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Eine weitere Partei ist die ”Rubicon Liberation Front”, quasi die lokalen Rebellen, die die gierigen Unternehmen und ihre Kämpfer abwehren wollen. Das klingt erst mal nicht sonderlich spektakulär, ist aber auch alles andere als schlecht. Die Geschichte von Armored Core VI beginnt zunächst unspektakulär, bringt aber regelmäßig genug interessante Wendungen, um Euch zu motivieren. Erwartet kein Story-Feuerwerk wie in The Last of Us, doch im Vergleich zu manchen Vorgängern bietet Fires of Rubicon eine oft interessante Handlung.
Leider ist die Inszenierung des Mech-Shooters ebenfalls sehr oldschool, was gewisse Schwächen in der Erzählung nicht kaschieren kann. Anders als in vielen aktuellen Titeln und weiteren Spielen aus dem Hause FromSoftware bewegt Ihr Euch im jüngsten ”Armored Core”-Ableger nicht durch eine Open World und bekommt auch keine zusammenhängende Geschichte geliefert. In Menüs wählt Ihr Storyaufträge aus, vor denen Euch eine Stimme (oft ein Mann namens Walter) ein kurzes Briefing zu Eurer Mission gibt.
Danach landet Ihr mit Eurem Mech im Einsatzgebiet und es geht auch direkt zur Sache. Jedes Areal bietet mal mehr, mal weniger Freiraum zum Erkunden und besitzt feste Grenzen, die durch rote Wände markiert werden. Das kann teilweise nerven. Vor allem in Bosskämpfen, da auch hier die Arena oft auf ein Quadrat begrenzt wird.
Wirklich abwechslungsreich sehen diese Areale zumeist auch nicht aus. Ebenfalls schade: Euer Mech, der locker so groß sein kann wie ein kleines Haus, stapft mühelos über Autos, Trucks und kleinere Gebilde hinweg und zerstört diese. Raketen, Plasmageschosse und Patronen haben jedoch keinerlei Auswirkungen auf Gebäude und Co., die jeglichem Beschuss trotzen.
Wir fassen also zusammen: Die Story ist okay, die Inszenierung und Gestaltung der Welt von Rubicon unspektakulär. Und das trifft leider auch auf die Grafik zu. Armored Core VI: Fires of Rubicon sieht keineswegs schlecht aus. Doch bereits Monate vor Release diskutierten Fans im Netz anhand von gezeigten Trailern über die optische Qualität des Spiels, in sozialen Netzwerken wie Reddit gibt es teils Hunderte Kommentare zu diesem Thema.
Teil 6 hat durchaus seine Stärken. Die verschiedenen Geschosssalven der Kampfmaschinen sehen teilweise beeindruckend aus, besonders in Bosskämpfen. Oder wenn Ihr das gewaltige Bergbauschiff STRIDER der Rebellen erledigt und dieses in Explosionen zerfällt, wirkt das durchaus opulent. Doch leider gibt es diese ”Aha-Momente” nur unregelmäßig. Vergleicht man Armored Core VI beispielsweise mit einem Elden Ring, welches auch von FromSoftware entwickelt wurde, fällt schnell auf, dass hier die grafischen Möglichkeiten der aktuellen Konsolengeneration nicht annähernd ausgereizt werden.









Die drei Meinungen zum Spiel lassen mir als Leser doch ein realistisches Bild vom Spiel zukommen. Das Spiel ist gut und hat seine Schwächen und Stärken, die ich in den Meinungen so auch wieder finde.
Für mich ist AC6 ein ziemlich kurzweiliges Stück in der Spielegeschichte, das ich gerne gespielt habe – aber an das ich auch nach Beendigung von Ng3+ (denn erst da hat man die ganze “wirkliche Story” auf dem Schirm) nicht wirklich mehr viel denke.
Ein Satz noch zur Steuerung: Persönlich finde ich die Steuerung überladen. Ich habe nur fünf Finger an jeder Hand, da aber buchstäblich jeder Knopf am Controller belegt ist und auch zum Einsatz kommt, saß ich ab und an mit einem Krampfanfall da. Für Grobmotoriker also nur bedingt geeignet…. 😉 (positiv zur Steuerung – sie tut in dem jeweiligen Moment aber genau das, was sie soll!)
Auf der Gamescom 23 angespielt. Es fühlt sich von Steuerung nicht so sperrig, wie ich von der 1. Teil noch im Kopf hatte. Werde ich mir gern zulegen.