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Doch damit ist die Komplexität des Kampf-Systems längst nicht erschöpft: Fleißige Sammler entdecken nämlich ein knappes Dutzend Relikte, welche temporär für übermenschliche Fähigkeiten sorgen. Doch egal ob Unsichtbarkeit, Flammenstiefel oder Lauftempo-Verschärfung – sämtliche Zauberei zehrt an Eurer magischen Energie. Wer die kostbare Leiste wieder aufladen will, muss Risiken eingehen: Sobald Ihr die Spezialattacke eines Bösewichts per R1-Knopf abblockt, geht dessen Zauberkraft auf Euch über – faule Zocker kaufen hingegen entsprechende Tränke. Apropos Tränke: Jedwede Inventar-Verwaltung oder Ausrüstungs-Änderung findet neuerdings in Echtzeit bzw. durch Betätigung des rechten Sticks statt. Lahme Pad-Akrobaten kommen also schnell ins Rudern, denn Draculas Schergen warten nicht!
Wie es sich für einen echten Castlevania-Vertreter gehört, steckt auch das PS2-Debüt voller Geheimnisse. Zwar besteht der Spielverlauf vornehmlich aus Fließband-Meuchelei (inklusive sieben Pflicht-Bossen), aber in den verwinkelten Gängen stoßen aufmerksame Besucher immer wieder auf optionale Aufgaben. Oftmals kommt dabei Leons Lederriemen zum Einsatz: Mal schwingt Ihr Euch in Tarzan-Manier von Balkon zu Balkon, mal peitscht Ihr Euch im wahrsten Sinne des Wortes an versteckten Brüstungen hoch. Darüber hinaus warten diverse Rätsel-Intermezzi auf ihre Lösung: Dreht beispielsweise Steinstatuen in die angestammte Position zurück, setzt antike Symbole korrekt ein oder deaktiviert einen Wasserfall. Als Belohnung für die zusätzlichen Mühen erhaltet Ihr solch praktische Dinge wie Herzchen-Container (zum ‘Sub-Weapons’-Gebrauch nötig), einen Lebensenergie-Schub oder gar sagenumwobene Schlüssel, die weitere Levelbereiche öffnen. Der Clou daran: Wer sich mit Scheuklappen durch ”Castlevania” ackert, verpasst nahezu ein Drittel des Spiels.









Hab ich mir auf dem gebraucht Markt jetzt erst zugelegt und zocke es gerade mit allergrößten Vergnügen
Ich würde mich freuen, wenn Konami die PS2-Castlevanias remastern und für aktuelle Konsolen neu veröffentlichen würde.
Letzten Jahr habe ich mir gegönnt, da ich in Castlevania Verzug bin. Atmosphäre, Soundtrack und Setting gefällt mir besser als Lords of Shadow, auch wenn das Kampfsystem von Mercury Steam wuchtig und Finesse hat. Leider hat man ca. 6 Stunden schon durch, dafür lohnt sich einige Räume nach Geheimnissen zu erkundigen. Mir hat es gefallen.