Bloody Roar 3 – im Klassik-Test (PS2)

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Meinung & Wertung

Thomas Nickel meint: Maul- und Klauenseuche: Im dritten Aufguss können Hudsons tierische Helden leider nicht mehr recht überzeugen. Die kargen Hintergründe lassen kaum adäquate Klopper-Stimmung aufkommen, die Kämpfer können zwar mit ordentlichen Texturen aufwarten, haben aber in puncto Animationen nicht viel seit dem PSone-Vorgänger dazugelernt. Die größten Schwächen leistet sich aber das Kampfsystem: Gezielte Aktionen sind durch den hektischen Spielverlauf kaum möglich, Ihr habt nie das Gefühl, Euren Charakter wirklich unter Kontrolle zu haben und prügelt deshalb blind drauf los. Auch die Intelligenz der CPU-Kämpfer hat ihre Macken: Auf höherer Schwierigkeit hauen Euch die Gegner mit endlosen Juggle-Combos quer durch die Arena, nur manchmal machen sie eine kurze Pause, um Euch kurz zum Zug kommen zu lassen und ein ausgewogenes Spiel vorzugaukeln. Auch lästig: Setzt Ihr einen Super­special ein, lädt sich ein guter Teil Eurer Lebensenergie wieder auf – egal, ob die Attacke glückt oder fehlschlägt. Prügelamateure werden zwar auf ihre Kosten kommen, Profis ist die Klopperei aber zu unausgewogen und flach. Mit menschlichen Gegnern macht’s zudem erheblich länger Spaß.

Hektische, technisch etwas altbackene Klopperei. Vor allem für Multiplayer-Fans interessant.

Singleplayer70
Multiplayer
Grafik
Sound
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Rudi Ratlos
6. Oktober 2020 19:22

Schade – Teil 1 & 2 waren sehr launig. Da waren die Programmierer wohl mit der Hardware überfordert :/