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Für den Maximallevel reicht das alles aber nicht. Erfahrene Hüter stellen sich dafür dem Raid und absolvieren die wöchentlich wechselnden Dämmerungs-Strikes. Dabei handelt es sich um Strikes mit härteren Feinden und Einschränkungen wie einem knappen Zeitlimit und wechselnden Schadensboni. Für die Zukunft hat Bungie unter anderem die Rückkehr der Fraktionen und der PvP-Eisenbanner-Events angekündigt, bei denen Eure Stärke nicht mit Euren Kontrahenten gleichgeschaltet wird. Wer sich allein auf sein Glück verlässt und lieber Engramme (edelsteinartige Objekte in verschiedenen Seltenheitsstufen, in denen sich Waffen und Rüstungsteile verbergen) sammelt, freut sich über Vereinfachungen: Der Powerlevel des Engramms wird nun nicht erst festgelegt, wenn Ihr es entschlüsseln lasst, sondern sobald es erscheint. Er orientiert sich dabei nicht mehr an Eurer angelegten Ausrüstung, sondern an den stärksten Teilen, die Ihr besitzt. Egal ob sie im Inventar oder im Tresor lagern. Ein Sinnbild für die Vereinfachungen in Destiny 2: Sammelt Ihr Material und Tokens auf den einzelnen Planeten, löst Ihr sie gleich vor Ort bei einem Auftraggeber ein, welcher Euch wiederum direkt mit Nebenaufgaben versorgt. Damit werden Reisen und damit verbundene Ladezeiten minimiert.
Die Areale von Destiny faszinierten durch ihre unterschiedlichen Settings, die Lichtstimmung und Bungies Sinn für Details. Teil 2 baut auf diesem Fundament auf, profitiert aber davon, dass PS3 und Xbox 360 nicht mehr bedient werden. In den Gefechten freut Ihr Euch über kleinteilige Explosions- und Schusseffekte, Texturen fallen schärfer aus und die Gegnermodelle wurden überarbeitet und mit mehr Kleinigkeiten ausstaffiert. Auch an den Animationen hat Bungie gefeilt, was vor allem bei den Gefallenen auffällt: Die vierarmigen Weltraumpiraten wuseln unter Beschuss nun spinnengleich geduckt in Deckung.
Auch der Sound macht Lust auf lange Ausflüge ins Weltall. Die Bungie-typischen getragenen Orchesterklänge passen sowohl bei ruhigen Erkundungen als auch in stressigen Schlachten wie die Faust aufs Auge. Den Soundtrack stellen die Entwickler übrigens gratis über YouTube zur Verfügung. Die Völker geben fremdartige Töne von sich, die menschlichen Sprecher aufseiten der Hüter gehen auf Deutsch und Englisch in Ordnung. Auch wenn viele Dialoge in unserer Landessprache aufgesetzt wirken. Dafür haben die Waffensounds mehr Dampf als vor drei Jahren.
Man muss abwarten, ob Bungie Destiny 2 in Zukunft regelmäßiger und mit besseren Updates versorgt als den Vorgänger. Doch die Basis für Hunderte Stunden Auflevelspaß ist definitiv wieder gelegt!








