes davon ist ein Volltreffer, aber stets für Schmunzler gut. Das sorgt für gute Laune bis zum plötzlichen Ende, das einen leider arg hängen lässt – hoffentlich müssen wir auf Staffel 2 nicht lange warten.

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