Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter – im Klassik-Test (PS2 / Xbox / GC)

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Meinung

Max Wildgruber meint: Als alter Herr der Ringe-Fan ärgere ich mich über diese verschenkte Chance maßlos: Eine besser dokumentierte, gehaltvollere und bekanntere Fantasywelt als Mittelerde wird man in der westlichen Welt nicht finden. Um so schlimmer, dass die Designer von Electronic Arts sich offensichtlich auf ihrer Lizenz ausgeruht und die wesentlichen Teile eines Rollenspiels sträflich vernachlässigt haben. Im Grunde genommen ist Das dritte Zeitalter nämlich nichts weiter als eine Nummernrevue gut gemachter Rundenkämpfe, die nur durch die Erkundung der viel zu leeren Spielareale und etliche Filmschnipsel unterbrochen wird. Auch den Kunstgriff mit der ‘No Name’-Party finde ich merkwürdig. Warum darf ich nicht die Charaktere spielen, die mit dem Ringkrieg direkt etwas zu tun haben? Berethors Geschichte verblasst hinter den großen Ereignissen zur Bedeutungslosigkeit. Warum ich trotzdem Spaß am Spiel hatte? Weil ich wie gesagt ein Fan von Film, Buch und dem Rundenkampf-Genre bin. Objektiv betrachtet ist EAs Lizenz-Verschnitt aber ein Final Fantasy-Klon, der es versäumt, mit eigenständigen Ideen das Spielprinzip anzureichern und auszureizen.

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Dirk von Riva
8. November 2022 19:18

Damals 3 mal durchgespielt….. hatte mir richtig gefallen