City Crisis – im Klassik-Test (PS2)

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Vor drei Monaten hatten wir allen ambitionierten Heli-Piloten unter Euch den Im­port von Asks Air Ran­ger (MAN!AC 6/2001, 80%) ans Herz gelegt, nun kommt Ihr selbst auf deutschen PS2s in den Genuss lebensrettender Rund­flüge. Während Ihr bei der Kon­kurrenz allerdings auch in wilder Natur und auf hoher See den schwebenden Samariter mimen durftet, ist das Szenario in City Crisis auf eine einzige japanische Großstadt beschränkt. Und da das Insel­volk zum Kochen scheinbar aus­schließ­lich Gas verwendet, brechen alle Nase lang Feuer in Wohnhäusern, Schulen oder Wolkenkratzern aus.

Vor dem ‘Wasser marsch’ wählt Ihr erstmal Euren Hubschrauber: Vier nicht real existierende (aber glaubwürdig nachgebildete) Maschinen stehen im Hangar, neben unterschiedlicher Scha­dens­tole­ranz und Geschwindigkeit ist besonders die Zahl an Sitzplätzen von spielentscheidender Bedeutung. Denn nicht nur punktgenauer Einsatz der Löschwasser­düsen ist gefragt, unter Zeitdruck hievt Ihr über einen Helfer an der Winde verletzte Personen und Tiere an Bord. Ist die Maschine voll belegt, müssen die Insassen am nächsten Heli­port abgesetzt werden – das kostet wertvolle Sekunden, in denen um Hilfe schreiende Menschen an Rauchver­gif­tung sterben oder das Feuer auf Nachbargebäude übergreift.

Jeder Gerettete bringt indes neben ein paar Pluspunkten in der Endabrech­nung auch einige Wasserbomben mit an Bord. Mit den Flüssigkeitsgeschossen bekämpft Ihr größere Brandherde und schont Eure Löschtanks – die sind nämlich nicht unerschöpflich, auch wenn sie sich bei Nichtgebrauch wie durch Zau­berhand langsam wieder füllen. Die Steuerung des Helikopters gestaltet sich simpel: Mit dem linken Stick bewegt Ihr Euch in der Horizontalen, der rechte dient dem Auf- und Absteigen sowie der Drehung des Geräts. Habt Ihr ‘Auto-Schweben’ hinzugeschaltet, müsst Ihr nicht mal gegen das Trägheits­moment ankämpfen – Euer Fluggerät stoppt, sobald Ihr den Stick loslasst. So einfach die Handhabung, so schwer fällt die Gewöh­nung an den Blick­winkel: Dieser ist nämlich nicht justierbar und lässt Euch in schräger Vogelper­spek­tive auf den Hub­schrau­ber sehen – vorausschauendes Fliegen wird so annähernd unmöglich gemacht.

Damit Ihr nicht zu schnell die Lust am Pilotendasein verliert, müsst Ihr Euch beinahe alle Missionen durch ein gutes Rating freispielen. Allerdings wartet bereits nach vier Brandeinsätzen und zwei Verfolgungsflügen (bei denen Ihr flüchtige Fahrzeuge mit einem Suchscheinwer­fer fixiert) schon das finale Level. Ne­benher könnt Ihr noch in drei ‘Time Attack’-Stufen Bestzeiten nachjagen.

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