Bloodborne – im Klassik-Test (PS4)

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Im Basislager habt Ihr zudem die Möglichkeit, Items zu kaufen, Waffen auf- und umzurüsten sowie bei einer sprechenden Puppe erbeutete Erfahrungspunkte in ein halbes Dutzend Statuswerte zu investieren. Souls-Kenner fühlen sich also direkt heimisch. Besonders wagemutige Jäger starten von hier später auch in Zusatzdungeons, in denen besonderes knifflige Geschicklichkeits- und Metzelaufgaben, aber auch fette Belohnungen warten.?

Ladepausen müsst Ihr dabei nur beim Warp zu einem neuen Schauplatz in Kauf nehmen oder wenn Euer Alter Ego mal wieder sein Bildschirmleben ausgehaucht hat. Dummerweise dauern die Wartezeiten regelmäßig bis zu 40 Sekunden, was vor allem beim wiederholten Ableben schon mal Nerven kosten kann. Denn häufiges Sterben gehört auch bei Bloodborne zum Abenteureralltag. Womit wir beim Kerngeschehen des Spiels wären: der Monsterjagd.

Ausgezehrte Stadtbewohner mit Fackeln und Heugabel, rollstuhlfahrende Flintenschützen, verlauste Werwölfe, kreischende Hexen, stampfende Henkertrolle oder hünenhafte Zombienachtwächter – das Gestaltenkabinett erfüllt ästhetisch wie kampfstrategisch höchste Ansprüche an Videospielgegner. Dass die Konflikte mit dem wehrhaften Lumpenpack Souls-typisch knackig, aber eben auch unendlich motivierend ausfallen, ist dem perfekten Kampfsystem geschuldet. Veteranen bemerken dabei sofort die erhöhte Geschwindigkeit, mit der sich Freund und Feind auf dem Schlachtfeld bewegen. Zum wilden Hack’n’Slay verkommt die ausgeklügelte Klopperei jedoch nicht.

Zwar gibt’s in Bloodborne insgesamt deutlich weniger Waffen (und Rüstungen) als bei den geistigen Verwandten. Der scheinbare Mangel wird jedoch mit durchdachten Move-Sets der jeweiligen Todbringer ausgeglichen. Standardmäßig trägt Euer Avatar in der linken Hand eine Schuss-, in der rechten eine Schlagwaffe. Mit letzterer teilt ihr schwache und starke Hiebe aus, startet Combos oder transformiert sie auf Knopfdruck. So wird aus dem flinken Jägerbeil eine langstielige Axt, das filigrane Langschwert mutiert zum mächtigen Zweihänder. Die Ballermänner von Pistole bis Schrotflinte hingegen machen kaum Schaden, unterbinden bei perfektem Timing aber gegnerische Angriffe und bringen den Feind ins Taumeln. Blutiger Nebeneffekt: Startet Ihr rasch eine Konterattacke, erleiden die wankenden Wüteriche besonders viel Schaden.

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SonicFanNerd
26. März 2025 16:59

Bloodborne brauchte bei mir (wie auch Sekiro) zwei Anläufe, um zu zünden. Dann aber mit Knall. 🙂
Mitsamt DLC den Gaul zu Tode geschunden … Ja auch die bescheidenen Chalice-Dungeons (zumindest bis zur “Pthumerian Queen”). An dieser Stelle: Schöne Grüße an Kos, mögest du für alle Ewigkeit im Staube liegen. 😈

Rudi Ratlos
26. März 2025 16:04

Liebe das Art-Design des Spiels, komme aber mit der hampeligen Steuerung und dem (imo) komplett unlogischen HUD überhaupt nicht klar. Devil May Cry, Ninja Gaiden und Co spielen sich allesamt wesentlich griffiger und nachvollziehbarer. Ging mir bei Life of Pi aber ähnlich, das war auch so ein Rumgezuckel.

Sanftmut
25. März 2025 12:22

Ja, die Bosse benötigen mMn. zu viel Zeit bis man sie endlich überwunden hat und hielten mich deshalb häufig davon ab die tolle Welt zu erkunden. Einen separat einstellbaren Schwierigkeitsgrad für die Bosse würde ich daher sehr begrüßen.

captain carot
25. März 2025 11:39

Mich hat Bloodborne unterm Strich nicht so abgeholt wie Dark Souls. Wobei man das auch primär unter persönliche Präferenzen verbuchen kann. Ich hab es aber au h erst vor ein paar Jahren gespielt, also lange nach der kompletten DS Trilogie.

Max Snake
25. März 2025 9:28

Meine Zitat vor gut 10 Jahren:

Ich war begeistert, nach 3 x New Game Plus und auf den Jagd nach meine erste Platin Trophäen. Das so ein Spiel mich herausfordert und ich mich motiviert weiter zu machen bis der letzte Boss fertig dran inkl. Podcast und Musik neben bei höre erlebe ich in selten in ein Spiel. Der Killeraplication für eine PS 4 zu holen. Und ein großer Respekt an From Software.

joia
25. März 2025 8:46

! mein mann!!

jeder punkt auf deiner liste stimmt zu 100%

auch keine ahnung, warum ich mir den mist immer bis zum anschlag reinziehe und in die ganzen games schon soviel geld und lebenszeit investiert habe, die ich besser in der arbeit oder mit meiner frau oder tochter oder auf der suchtberatung für gamer verbracht hätte, anstatt immer krank zu machen und mich im meinem gamerzimmer einzumauern und von uber mit essen beliefern zu lassen.

genpei tomate
25. März 2025 8:04

Revan, ich finde mich in allen Punkten wieder und um deine “Satire” ( glaube, das ist keine…) zu vervollständigen, sage ich, das sind DIE Gründe, warum From Spiele solche exorbitanten Wertungen kriegen! 😛
Um kurz und knapp deine Fragen dann zu beantworten, des “Warum”?: “Weil”.
🙂
Ich mag Bosskämpfe und pseudo-rpgs, wo ich nicht dauernd zu-getextet werde.
Npcs leben bei mir ehe nicht allzu lange und eventuell habe ich einen masochistischen Hang. Schade, dass es keine Videoaufnahmen davon gibt, als ich 1985 täglich in einer verrauchten italienischen Bar abhing, diese bevölkert von dubiosen Gestalten, die mir entweder beim Spielen und Fluchen zusahen, oder mich zusätzlich traktierten, wenn ich spielte.
Denn das erste Spiel der Gattung “Souls”, bevor sie es gab, hieß damals Ghosts n Goblins, und wenn ihr euch an den Angry-Kid erinnert aus youtube, nun, der war bei seinen Ausbrüchen im Vergleich zu mir noch harmlos…
Seitdem mag ich anscheinend Spiele, die mich zur Weißglut bringen und wenn sie es nicht tun, empfinde ich sie als seicht. 😉

Bloodborne hat mich übrigens dazu gebracht, “Leichen aus meinem Keller” hervor zu holen, die bei mir selten zum Vorschein kommen, denn nicht alle Spiele bringen mich dazu, auf italienisch zu fluchen und das meine ich ernst:
Es ist ein großer Unterschied, ob ich einfach “Schexxx!!” rufe ( Hochdeutsch), oder mit “Porca Miseria…” und dergleichen los lege: Schöne Grüße an Ebryeta, Logarius, Ludvig, die Nazguls vor Birgenwerth und ein paar anderen, die mir jetzt zum Glück entfallen…
Trotzdem: Geiles Spiel!

Eydrian
24. März 2025 21:49

Da ich solche Spiele tatsächlich nicht mag (ja, ich habe dem ganzen eine Chance gegeben), geht Deine Satire runter wie Öl, Revan! Danke! 😅👍🏼

Revan
24. März 2025 21:17

Ich mag halt einfach keine Bosskämpfe, von daher bin ich da auch nicht so ganz die richtige Zielgruppe 🙈

Darüber hinaus finde ich aber auch einige wiederkehrende Design-Entscheidungen mehr als fragwürdig:

– Wieso kann ich die Spiele nicht einfach normal pausieren? Steigert es die Immersion, wenn ich durch Klopause oder reinstürmende Kiddies einen weiteren Bildschirmtod sterbe?

– Wieso bestraft mich das Spiel durch sein Autosave-System mit dem Verlust aller eingesetzten Buff-Items/Pfeile, wenn ich einen Bosskampf verliere? Wieso darf ich nicht einfach wie bei jedem anderen Spiel im Falle eines Todes nochmal genau mit den Verbrauchsitems weiter machen, die ich zuvor hatte?

– Wieso lässt mich das Spiel die Schwierigkeitsgrade der Bosskämpfe nicht anpassen, erlaubt mir aber, mit ultra-überlevelten Online-Randoms gegen die Bosse ins Feld zu ziehen?

– Wieso gibt es in der Oberwelt jenseits der Bosse kaum Musik? Ich komme aus SNES-Zeiten. Oberwelten ohne Musik machen mich wahnsinnig.

– Wieso sind die Erfolge alle darauf ausgelegt, dass ich das Spiel ohne Save-Scam nahezu identisch mehrfach durchspielen muss, nur um dann mit zwei abweichenden Dialog-Zeilen einen abweichenden Schlusskampf zu triggern?

– Wieso sind so viele Erfolge an das Sammeln von irgendwelchem Blödsinn gebunden, der sich ohne dauerhafte Guide-Nutzung nahezu unmöglich finden lässt?

– Wieso sind so viele Erfolge verpassbar, d.h. wieso zwingt mich das Spiel mit seinem vermurksten Speichersystem von Anfang an mit Guide zu spielen, damit ich bloß nicht versehentlich irgendeinen NPC verärgere und dann nochmal 50+ Stunden Spielzeit von vorne starten muss?

Ne. Ich mag diese Truppe einfach nicht 🙈

genpei tomate
24. März 2025 20:11

Revan, ich habe einige From-Spiele durch, hatte aber eher Spaß wie beim Bandscheibenvorfall dabei, als einer ZahnWB. Bitte nicht übertreiben. 🙂
Spaß beiseite: Ich musste für ihre Werke immer in Stimmung sein und Bloodborne war zwar mein Ps4 Kaufgrund, aber nach zig Stunden Elden Ring gönne ich mir erst mal eine längere “From” Pause und Nachahmer brauche ich in der Zeit auch nicht, ehe ich mich erholt habe, von den Spiel-Schmerzen…
Ein Remaster juckt mich auch nicht, sollte es je kommen.

Bort1978
24. März 2025 20:06

Also ich habe alle Souls / Soulslike von FS zu 100% beendet (von den Trophäen her) und hatte bei jedem Spiel unglaublich viel Spaß. 🤷🏼‍♂️

Revan
24. März 2025 18:00

Ich hasse From Software, ich hasse From-Software-Games, und ich hasse mich selbst dafür, dass ich so Gamerscore-Süchtig bin und 3 von ihren Spielen zu 100 % beendet habe, obwohl es einfach nur Folter, Wut und Frust war und mit Spiel*spaß* in etwa so viel zu tun hat wie eine Zahnwurzelbehandlung 🫨

KVmilbe
24. März 2025 17:42

So ein tolles Game. Letztes Jahr die überfällige Platin nachgeholt