Atomic Heart – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Da Gegner Resistenzen und Schwachpunkte besitzen, lohnt sich ein breites Arsenal, grundsätzlich kommt Ihr aber mit der Standard-Ausrüstung zurecht. Zwar gibt es auch eine Schleich-Möglichkeit, doch das werdet Ihr nur selten nutzen können, weil sich Gegner häufig in Gruppen aufhalten und Versteckmöglichkeiten rar sind. Häufiger bieten sich dafür optionale Wege an, um einige Feinde zu umgehen und mehr Loot einzuheimsen. Obwohl der Nahkampf grundsätzlich funktioniert und Ihr Manöver frühzeitig erkennt, fehlt es hier an einem kräftigeren Trefferfeedback. Ein weiteres Manko ist die doofe KI: Wir erwarten zwar nicht, dass sich die angeblich intelligenten Kampfroboter taktisch absprechen, jedoch kratzt es an deren Bedrohlichkeit, wenn sie nicht mal eine Tür geöffnet bekommen und sich so leicht austricksen ­lassen.

Ein großes Lob verdient das abwechslungsreiche Level- und Artdesign, wodurch sich jeder Schauplatz trotz der überschaubaren Gegnertypen stetig frisch anfühlt. Haben wir zu Beginn noch befürchtet, dass wir uns nur im Untergrund aufhalten, bereisen wir bald eine grüne Hub-Welt. Nicht jede Ecke ist dabei optisch so brillant wie die dort verteilten Untergrund-Dungeons, da hier viele Bauten ”Copy-Paste” schreien und bei Lichtsetzung und Texturen einige Abstriche erkennbar sind. Trotzdem gibt es auch an der Oberfläche spannende Momente und Bosskämpfe zu erleben, die Euch angenehm fordern.

Ebenso stimmt die spielerische Abwechslung. Die Areale bieten wie bei BioShock Raum zum Erkunden. Ihr knackt nebenbei Türschlösser mithilfe diverser Minispiele, springt über Abgründe, um Magnetismus-Rätsel zu lösen, und vereinzelt warten sogar Klassiker wie Snake oder ein Murmel-Labyrinth auf Euch. Beiläufig lootet Ihr Räume bequem mit Eurem Telekinese-Handschuh im Schnellverfahren, statt Schubladen mühsam zu öffnen, und lauscht den ausgiebig verteilten Audio-Logs oder den Streitgesprächen zwischen dem ständig fluchenden P-3 und Handschuh Charles.

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joia
I, MANIAC
joia

Nichts hinzuzufügen – ein gelungener Test für einen gelungenen Erstling. Das Spiel macht bis heute Freude.