Burnout Dominator – im Klassik-Test (PS2 / PSP)

1
2265
Zurück
Nächste

Seite 2

Die Handheld-Fassung muss ein paar Kompromisse eingehen (so ist das Fahrerfeld nur vier statt sechs Fahrzeuge groß), gefällt aber ebenfalls auf ganzer Linie. Ganz so feinpoliert wie etwa Ridge Racer 2 sieht‘s nicht aus, dafür geht‘s auf dem Display deutlich actionreicher zu.

Spielerisch besinnt sich Burnout Dominator auf frühere Werte, verzichtet aber im Gegenzug auf eine poluläre Sache – doch dazu später. Natürlich wird immer noch kräftig gerempelt (insbesondere beim darauf ausgelegten ’Road Rage‘), aber geschmeidiges Fahren steht mehr im Vordergrund. So ist Zivilverkehr wieder tabu: Rammt Ihr zu schwungvoll unbeteiligte Boliden, geht Euer Vehikel zu Bruch und nicht die anderen Karossen. Um erfolgreich zu sein, solltet Ihr mehr Augenmerk auf unfallfreie, aber riskante Fahrten legen. Beim Slalom durch den Gegenverkehr oder mit scharfen Drifts füllt Ihr die Turboleiste. Schafft Ihr es, den Extraschub zu nutzen und weiterhin Crashs zu vermeiden, kassiert Ihr einen ’Burnout‘ – und wenn Ihr die sogar verketten könnt, geht‘s richtig ab. Entsprechend ist die Karriere­struktur mit passenden Herausforderungen versehen – Mindest-Driftlängen oder die Pflicht zum Ausführen von ’knapp vorbei‘-Überholvorgängen sind ebenso mit dabei wie die neue ’Maniac‘-Variante, bei der alle Nitro-Füllmethoden für die Vergabe der Medaillen zählen.

Das fügt sich zu einem stimmigen Gesamtpaket zusammen und erreicht durchaus die Qualität der Vorgänger – wo ist also der Haken? Hier kommen wir zum erwähnten Verzicht zurück: In Burnout Dominator gibt es die beliebten Crash-Kreuzungen nicht mehr. Wer diese Massenkarambolage-Orgien mochte, der sieht nun in die Röhre oder muss die Vorgänger wieder rauskramen. Laut Criterion wollte man sich diesmal eben mehr auf den Rennspiel-Aspekt konzentrieren, doch irgendwie klingt das nach Ausrede und wird Fans dieser Option nicht wirklich trösten. Ändern lässt sich‘s aber so oder so nicht – was Ihr aber an Renn-Action geliefert bekommt, ist trotzdem noch ein Hit.

Zurück
Nächste
1 Kommentar
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Morolas
24. April 2024 13:56

Dieser Teil hat mir gar nicht gefallen.
Revenge war schon nicht so genial aber Dominator war für mich übel.
Klar TakeDown war und bleibt das Beste für mich.
Schlimmer wurde es nur noch mit Paradise City.
Mein Sohn liebt es, er fährt da einfach in der City herum.
Ich selber liebe rennen und ja es darf Abkürzungen geben oder alternative Route aber nicht Openworld. Das ist gift für ein Gelegenheitsspieler.
Ich weiss noch gut als mein erstes Rennen vorbei war und ich total am falschen Ort war und ich selber dachte, dass ich erster bin weil mich niemand überholt hat 😂 🙈