Call of Duty 4: Modern Warfare – im Klassik-Test (DS)

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Auch ohne meterhohe Blutfontänen, abgetrennte Gliedmaßen oder mutierte Ekelzombies kann ein Spiel brutal und schockierend sein. So gesehen in einer Mission von Call of Duty 4. Hinter der Bordkanone eines Flugzeugs verfolge ich hektisch durcheinander laufende Menschen, die versuchen, den rettenden Waldrand zu erreichen. Ich zögere kurz, drücke aber ab und beobachte, wie eine gewaltige Explosion die Flüchtenden niederstreckt. Trotz Gegner in Ameisengröße und Schwarzweiß-Optik spüre ich die Härte des Krieges.
Eine völlig andere Spielerfahrung erlebte ich auf einer Mission in der Ukraine: Mit einem Kollegen stand eine unglaublich atmosphärische Schleichtour im strahlenverseuchten Tschernobyl auf dem Programm. Die Aufgabe: unbeschadet an dutzenden, schwer bewaffneten Söldnern vorbeizukommen, ohne Alarm auszulösen.

Mit einem Kameraden robbte ich durchs hohe Gras und bebte vor Spannung, als nur wenige Zentimeter entfernt die russische Patrouille vorbeischlenderte. Wir waren ein perfektes Team: Schaltete ich eine Wache mit einem gezielten Sniperschuss aus, folgte nur wenige Sekunden eine zweite tödliche Kugel aus dem Gewehr meines Begleiters. Als wir die feindlichen Soldaten umgangen hatten, war endlich ein wenig Zeit für einige bewundernde Blicke: In kühle Grautöne getaucht, reckten sich Betongerippe dem traurigen Himmel entgegen. Ein riesiger Versammlungsplatz, ganze Häuserblocks, ein Schwimmbad – leer, ausgestorben, tot. Gar nicht so leicht, in dieser Umgebung nicht befangen oder bedrückt zu sein.

Doch bereits der nächste Auftrag vertrieb diesen Anflug von Melancholie in mir: Wenn Kugeln durch die Luft fliegen, Autos explodieren, Granaten explodieren und Menschen sterben, wird meine HD-Glotze zum Fenster mit Blick auf die Front. Noch nie zuvor ist es einem Entwicklerteam gelungen, die Intensität des Krieges so beeindruckend, so brutal, so schonungslos an den Spieler zu bringen. Verantwortlich dafür ist natürlich in erster Linie die sensationelle Grafik: Beleuchtung, Detailgrad, Animationen und Effekte setzen Maßstäbe, famos inszenierte Zwischensequenzen und die aufwühlende Soundkulisse tun Ihr Übriges – heraus kommt das bestinszenierte ­Videospiel aller Zeiten.

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Eydrian
16. Oktober 2024 8:19

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Bort1978
16. Oktober 2024 7:41

Liest sich lustig, mit dem Screenshot oben dazu. 😅 Ich konnte nur einen kurzen Absatz zur DS-Fassung im Text entdecken. Da wäre ggf. ein kurzer Hinweis angebracht, wenn sich der Test damals hauptsächlich gar nicht auf den DS bezog. 😉

Max Snake
16. Oktober 2024 7:13

Der DS Teil hatten nun mal keine eigene Test Kasten für Activision wichtige Shooter Marke gehabt.

Kikko-Man
16. Oktober 2024 4:19


Da es vier Meinungkaesten gibt, kann man wohl davon ausgehen, dass der Fliesstext sowie die Meinungskaesten sich vor allem auf die grossen Versionen beziehen.

xarjaz
16. Oktober 2024 3:20

Ich habe das Spiel nicht gespielt, aber: “Bombastische[n] Optik” und “packendste[n] Präsentation der Videospielgeschichte” – Call of Duty *auf dem DS*?

Hab ich wirklich so viel verpasst, hat die Maniac da deutlich übertrieben, oder hat sich da ein Textbaustein von der PC-/Konsolenversion eingeschlichen?

Runner
15. Oktober 2024 2:41

Nicht schlecht.