Bloodstained: Curse of the Moon 2 – im Test (Switch)

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1998
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Seite 1

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Da Konami sich standhaft dem kreativen Schaffen und den Wünschen der alten Fans verweigert, liegt es an Indie-Entwicklern, die früheren Qualitäten des ehemaligen Hit-Garanten in die Gegenwart zu retten: Blazing Chrome (das beste moderne Contra) kommt aus Brasilien, ein spanischer Entwickler bescherte uns mit Hydorah eine gelungene Gradius-Interpretation und dank Koji Igarashis Firma ArtPlay und 2D-Experte Inti Creates haben wir mit Bloodstained einen mehr als adäquaten Castlevania-Ersatz. Das erste Curse of the Moon war im letzten Jahr eine Art Bonusspiel und Stretchgoal des Kickstarters zum ”großen” Metroidvania ­Ritual of the Night, ­entpuppte sich dann aber als veritabler Fan-Liebling – kein Wunder, war Curse of the Moon doch eine liebevolle Hommage an den famosen dritten Castlevania-Teil Dracula’s Curse (NES). Genau so macht dann auch die erst vor Kurzem angekündigte und jetzt schon erhältliche Fortsetzung weiter: Wie im Erstling gibt es diverse frei wechselbare Figuren, feine 8-Bit-Gruselstimmung und einen tollen Chiptune-Soundtrack. Spielerisch ist mit Primärangriff, Sekundärwaffen und einem eher steifen Sprungverhalten erneut Castlevania das große Vorbild, allerdings kommt Bloodstained viel spielerfreundlicher und zugänglicher daher als die NES-Vampirjagden. Das Spiel ist fordernd, aber fair – wer die Fähigkeiten der Spielfiguren klug einsetzt, kann sich das Leben bedeutend einfacher machen.

Zangetsu, Miriam, Alfred und ­Gebel kehren aus dem Vorgänger zurück und die drei Neuzugänge spielen sich interessant: Exorzistin Dominique kämpft mit dem Speer, springt höher und kann per Special heilen, Soldat Robert hat eine riesige Reichweite, kann kriechen und sich von Wänden abstoßen und Corgi (!) Hachi kommt in einer schweren Dampfrüstung daher. Erstmals dürfen zwei Spieler gleichzeitig ran: Zockt Ihr regulär, ist die Anzahl Eurer Leben pro Stage begrenzt und gegnerische Treffer werfen Euch ein paar Pixel zurück – im ­schlimmsten Fall in einen Abgrund. Habt Ihr darauf keine Lust, entscheidet Ihr Euch für den Casual-Modus, der verzichtet auf den Knockback und entfernt die Leben-Mechanik. Technisch folgt das zweite Pixel-Bloodstained dem von Shovel Knight etablierten Prinzip: Farbpalette und Auflösung sind typisch NES, das 16:9-Bild, die großen Sprites und die Parallax-Effekte würden den guten, alten 8-Bitter aber wohl zum Schmelzen bringen.

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