Alan Wake 2 – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Der Psychohorror folgt in Alans Welt voller verrückter Phänomene. Zeitschleifen, anonyme Anrufe und sich verändernde Welten machen das Abenteuer hier inszenatorisch besonders stark. Alan kann mit einem Stab Lichtquellen einsammeln und diese an anderen Stellen einsetzen, um die Welt und ihre Wege maßgeblich zu verändern. Außerdem besitzt er einen Gedankenraum, in dem er bestimmte Schauplätze mit freigeschalteten Horror-Genre-Tropen verändern kann. So wird zum Beispiel aus einem Hotelflur plötzlich ein blutiger Schauplatz, der Euch den Hinweis für den nächsten Schritt liefert.

Auch die Gegner entfachen hier mehr Grusel, denn überall lauern schwarze Schatten, die Alans Namen säuseln. Und jeder davon könnte ein Gegner sein, der erst reagiert, wenn Ihr ihm zu nahe kommt. Da Euch manche sogar mit zwei Treffern ausknocken können und Checkpoints nicht immer günstig gesetzt sind, leuchten wir im Test lieber einmal zu viel einen Schatten an, was uns jedoch unsere kostbaren Batterien entleert, die Schattengestalten verwundbar machen.

Ein Problem, das Alan und Saga betrifft: Die Wegfindung, das langsame Tempo und weite Laufwege sorgen dafür, dass, wenn Ihr einmal nicht weiter wisst, die Stimmung in den Keller geht und Ihr mitunter zäh nach der Lösung für die nur grob beschriebene Aufgabe sucht.

Jeder Schauplatz sieht dank ­Remedys hauseigener ­Northlight Engine umwerfend aus und steckt voller Details. Abseits weniger Reflexionen müssen Konsolenspieler kaum Einbußen hinnehmen. Noch beeindruckender ist jedoch das Zusammenspiel aus verrückten Ideen, in denen ­Realfilmsequenzen und Spielegrafik sich abwechseln oder sogar miteinander verschmelzen. Hier merkt man, dass Director, Darsteller und Autor Sam Lake mit seinem Team ähnlich wie ­Kojima frei walten konnte und selbst merkwürdigste Ideen umgesetzt wurden. Wer die nihilistische Max Payne-Stimmung ­verehrt, kommt in Alans Abschnitten voll auf seine Kosten. Auch der großartige Soundtrack sucht seinesgleichen und im Vergleich zum Baller-Konzert im Erstling hat Remedy hier noch gehörig daran gewerkelt, die Musik einzubinden.

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PlayingOldKid
28. April 2025 15:07

Was ein schreckliches und nerviges Game mit einer hanebüchenen und dummen Story. Ein wahres Drecksgame!!!

Kratos
17. Januar 2024 16:33

Easy auch mein Goty gewesen.

Max Snake
16. Januar 2024 18:48

Wenn der Sound Bug auf der Xbox Series X geklärt ist, bin ich bereit Digital zu kaufen.

deRollEeinE
15. Januar 2024 21:13

War mein goty. Großartiges Gesamtpaket

Lincoln_Hawk
15. Januar 2024 21:03

Ich bin gespannt wann die Retail Version erscheint
Ich mochte den Erstling schon

15. Januar 2024 20:59

Hmmm. Reizt mich schon, aber sofern es nicht verk… wird, warte ich noch auf Alone in the Dark und spiele derweil WH40k:Rogue Trader durch.

Remo
15. Januar 2024 19:06

Wenn das Spiel physisch erschienen wäre, hätte ich es mir gleich am Erscheinungstag für die PS5 gekauft. Als reiner Download-Titel werde ich es mir höchstens kaufen, wenn es dann mal für 15 EUR bis 20 EUR angeboten wird.

Maverick
15. Januar 2024 18:01

Die Musikszene muss man selber erlebt haben im netz kommt die Wirkung so gar nicht rüber, ich fand es es mega, wie schon bei Control, wo Jesse sich die Kopfhörer aufsetzt und mucke von poets of the fall kommt oder wie auch immer sie heißen.

Die Fotos auf der falltafel bei Saga zu kleben muss man nicht überdramatisieren in der Regel ist das in ein paar Sekunden erledigt, im ng+ hätte ich aber gerne geskippt.
Bei mir hat Saga einen Satz im englischen statt im deutschen gesprochen auch dass fällt bei mir unter wayne.

Ich fand dass spiel Mega nur bei Alan selber hätte es mehr Gegner als die ewig gleichen Schemen geben können.

joia
15. Januar 2024 15:01

– was @steffen heller schreibt und was du schreibst bestätigt meinen eindruck.

quantum break hab ich nach ner halben stunde wieder aus gemacht und deinstalliert und bei alan wake 2 sehe ich auch unglaublich viel hype und schein. vielleicht besorg ich´s mir noch wenn´s im sale ist, ansonsten werd ich eher entsagen.

ich wollte es schon kaufen, habe dann aber die “lustigen” musicalvideos der creator gesehen und dachte – das ist dann also der humor… hmm…. muss ich das haben???

mal sehen.

Revan
15. Januar 2024 13:50

Mein einziger Fehlkauf letztes Jahr.

Neben den Remedy-typisch zwar geschwollenen aber im Kern doch einfach nur drögen Dialogen und langweiligem Gameplay (Nein. Ich will nach Feierabend keine Fotos mit roter Wolle auf ner Ermittlungstafel verbinden oder Glühbirnenlicht mit nem Zauberstab aufsaugen.) gesellen sich merkwürdige technische Bugs.

Wie deutsche Synchro, die plötzlich auf Englisch umswitcht oder extrem weiß flackernde Haare von Saga im falschen Licht.

Ne. Nie wieder ein Spiel von Remedy. Quantum Break war auch schon so ein grausiger Rohrkrepierer.