Blasphemous 2 – im Test (PS5)

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Habt Ihr erst mal alle drei Waffen im Arsenal, fällt auf, dass die Entwickler wenig Risiken eingegangen sind. Ihr schaltet erneut die üblichen Metroidvania-Fähigkeiten wie den Wandsprung frei. Immerhin werden diese mit den neuen Erkundungsmöglichkeiten der Waffen kombiniert.

Hinzu kommen nun einige ­Quality-of-Life-Verbesserungen. Auf der Karte sind wichtige Räume wie Upgrade-Plätze und Teleporter markiert und Ihr könnt selbst diverse Icons hinzufügen. Das ist wie die häufigeren Schnellreise-Punkte ein Zugewinn, da Backtracking erneut eine große Rolle spielt. Immer wieder stoßt Ihr auf Ecken, an denen Ihr erst später weiterkommt. Ein Ausrufezeichen gibt Euch jedoch auf der Karte meist die grobe Richtung vor, sodass Ihr nicht blind umherirren müsst. Kritteln müssen wir hingegen an drei Punkten: Nach einem harten Boss­duell kam es zu einem Hänger im Folgegespräch, sodass wir den Kampf erneut bestreiten mussten (lasst Animationen und Gespräche durchlaufen!). Außerdem habt Ihr nach einem eingesteckten Treffer keinen Invincible-Frame. Das bedeutet, dass Ihr nach einem Treffer sofort weitere Schläge abbekommen könnt. Bei Bossen und selbst normalen Mobs kann das dazu führen, dass Ihr ohne Chance auf Gegenwehr sterben werdet – entweder durch eine Kettenreaktion oder weil Ihr in die Ecke gedrängt wurdet. Des ­Weiteren stößt uns das Pacing auf, da ab einem bestimmten Punkt plötzlich viele kleine Gebiete und mehr Bosskämpfe anstehen. Hier verliert der Metroidvania-Aspekt an Reiz. Durch haufenweise Geheimnisse und optionale Quests in alten Gebieten fällt dies für uns jedoch weniger ins Gewicht.

Nicht genug loben können wir die audiovisuelle Erfahrung mit wunderschönen 2D-Pixel-Welten samt malerischen Hintergründen und verschrobenen Figuren sowie einem jederzeit stimmungsvollen Soundtrack.

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MontyRunner
1. November 2023 16:58

Das sieht wirklich 1A aus. Noch besser als der schon schicke Vorgänger. Leider ist das nicht mein Genre.

Rudi Ratlos
31. Oktober 2023 13:20

Sterbe mich momentan noch durch den ersten Teil, aber der Test liest sich klasse. Audiovisuell ist der Erstling ja bereits ein Knaller.

Revan
30. Oktober 2023 19:05

Ich warte lieber weiter auf Bloodstained 2 – mag die Symphony of the Night-Castlevanias einfach mehr als diese Soulslikes 😅

Remo
30. Oktober 2023 14:01

Insgesamt eine Steigerung im Vergleich zum Vorgänger und deutlich ,,spielerfreundlicher” als Teil 1, ohne ständiges Backtracking von A nach Z. Was mich allerdings etwas enttäuscht hat, waren die Bosse. Die waren in Teil 1 -bis auf ein bis zwei Ausnahmen- deutlich fantasie- und eindruckssvoller als in Teil 2.